Freitag, 27. Dezember 2013

Zeit für eine Abrechnung

Nach einer extrem stressigen Adventszeit, aber sehr schönen und entspannten Weihnachtstagen ist es Zeit für meine persönliche Jahresrückschau.

Im April bin ich in die Bloggerwelt zurückgekehrt. Auch in der bloglosen Zwischenzeit habe ich genäht, aber durch das Bloggen bekomme ich einfach nochmal einen ganz anderen Drive. Als ich so für mich aufgelistet habe, was ich in diesem Jahr alles genäht und gestrickt habe, habe ich gemerkt, dass ich sehr viele Sachen nicht "verbloggt" habe. Meistens liegt das an den mangelnden Fotos bzw. kein Fotograf da, keine Lust etc. pp. Das ist ein Punkt über den ich mir noch Gedanken machen möchte, denn der Blog ist einfach ein unschätzbares Archiv für mich.

Auch in diesem Jahr habe ich ausgiebig dem egoistischen Nähen gefröhnt. Das macht mir einfach am meisten Spaß! Für mich sind in diesem Jahr folgende Sachen entstanden:

Kleider:
Knip Jerseykleid, McCalls 4769 (wartet auf 3-5 kg weniger), 2 mal Rhodos von Schnittquelle einmal aus Baumwolljersey und ein nicht gezeigtes aus Viskosejersey, das besser fällt, 2 Hemdblusenkleider nach Burda-Schnitten dieses und dieses, ein kariertes Sommerkleid, ein Etuikleid nach Simplicity 2404 (noch nicht gezeigt) und meine Babsi.

Das macht zusammen 9 Kleider.

Blusen:
Shanty-Bluse, geblümte Bluse aus der Stitch for you, Pintuck Tunika aus Ottobre, Bluse Burda 102/02/2011, Bluse Knip mit Bubikragen, Bluse Knip mit angedeutetem Sweetheart-Ausschnitt, Wickelhemd nach Schnittvision, Bluse Alma von Sewaholic, eine Kurzarmbluse nach Schnittvision.

Gesamt 9 Blusen.

Shirts und Pullis:
Walktunika nach Punjab von Schnittquelle, Langarmshirt aus der letzten Ottobre, China-Shirt, Ottobre T-Shirt Summer-Basic, Jersey-Rolli mit Manschetten nach Schnittvision, 2 Pullis nach Birgitte Basic Tee

Gesamt 7 Oberteile.

3 Röcke:
2 mal Norma a) Besprechungsrock und b) die Jeansvariante, Kostümrock Simplicity 7436

2 Hosen:
schmale Hose aus der Frühlingsottobre und die Zigarettenhose nach Schnittvision  (rausgeschrumpft)

Jacken und Mäntel:
Kostümjacke aus der August Burda (sitzt von vorne nicht gut, also TfT), Wickelstrickjacke nach Schnittvision (auch noch nicht gezeigt), Romanit Cardigan Dark Chocolate aus der Frühlingsottobre, Himmelfahrtsmantel und mein Wintermantel.

Sonstiges:
Mein erster selbstgenähter Badeanzug, zwei kurze Hosen für den Urlaub.

Gestricktes:
Heidi-Jacke, Tuch Nuvem, Strickrock, Jodel-Zopfstrickjacke, Weste Sinnesfrid.

Für andere habe ich auch gewerkelt, am meisten natürlich für meine Tochter.

Für meine Tochter habe ich einen Bikini, einen kurzen Jumpsuit, eine Kurzarmtunika, 4 Langarmshirts, einen Kapuzenhoodie und eine Weihnachts-Willemientje genäht.

Für die Herren des Hauses sind eine Fleecejacke (junior) und eine Softshelljacke (senior) entstanden. Außerdem hat meine Schwester einen Rock zum Geburtstag bekommen.

Ausser Bekleidung habe ich noch so ein paar Täschchen und Taschen, einen Mug Rug und 4 Vorhänge genäht, und natürlich meine praktische Stauraum-Camping-Tischdecke.

