Sonntag, 24. November 2013

Doppelwhopper: Gipfeltreffen beim Gruppenjodeln und WKSA 2013 2. Teil

Heute gibt es bei mir einen Doppel-Post.

Zuerst etwas Erfreuliches: ich habe mir meine bisher schönste Strickjacke, dank des Gruppenjodel-Knitalongs gestrickt.







Es handelt sich um die Jacke 123-9 von Drops. Gestrickt habe ich sie aus Nepal in der Farbe jeansblau. Bei den Knöpfen habe ich ganz bewusst tief in die Trachtenkiste gegriffen und Metallknöpfe mit Edelweißmotiv ausgewählt. Die Jacke liess sich superschnell stricken und ich trage sie sehr gerne und häufig. Also schon mal ein voller Erfolg.

Wie es um den Rest der Seilschaft bestellt ist, kann man hier bei unserer unerschrockenen Bergführerin Susa nachlesen. Und auch wenn Du im Moment den Berg nicht mehr rufen hörst liebe Susa, freue ich mich schon auf die nächste zünftige Bergtour mit Dir! Vielen Dank!

Dann zum zweiten - sehr unerfreulichen - Thema: das Weihnachtskleid 2013. Nach den vielen tollen Rückmeldungen von Euch, hatte ich mich ganz klar für meinen Favoriten das Ärmelvolantkleid von Schnittvision entschieden. Gestern beim Nähtreff kamen schon sehr starke Bedenken auf, da wir dort versucht haben, das Kleid von Nähfreundin C. zu verbessern. Ein Ding der Unmöglichkeit, nimmt man an der Schulter Weite weg, tuen sich Querzüge auf, aber vom Feinsten! O.k. dachte ich mir, guck mal was Nähfreundin Bronte aus dem Kleid gemacht hat (ich wusste nämlich, dass sie schon sehr fleißig war) und bei Schnittvision kommt es wirklich auf Zentimeter beim Ausmessen an. Das Ergebnis Ihrer Bemühungen könnt Ihr heute bei ihr sehen und für mich ist damit klar: Bye, bye du wunderschönes Kleid. Leider habe ich im Moment nicht die Nerven und die Zeit, mir an dir die Zähne auszubeissen. Aber, was nun?

Mein zweiter Favorit war das

Schöneberger Kleid mit dem Längsvolant. Wenn ich mir das aber nun so angucke, frage ich mich, ob mir das nicht einfach zu sexy ist?

Ein anderer Plan ist, das Burda Kleid 144
zu nehmen und stark zu verändern. Der Rockteil müsste komplett ausgetauscht werden, damit ich nicht aussehe, als würde ich bald das 3. Kind erwarten. Dafür könnte ich auch den Stoff verwenden, den ich hier für das Ärmelvolantkleid liegen habe.

Ich bin also komplett rat- und planlos! Wenigstens weiß ich schon, dass ich meiner Tochter dieses Jahr das Willemientje Kleid zu Weihnachten nähen werde. Man freut sich ja über Kleinigkeiten....

Wer sich für welchen Plan entschieden hat, sammelt Katharina im MMM-Blog und sie hat sich ganz schön was vorgenommen. Respekt!

Sonntag, 17. November 2013

Weihnachtskleid-Sew-Along 2013

Woran erkennt man einen richtigen Nähnerd? Unter anderem daran, dass der Nerd spätestens nach den Sommerferien beginnt, alle möglichen Kleiderschnitte auf Weihnachtskleidtauglichkeit abzuscannen!

In diesem Jahr weiß ich jedoch noch gar nicht, was ich mir nähen möchte. Eventuell muss ich die Karte "Ich nähe jetzt einfach, was die anderen alle nähen" ziehen.

Ich zeige Euch mal die derzeitigen Favoriten.

Nr. 1 ist das Ärmelvolantkleid von Schnitt-Vision. Ein wunderbares Kleid mit einer sehr raffinierten Schnittführung. Mit Schnitt-Vision habe ich bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Kleid hat jedoch seine Tücken und muss exakt auf Figur gearbeitet sein, was nicht ganz einfach ist.

Quelle: Schnittvision.de



Nr. 2 ist das Kleid 142 aus der diesjährigen August-Burda. Hier gefällt mir die Schnittführung auch sehr gut und (!) es ist ein Jerseykleid.


Nr.3  ist das Kleid 144 aus der September Burda vom letzten Jahr. Das Kleid hat Ähnlichkeit mit Kleid Nr. 1, da es ähnliche Ärmel hat. Das Rockteil ist mittig vorne und hinten stark eingekräuselt. Da bin ich mir sehr unsicher, ob das nicht womöglich extremen Schwangerschaftsalarm auslöst. Und das Decoltee gibt mal wieder alles!

Nr. 4. ist das Kleid Butterick 5951, das Tina zweimal so umwerfend schön umgesetzt hat.


Nr. 5 ist ein Kleid aus der Schöneberger Kollektion der Burda.


Nr. 6 ist auch aus der Schöneberger Kollektion. Ich finde es wunderschön, aber es hat kurze Arme. Was mache ich denn damit?


Ihr seht, ich brauche dringend Beratung bitte. Im letzten Jahr habe ich das Dodokleid und ein Wollkleid nach einem Butterickschnitt genäht, von dem mir gerade die Nummer entfallen ist. Das Dodokleid war der Kracher. Da ich es auch Romanit genäht habe, war es schick und bequem und das viele Essen hat auch gut Platz gefunden *ähem*.

Wer schon genau weiß, was er näht oder auch noch so unentschlossen ist, wie ich trifft sich heute auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog. Katharina begleitet uns auch dieses Jahr wieder auf dem Weg zur persönlichen Weihnachtsdeko. Vielen lieben Dank dafür!

Mittwoch, 13. November 2013

MMM # 13: Burda Wintermantel und Ottobre Shirt

Pünktlich zur kalten Jahreszeit habe ich ihn fertig bekommen: meinen ersten Wintermantel.


Genäht habe ich das Schnittmuster Burda 7483, Version A. Da es sich um ein Petite-Schnittmuster handelt und ich einen langen Mantel haben wollte, habe ich den Schnitt um 10cm verlängert.

Hier ist der oberste Knopf geöffnet. Das wird wohl meine bevorzugte Tragweise, damit der Schal mit reinpasst.

Hier mal ganz zugeknöpft und die Hände lässig in den Pattentaschen steckend.

Von der Seite....

...und von hinten.






Tadaaa: so sieht der Mantel von innen aus. Drunter trage ich außer meiner Lieblingsjeans ein Langarmshirt aus der aktuellen Ottobre. Das Shirt hatte ich schon als TfT abeschrieben, da die V-Ausschnitt-Blende leider trotz aller Sorgfalt unsauber aussah und ich mir außerdem alle Raffungen mit der Overlock abrasiert hatte.


Auf den Fotos schimmert das Weiß des BHs durch, was jedoch durch den Blitz verursacht wird und nicht "in Echt" zu sehen ist. Ich habe das Oberteil vom Unterteil abgeschnitten, neu eingekräuselt und zusammengenäht. 
Auf die verunglückte V-Blende habe ich eine Rüsche gesetzt, die ich aus Jerseystreifen unregelmäßig eingekräustelt habe.

Auch wenn das wahrscheinlich in jedem zweiten Post steht: es nervt mich, dass meine Zeitfenster für Aussenaufnahmen, bei denen dann das Wetter stimmt und ein Fotograf vorhanden sind, so klein sind. Die Innenfotos werden den Sachen einfach nicht gerecht. Der Mantel ist sehr dunkellila und das Futter ist bordeauxrot. Beide Stoffe sind übrigens von Aktivstoffe. Das Shirt ist auberginefarben und hat exakt den gleichen Ton wie mein Strickrock von letzter Woche.

Lucy zeigt heute, wie man einen echt wild gemusterten Stoff optimal zur Geltung bringen kann und führt uns heute durch die Me-Made-Mittwoch-Parade.