Ich finde, ich war ganz schön fleissig in diesem Jahr. Ausser einer neuen Jeans und ein paar einfachen Basic-T-Shirts und Unterwäsche/Strümpfe habe ich mir in diesem Jahr nichts zum Anziehen gekauft. Der Schuhbedarf steigt allerdings stetig an. Früher bin ich irgendwie mit weniger Schuhen ausgekommen bzw. als die Kinder kleiner waren, war ich auch Anhänger der Chucks-Fraktion ;-))
Auf Jeans werde ich auch in Zukunft nicht verzichten. Warum auch? Ich trage sie gerne, allerdings eher mit hohen Hacken und selbstgenähten Oberteilen kombiniert.

Insgesamt fehlt mir immer noch so ein roter Faden bzw. ein Gesamtkonzept. Manche Sachen sind zwar schön, aber nur schlecht zu kombinieren. Im kommenden Jahr möchte ich mehr auf die Kombinierfreudigkeit der Kleidung achten. Ich habe gar kein Interesse an einem rappelvollen Kleiderschrank voller Einzelstücke, sondern träume eher, von einer kleinen aber feinen Auswahl von Sachen, die irgendwie alle zueinander passen und ich mir morgens einfach "irgendwas" aus dem Kleiderschrank rausziehen kann und umwerfend gut gekleidet bin (mein wunderbarer Kleiderschrank eben!).

Wie ich diesem Ziel näher komme, muss ich mir noch gut überlegen. Vielleicht sollte ich meinen Urlaub mal dazu nutzen einen radikalen Kehraus im Kleiderschrank zu machen, dann eine Bestandsaufnahme und eine Bedarfsermittlung (wozu habe ich denn studiert?) durchführen. Jetzt muss ich überlegen, was ich eigentlich bei der Annäherung in Bielefeld nähen möchte...zu kompliziert sollte es nicht sein, da ich auch noch Zeit haben möchte, die anderen kennenzulernen und zu quatschen. Wenn ich mir meine obige Liste so anschaue, könnte ein Rock keine schlechte Idee sein.

Für mich persönlich kann ich noch sagen, dass ich in diesem Jahr unglaublich viel gelernt habe, einige Angstgegener angepackt habe und mir mittlerweile grundsätzlich erstmal alles zutraue (wie sauber dann die Ausführung ist und ob ich nicht huddeln muss, steht mal auf einem anderen Blatt). Das A und O ist die Passform der Kleidung, ob die Innenverarbeitung 1a ist, interessiert ausser mir selbst doch sowieso keinen...und meine Toleranz ist in der Beziehung großzügig.

Und sonst so? Der Kölner Nähblogger-Stammtisch ist mittlerweile eine feste Institution und aus Bekanntschaften haben sich teilweise Freundschaften entwickelt, die mein Leben sehr bereichern. Im Januar in Bielefeld darf ich noch mehr Frauen live und in Farbe kennenlernen, worauf ich mich sehr freue.

Apropos freuen: ich freue mich auch schon auf die Rück- und Ausblicke in den anderen Blogs. Die persönliche Jahresschau der einzelnen Bloggerin finde ich meistens sehr interessant...wobei liest hier bei mir eigentlich noch jemand mit ???

Allen die durchgehalten haben (den anderen natürlich auch) wünsche ich schonmal einen guten Rutsch und für das neue Jahr alles Gute. Mögen auch im nächsten Jahr die Pedale glühen und die Nadeln klappern.

Sonntag, 22. Dezember 2013

WKSA2013, Finale: Babsi, I love you!

Während ich heute (Samstag) hier sitze, die Bilder für diesen Post bearbeite und den Post schreibe, überlege ich, wer wohl heute mit den gleichen Tätigkeiten beschäftigt ist, um sich am Sonntag in die Final-Parade des diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Alongs einzureihen. Vielen Dank, liebe Katharina für diesen tollen Sew-Along. Der WKSA ist eines meiner Näh-Jahres-Highlights. Ebenso möchte ich mich bei der MMM-Crew für den MMM-Blog, den Me Made Mittwoch und das ganze Drumherum bedanken. Da steckt viel Arbeit und Liebe drin und Ihr macht das jede Woche, ob Ihr Lust und Zeit habt, oder auch nicht...Wie oft schwänzen wir Teilnehmerinnen den MMM, weil es gerade nicht passt oder wir keine Lust haben? Umso besser, dass Ihr Euch als Team zusammengefunden habt und die Last nicht nur auf einem Paar Schultern liegt. DANKE!

Jetzt aber ans Eingemachte! Ich habe das Schöneberger-Kleid 120B aus der November-Burda 2011 genäht. Ich finde mein Kleid toll! Leider gefällt es meinem Mann nicht...der Volant ist ihm zuviel und erinnert ihn an den Festumhang von Ron Weasley in Harry Potter und der Feuerkelch....Männer! Babsi ist definitiv ein Anlasskleid. Ich kann mir nicht vorstellen, das Kleid im Büro anzuziehen...aber dafür gibt es ja die anderen Kleider....Ich mag meine Kleider und Röcke mittlerweile eigentlich auch lieber etwas kürzer, aber hier hatte ich schon den Gehschlitz angeschnitten und ich finde die Länge passt auch ganz gut zu dem Schnitt.



 Auf den ersten Fotos habe ich meine Pumps vom letzten WKSA an. Zum Glück genau das gleiche Aubergine, wie das Kleid! Auf den nächsten Fotos habe ich mal meine schwarzen Gabor-Schnürpumps zu Babsi kombiniert, aber das gefällt mir nicht so gut. Diese Schuhe trage ich eigentlich gerne zu Kleidern und Röcken, aber ich habe das Gefühl, dass Babsi sich besser mit richtig schicken Schuhen versteht.


Und da das Kleid für meinen Geschmack genug WOW beinhaltet, habe ich mich beim Schmuck und Tüdeldü sehr zurückgehalten und habe nur hängende Ohrringe dazu an.



Ich wünsche Euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest, entspannte Tage, leckeres Essen, zufriedene Kinder, keinen Familienkrach, Kerzenschein, keine Katzen oder andere Haustiere im Weihnachtsbaum und was auch immer Euch glücklich macht!

Sonntag, 15. Dezember 2013

WKSA 2013.4+5 Geschafft!

Letzte Woche habe ich geschwänzt, weil sich bei mir rein gar nichts getan hatte. Am Sonntag Nachmittag habe ich dann den Zuschnitt in Angriff genommen und in der letzten Woche das Kleid genäht. Entschieden habe ich mir für das Schöneberger Kleid 120B aus der Burda 11/2011-liebevoll Babsi genannt-  und auberginefarbenen Romanitjersey.

Sowohl Schnitt, als auch Stoff waren eine gute Wahl. Das Kleid hat sich ruckzuck nähen lassen und sitzt einfach nur "Bombe". Leila gibt die gute Passform noch nicht mal annähernd wieder.



Mit Gehschlitz.

Der Reissverschluß wird bis zum Ende des Stehkragens geführt.  
Da in anderen Blogs die Themen "ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit" und Entschleunigung thematisiert wurden, auch von mir ein paar wenige Worte. Wir versuchen bei uns privat den "Adventsball" so flach wie möglich zu halten. In diesem Jahr habe ich leider einige wichtige Job-Termine zum Jahresende auf dem Plan gehabt, was ich sonst nach Möglichkeit zu vermeiden suche, aber es geht nicht immer nach meinem Kopf (Mist!). Es gibt dieses Jahr gekauften Adventskranz und einen gekauften Adventskalender und die Weihnachtsgeschenke habe ich weitestgehend im Oktober beim Christkind bestellt, da ich wusste, dass ich im November und Dezember viel arbeiten muss. Das Weihnachtskleid stand natürlich für mich persönlich weit oben auf meiner persönlichen Wunschliste, aber auch hier habe ich versucht, mir keinen Stress zu machen, z.B. habe ich mich für ein "einfaches" Kleid entschieden, an dem nicht lange getüftelt werden muss und Romanit minimiert Passformprobleme ja ohnehin. Wenn ich das Kleid nicht hinbekommen hätte, wäre das zwar schade gewesen, aber dann hätten andere Kleider aus dem Schrank gedurft, so what?