Mittwoch, 6. November 2013

MMM # 12: Drops Strickrock und Brigitte Basic Tee

Endlich ist er fertig: der arme Rock. Arm deshalb, da ich ihn schon im August begonnen habe und dann wochenlang unbeachtet in der Ecke habe liegen lassen. Die Verlockung meine Gruppenjodelstrickjacke zu stricken, war einfach größer. Aber egal, geschafft ist geschafft.



Gestrickt habe ich nach diesem Muster von Drops. Die Wolle ist Fabel in lila. Ich war sehr skeptisch, ob mir der Rock denn überhaupt gefällt, wenn ich ihn endlich fertig habe. Meine letzten Strickröcke waren fast knöchellange Schläuche Ende der 80er Jahre (OMG!). Ich mag meinen Rock. Ich muss nur noch einen Unterrock und ein Gummi einnähen, da er die Neigung hat, sich abwärts zu bewegen...

Mein Problem mit dem Rock ist jedoch: was trage ich dazu? Ich habe einen schwarzen Rolli, der dazu passt (mir aber leider überhaupt nicht steht) und das wars dann schon.

Auf die Schnelle habe ich in der letzten Woche dann mal den Schnitt Brigitte Basic Tee von Maria Denmark ausprobiert. Frau Buntekleider war sehr begeistert und auch meine Nähfreundin C. war sehr von diesem Schnitt angetan. Sehr erfreulich ist die schnelle Nähzeit. In einer guten Stunde war das Shirt/der Pulli zugeschnitten und genäht. Das Shirt ist aus einem gerippten Wollstoff vom Stoffmarkt in dunkelblau meliert. Die Schultern könnten beim nächsten Mal ein wenig verschmälert werden, ansonsten passt es prima.

Und schaut mal wie schön der Rock schwingt

Julia versammelt heute die Me-Made-Gemeinde in einem schönen Herbstkleid, das gar nicht nach Tristesse aussieht.

Sonntag, 3. November 2013

Kostüm-Sew-Along: Finale.....

....das war wohl nichts.

Ich habe nicht nur ein Kostüm, sondern auch noch einen Hosenanzug genäht. Mit dem Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das Kostüm bzw. den Hosenanzug habe ich bewusst sehr klassisch genäht, da ich dieses Basic für geschäftliche Termine benötige.





Mit der Jacke bin ich total unzufrieden. Die Passform ist schlecht, d.h. an sich habe ich sie gut angepasst, aber mir ist das alles zuviel Stoff auf der Vorderseite. Von hinten betrachtet ist sie gar nicht so schlecht und offen getragen auch besser als geschlossen, aber nicht gut.

Der Rock ist nach einem Simplicity Schnitt entstanden und ist mir von Anfang an zu groß geraten. Da ich dem Schnitt eh skeptisch gegenüber stehe, habe ich auf aufwendige Maßnahmen verzichtet und ihn quick&dirty enger genäht. Jetzt ist er wieder zu weit...aber das ist eine andere Geschichte.

Die Hose ist die sogenannte Zigarettenhose von Schnittvision. Diese Hose saß perfekt. Ich musste nur eine Hohlkreuzanpassung vornehmen, sonst prima. Jetzt ist sie mir auch zu weit, da ich im letzten Monat knapp 5kg abgenommen habe. Das ist sehr erfreulich, gibt meinen Klamotten jedoch den Todesstoss bevor ich sie überhaupt getragen habe.

Trotz des eher ernüchternden Ergebnisses, war der Sew-Along für mich eine tolle Sache. Ich habe wieder ein paar Dinge über das Nähen und auch über Schnittvorlieben von mir gelernt. Den Stoff für das nächste Kostüm - nach ganz anderem Schnitt - habe ich letzten Sonntag mit Nähfreundin C. auf dem Stoffmarkt besorgt. Da geht noch was!

Meine Kinder haben mich übrigens beide verstört angeguckt und gefragt, ob ich heute arbeiten gehe...Nein, erst morgen wieder!

Vielen Dank an Catherine für das Hosten des Sew-Alongs! Die anderen Ergebnisse kann man sich hier im Me-Made-Mittwoch Blog anschauen.