Das letzte Treffen vor dem großen Finale findet auch heute wieder unter sympathischer Leitung von Katharina auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog statt.

Montag, 2. Dezember 2013

Mädchenkram

Der Vollständigkeit halber möchte ich auch mal festhalten, was hier so nebenbei für die Tochter entstanden ist. Obwohl ich am liebsten egoistisch nähe, finde ich es hin und wieder echt entspannend Kinderklamotten zu nähen. In diesem Jahr ist meine Tochter schon wieder so rasant gewachsen, dass die Klamotten teilweise kaum getragen werden, da sie schon wieder zu kurz geworden sind.

Schon zum Herbstbeginn sind diese zwei Fanös entstanden. Die Farbwiedergabe täuscht mal wieder, denn die Farben sind petrol und türkis. Ein Fanö mit Passe und Tasche, das andere ganz schlicht gehalten.

Dann habe ich das Shirt Lina nach einem E-Book von Frau Liebstes genäht in Größe 134/140.


Es folgte das Shirt "Pansy Flower" aus der Ottobre 01/2012, Größe 140 und die Ärmel noch ein Stück verlängert. Es ist mehr eine Tunika als ein klassisches Shirt kann aber auch eine Weile mitwachsen.

Zu guter Letzt musste dann noch ein neuer Kuschelhoodie her. Den nähe ich meistens nach dem Schnitt Danai von Farbenmix, hier Größe 134/140. Der Hoodie ist sehr oversized geschnitten, was meine Mademoiselle aber genau so sehr gerne mag. Ihr Wunsch-Stoff war der Eulen-Nicky von Stoff und Stil.

Außerdem habe ich noch ein paar neue Socken für sie gestrickt und eine neue Pimpelliese. Die Pimpelliese ist ein superschnell gestricktes Dreieckstuch, bei dem die "Spitzenborte" direkt mitgestrickt wird. Die Pimpelliese habe ich aus einem Faden Alpaca von Drops und einem Restknäuel Sockenwolle mit Farbverlauf gestrickt, außerdem diesmal glatt rechts statt kraus.


Und da das Weihnachtskleid vom letzten Jahr auch nicht mehr wirklich schön passt, muss ein Neues her. Mademoiselle hat sich Willemientje von Farbenmix ausgesucht, dass ich ihr aus dunkelrotem Feincord und einem karierten Baumwollstoff nähen werde. Wenigstens meine Tochter weiß genau, was sie will!

Sonntag, 1. Dezember 2013

WKSA 2013.3 : Weihnachtskleid - Quo vadis?

Im Moment hänge ich in einem derartig tiefen Motivationstief, dass ich es ehrlich gesagt nicht weiß, ob ich mich in diesem Jahr mit einem neuen Weihnachstkleid schmücken werde, oder das Kleid von letztem Jahr nochmal "raus" darf.

Zur Zeit habe ich eine sehr arbeitsintensive Phase, eine familiär sehr anstrengende Zeit und ich merke, dass mein Körper sich gegen die ganzen Stressfaktoren zu wehren beginnt. Abhaken mag ich meine Pläne, so es sie dann gibt *haha*, noch nicht.

Entschieden habe ich mich auf jeden Fall für ein Modell, nämlich das Schöneberger-Kleid.

Das ist doch schon mal was.

Dann habe ich hier zwei Stoffe zur Auswahl:

Links ein Crepe Georgette von Alfatex in dunkelblau und rechts ein auberginefarbener Romanit. Die Farben sind beide "in Echt" dunkler.

Mein Plan ist das Schöneberger Kleid aus dem Crepe zu nähen und mir den Romanit für Tinas Lemmingkleid zurückzulegen, dass ich gerne in Bielefeld in Angriff nehmen möchte. Bei dem Butterick Modell brauche ich auf jeden Fall was dehnbares, da ich es mir in 16 kopiert habe, und das z.Zt. noch zu knapp für mich ist *ähem*. Burda empfiehlt einen Wollkrepp für das Schöneberger Kleid. Ist der dicker als Crepe Georgette? Mein Crepe Stoff ist nicht dick, aber auch nicht total dünn und flutschig. Romanit wäre bestimmt auch eine gute Wahl für das Kleid.

Was soll ich tun? Mit welchem Stoff probiere ich mein Glück? Für das Butterick-Kleid könnte ich mir auch noch Romanit in dunkelblau bestellen, das ist ja nicht so das Ding....

Letztes Jahr war ich übrigens voll bei den Strebern dabei und habe mir zwei Kleider genäht. Dieses Jahr für mich undenkbar...Wie es bei den anderen aussieht, sammelt Katharina im MMM-Blog.


Sonntag, 24. November 2013

Doppelwhopper: Gipfeltreffen beim Gruppenjodeln und WKSA 2013 2. Teil

Heute gibt es bei mir einen Doppel-Post.

Zuerst etwas Erfreuliches: ich habe mir meine bisher schönste Strickjacke, dank des Gruppenjodel-Knitalongs gestrickt.







Es handelt sich um die Jacke 123-9 von Drops. Gestrickt habe ich sie aus Nepal in der Farbe jeansblau. Bei den Knöpfen habe ich ganz bewusst tief in die Trachtenkiste gegriffen und Metallknöpfe mit Edelweißmotiv ausgewählt. Die Jacke liess sich superschnell stricken und ich trage sie sehr gerne und häufig. Also schon mal ein voller Erfolg.

Wie es um den Rest der Seilschaft bestellt ist, kann man hier bei unserer unerschrockenen Bergführerin Susa nachlesen. Und auch wenn Du im Moment den Berg nicht mehr rufen hörst liebe Susa, freue ich mich schon auf die nächste zünftige Bergtour mit Dir! Vielen Dank!

Dann zum zweiten - sehr unerfreulichen - Thema: das Weihnachtskleid 2013. Nach den vielen tollen Rückmeldungen von Euch, hatte ich mich ganz klar für meinen Favoriten das Ärmelvolantkleid von Schnittvision entschieden. Gestern beim Nähtreff kamen schon sehr starke Bedenken auf, da wir dort versucht haben, das Kleid von Nähfreundin C. zu verbessern. Ein Ding der Unmöglichkeit, nimmt man an der Schulter Weite weg, tuen sich Querzüge auf, aber vom Feinsten! O.k. dachte ich mir, guck mal was Nähfreundin Bronte aus dem Kleid gemacht hat (ich wusste nämlich, dass sie schon sehr fleißig war) und bei Schnittvision kommt es wirklich auf Zentimeter beim Ausmessen an. Das Ergebnis Ihrer Bemühungen könnt Ihr heute bei ihr sehen und für mich ist damit klar: Bye, bye du wunderschönes Kleid. Leider habe ich im Moment nicht die Nerven und die Zeit, mir an dir die Zähne auszubeissen. Aber, was nun?

Mein zweiter Favorit war das

Schöneberger Kleid mit dem Längsvolant. Wenn ich mir das aber nun so angucke, frage ich mich, ob mir das nicht einfach zu sexy ist?

Ein anderer Plan ist, das Burda Kleid 144
zu nehmen und stark zu verändern. Der Rockteil müsste komplett ausgetauscht werden, damit ich nicht aussehe, als würde ich bald das 3. Kind erwarten. Dafür könnte ich auch den Stoff verwenden, den ich hier für das Ärmelvolantkleid liegen habe.

Ich bin also komplett rat- und planlos! Wenigstens weiß ich schon, dass ich meiner Tochter dieses Jahr das Willemientje Kleid zu Weihnachten nähen werde. Man freut sich ja über Kleinigkeiten....

Wer sich für welchen Plan entschieden hat, sammelt Katharina im MMM-Blog und sie hat sich ganz schön was vorgenommen. Respekt!

Sonntag, 17. November 2013

Weihnachtskleid-Sew-Along 2013

Woran erkennt man einen richtigen Nähnerd? Unter anderem daran, dass der Nerd spätestens nach den Sommerferien beginnt, alle möglichen Kleiderschnitte auf Weihnachtskleidtauglichkeit abzuscannen!

In diesem Jahr weiß ich jedoch noch gar nicht, was ich mir nähen möchte. Eventuell muss ich die Karte "Ich nähe jetzt einfach, was die anderen alle nähen" ziehen.

Ich zeige Euch mal die derzeitigen Favoriten.

Nr. 1 ist das Ärmelvolantkleid von Schnitt-Vision. Ein wunderbares Kleid mit einer sehr raffinierten Schnittführung. Mit Schnitt-Vision habe ich bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Kleid hat jedoch seine Tücken und muss exakt auf Figur gearbeitet sein, was nicht ganz einfach ist.

Quelle: Schnittvision.de



Nr. 2 ist das Kleid 142 aus der diesjährigen August-Burda. Hier gefällt mir die Schnittführung auch sehr gut und (!) es ist ein Jerseykleid.


Nr.3  ist das Kleid 144 aus der September Burda vom letzten Jahr. Das Kleid hat Ähnlichkeit mit Kleid Nr. 1, da es ähnliche Ärmel hat. Das Rockteil ist mittig vorne und hinten stark eingekräuselt. Da bin ich mir sehr unsicher, ob das nicht womöglich extremen Schwangerschaftsalarm auslöst. Und das Decoltee gibt mal wieder alles!

Nr. 4. ist das Kleid Butterick 5951, das Tina zweimal so umwerfend schön umgesetzt hat.


Nr. 5 ist ein Kleid aus der Schöneberger Kollektion der Burda.


Nr. 6 ist auch aus der Schöneberger Kollektion. Ich finde es wunderschön, aber es hat kurze Arme. Was mache ich denn damit?


Ihr seht, ich brauche dringend Beratung bitte. Im letzten Jahr habe ich das Dodokleid und ein Wollkleid nach einem Butterickschnitt genäht, von dem mir gerade die Nummer entfallen ist. Das Dodokleid war der Kracher. Da ich es auch Romanit genäht habe, war es schick und bequem und das viele Essen hat auch gut Platz gefunden *ähem*.

Wer schon genau weiß, was er näht oder auch noch so unentschlossen ist, wie ich trifft sich heute auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog. Katharina begleitet uns auch dieses Jahr wieder auf dem Weg zur persönlichen Weihnachtsdeko. Vielen lieben Dank dafür!

Mittwoch, 13. November 2013

MMM # 13: Burda Wintermantel und Ottobre Shirt

Pünktlich zur kalten Jahreszeit habe ich ihn fertig bekommen: meinen ersten Wintermantel.


Genäht habe ich das Schnittmuster Burda 7483, Version A. Da es sich um ein Petite-Schnittmuster handelt und ich einen langen Mantel haben wollte, habe ich den Schnitt um 10cm verlängert.

Hier ist der oberste Knopf geöffnet. Das wird wohl meine bevorzugte Tragweise, damit der Schal mit reinpasst.

Hier mal ganz zugeknöpft und die Hände lässig in den Pattentaschen steckend.

Von der Seite....

...und von hinten.






Tadaaa: so sieht der Mantel von innen aus. Drunter trage ich außer meiner Lieblingsjeans ein Langarmshirt aus der aktuellen Ottobre. Das Shirt hatte ich schon als TfT abeschrieben, da die V-Ausschnitt-Blende leider trotz aller Sorgfalt unsauber aussah und ich mir außerdem alle Raffungen mit der Overlock abrasiert hatte.


Auf den Fotos schimmert das Weiß des BHs durch, was jedoch durch den Blitz verursacht wird und nicht "in Echt" zu sehen ist. Ich habe das Oberteil vom Unterteil abgeschnitten, neu eingekräuselt und zusammengenäht. 
Auf die verunglückte V-Blende habe ich eine Rüsche gesetzt, die ich aus Jerseystreifen unregelmäßig eingekräustelt habe.

Auch wenn das wahrscheinlich in jedem zweiten Post steht: es nervt mich, dass meine Zeitfenster für Aussenaufnahmen, bei denen dann das Wetter stimmt und ein Fotograf vorhanden sind, so klein sind. Die Innenfotos werden den Sachen einfach nicht gerecht. Der Mantel ist sehr dunkellila und das Futter ist bordeauxrot. Beide Stoffe sind übrigens von Aktivstoffe. Das Shirt ist auberginefarben und hat exakt den gleichen Ton wie mein Strickrock von letzter Woche.

Lucy zeigt heute, wie man einen echt wild gemusterten Stoff optimal zur Geltung bringen kann und führt uns heute durch die Me-Made-Mittwoch-Parade.


Mittwoch, 6. November 2013

MMM # 12: Drops Strickrock und Brigitte Basic Tee

Endlich ist er fertig: der arme Rock. Arm deshalb, da ich ihn schon im August begonnen habe und dann wochenlang unbeachtet in der Ecke habe liegen lassen. Die Verlockung meine Gruppenjodelstrickjacke zu stricken, war einfach größer. Aber egal, geschafft ist geschafft.



Gestrickt habe ich nach diesem Muster von Drops. Die Wolle ist Fabel in lila. Ich war sehr skeptisch, ob mir der Rock denn überhaupt gefällt, wenn ich ihn endlich fertig habe. Meine letzten Strickröcke waren fast knöchellange Schläuche Ende der 80er Jahre (OMG!). Ich mag meinen Rock. Ich muss nur noch einen Unterrock und ein Gummi einnähen, da er die Neigung hat, sich abwärts zu bewegen...

Mein Problem mit dem Rock ist jedoch: was trage ich dazu? Ich habe einen schwarzen Rolli, der dazu passt (mir aber leider überhaupt nicht steht) und das wars dann schon.

Auf die Schnelle habe ich in der letzten Woche dann mal den Schnitt Brigitte Basic Tee von Maria Denmark ausprobiert. Frau Buntekleider war sehr begeistert und auch meine Nähfreundin C. war sehr von diesem Schnitt angetan. Sehr erfreulich ist die schnelle Nähzeit. In einer guten Stunde war das Shirt/der Pulli zugeschnitten und genäht. Das Shirt ist aus einem gerippten Wollstoff vom Stoffmarkt in dunkelblau meliert. Die Schultern könnten beim nächsten Mal ein wenig verschmälert werden, ansonsten passt es prima.

Und schaut mal wie schön der Rock schwingt

Julia versammelt heute die Me-Made-Gemeinde in einem schönen Herbstkleid, das gar nicht nach Tristesse aussieht.

Sonntag, 3. November 2013

Kostüm-Sew-Along: Finale.....

....das war wohl nichts.

Ich habe nicht nur ein Kostüm, sondern auch noch einen Hosenanzug genäht. Mit dem Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das Kostüm bzw. den Hosenanzug habe ich bewusst sehr klassisch genäht, da ich dieses Basic für geschäftliche Termine benötige.





Mit der Jacke bin ich total unzufrieden. Die Passform ist schlecht, d.h. an sich habe ich sie gut angepasst, aber mir ist das alles zuviel Stoff auf der Vorderseite. Von hinten betrachtet ist sie gar nicht so schlecht und offen getragen auch besser als geschlossen, aber nicht gut.

Der Rock ist nach einem Simplicity Schnitt entstanden und ist mir von Anfang an zu groß geraten. Da ich dem Schnitt eh skeptisch gegenüber stehe, habe ich auf aufwendige Maßnahmen verzichtet und ihn quick&dirty enger genäht. Jetzt ist er wieder zu weit...aber das ist eine andere Geschichte.

Die Hose ist die sogenannte Zigarettenhose von Schnittvision. Diese Hose saß perfekt. Ich musste nur eine Hohlkreuzanpassung vornehmen, sonst prima. Jetzt ist sie mir auch zu weit, da ich im letzten Monat knapp 5kg abgenommen habe. Das ist sehr erfreulich, gibt meinen Klamotten jedoch den Todesstoss bevor ich sie überhaupt getragen habe.

Trotz des eher ernüchternden Ergebnisses, war der Sew-Along für mich eine tolle Sache. Ich habe wieder ein paar Dinge über das Nähen und auch über Schnittvorlieben von mir gelernt. Den Stoff für das nächste Kostüm - nach ganz anderem Schnitt - habe ich letzten Sonntag mit Nähfreundin C. auf dem Stoffmarkt besorgt. Da geht noch was!

Meine Kinder haben mich übrigens beide verstört angeguckt und gefragt, ob ich heute arbeiten gehe...Nein, erst morgen wieder!

Vielen Dank an Catherine für das Hosten des Sew-Alongs! Die anderen Ergebnisse kann man sich hier im Me-Made-Mittwoch Blog anschauen.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

MMM #11: Nuvem und Alma

Vor einigen Monaten sah ich bei Katharina das Nuvem-Tuch; es war Liebe auf den ersten Blick. Das Tuch ließ mich nicht mehr los. Die Anleitung wurde gekauft und die Wolle ausgesucht. Die Wolle habe ich - wie Katharina auch - bei Woll-street-100 bestellt. Der Service sucht seinesgleichen. Ich schilderte Frau Hammer, was ich stricken möchte und welche Vorstellung ich vom Farbverlauf hatte und sie hat mir die schönste Wolle, die ich mir nur vorstellen konnte gesponnen und gefärbt. Vielen lieben Dank dafür!



Das Tuch habe ich in ca. 5 Wochen gestrickt. Nach der Heidi-Jacke und dem Kirschentop für meine Tochter, war die stumpfe Rechtsstrickerei genau das Richtige. Das Tuch ist absolut anfängertauglich und kann prima nebenbei gestrickt werden. Mit zunehmender Größe werden die Runden natürlich immer länger...die Schlußrunden beim Volant hatten dann ca. 2000 Maschen.

Ich liebe dieses Tuch. Es wird sehr viel und häufig von mir getragen. Oft wärmt es mir die Schultern, wenn ich stundenlang vorm PC sitze und arbeite und ich ziehe es auch oft über einer leichteren Jacke an. Absolute Nachstrickempfehlung von mir!

Darunter trage ich meine neueste Bluse: eine Alma von Sewaholic. Vielen Dank fürs Schnitt leihen liebe T.! Die Bluse habe ich einmal runter genäht, ohne Änderungen und sie passt. Beim nächsten Mal würde ich die Ärmel etwas kürzen und dem Oberarm ein wenig mehr Weite einräumen. Die Anleitung ist toll und die Bluse lässt sich sehr gut nähen. Nur die Proportion mit meinem alten Knip-Rock gefällt mir nicht. Das muss irgendwie anders kombiniert werden.

Mehr selbstgenähte und -gestrickte Kleidung an der Frau gibt es wie jeden Mittwoch im Me-Made-Mittwoch-Blog zu sehen. Meike ist heute die Gastgeberin in einem schönen Jerseykleid, das ich auch anziehen würde!