Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014

2014 geht; zum Glück. Aus verschiedenen Gründen war dieses Jahr nicht mein Jahr. Passiert ist jedoch eine ganze Menge:

Nähen, Stricken & Co.:

Ich habe sehr viel selbstgemacht. Auf eine Aufzählung oder komplette Verlinkung der einzelnen Kleidungsstücke werde ich an dieser Stelle mal verzichten. Mit der Oberteilschwäche habe ich mich sehr eingehend beschäftigt und wirklich viele T-Shirts, Langarmshirts und Blusen genäht. Außerdem habe ich eine neue Minoru-Outdoorjacke und ein Lady-Grey-Kurzmäntelchen genäht. Natürlich waren auch einige Kleider, Hosen und Röcke und sogar eine Art Dirndl mit von der Partie.
Gestrickt habe ich mir drei Strickjacken, eine fast fertige Sinnesfrid-Weste (muss Wolle nachbestellen) und habe eine weitere Strickjacke auf den Nadeln.

Im Mai habe ich am Me-Made-May von "So, Zo..." teilgenommen, der mich in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit dem, was ich trage und was mir steht, gebracht hat. Ich mache mir seit Monaten Gedanken darüber, was ich tragen und nähen möchte. Durch meinen Job, der sich zu 2/3 im Home-Office abspielt, bin ich viel zu Hause und stelle fest, dass ich an den meisten dieser Tage keine Lust auf Kleider & Co. habe. Meist greife ich zu meinen heißgeliebten Jeanshosen und einem selbstgenähten (!) Shirt/Bluse. Ich mag Kleider sehr gerne und ziehe diese vor allem im Sommer auch häufig an. In den anderen Jahreszeiten gewinnt aber die Gemütlichkeit. Auch Frau Fädchens Urlaubspost hat mich angeregt, mir darüber Gedanken zu machen, was ich wirklich trage und mich beim Nähen darauf konzentrieren sollte, denn die Nähzeit ist - wie bei den meisten - begrenzt. Unter anderem hat dies dazu geführt, dass ich mir in diesem Jahr kein weiteres Weihnachtskleid genäht habe, sondern eine partytaugliche und hoffentlich gut kombinierbare Tunika. Dieser "Selbstfindungsprozess" ist noch nicht abgeschlossen und ich werde mal sehen, wie es für mich weitergeht in Sachen perfekter Kleiderschrank.

Bloggen:

Mein Jahres-Highlight schlechthin war die AnNäherung im Januar in Bielefeld. Ein wunderschönes Erlebnis, von dem ich wirklich lange zehren konnte.
Teilgenommen habe ich an zwei Stoffwechselaktionen, im Frühjahr und im Herbst, die mir wahnsinnig viel Spaß gemacht haben. Hierbei fand ich das Stoff aussuchen für meinen Wichtel jeweils ganz besonders toll. Ich habe beidesmal großes Glück gehabt und zwei tolle Stoffe bekommen, aus denen zwei wunderbare Kleider wurden.
Frühlings-Stoffwechsel-Kleid
Herbst-Stoffwechsel-Kleid

Im November fand das Köln-Bielefeld-Treffen statt, was herzliche Wiedersehensfreude, intensive Gespräche und einen tollen Shopping-Trip nach Krefeld ermöglichte.

Arbeiten:

Seit Februar habe ich endlich wieder eine neue (alte) Chefin. Dadurch und durch die Nachbesetzung aller vakanten Führungspositionen (mein Bereich war ein Jahr lang komplett führungslos) ist viel Ruhe im Job eingekehrt. Die Arbeitsbelastung ist nach wie vor sehr hoch und ich baggere immer weiter an einer Erhöhung meines Stundenpensums auf mindestens 80%, lieber wieder Vollzeit. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass solche Entwicklungen bei uns immer wieder sehr schnell möglich sein können, also abwarten.
Meinen Vorsatz für das Jahr 2014 bzw. mein Mantra habe ich extrem gut umsetzen können. Es lautete: Ich werde nicht dafür bezahlt, die XY zu retten. Diesen Satz hat mir Ende 2013 meine Kollegin gesagt, als ich mal wieder total am rotieren war und den habe ich im Hinterkopf behalten.

Und sonst so:

Ich bin Mutter eines Pubertisten in der 8. Klasse. Alle ebenfalls Betroffenen bzw. die, die es überlebt haben, wissen was ich meine.....Trotz aller Widrigkeiten ist jedoch ein Silberstreifen erkennbar und das Thema Schule ist wieder in ruhigere Wasser geraten.
Leider haben der Stress und die nervliche Belastung bei mir zu einer nicht gerade stabilen gesundheitlichen Situation (nicht dramatisches, aber immer angekränkelt)  und einigen Frustkompenstationskilos mehr auf der Waage geführt (Holy Shit!).
Sport habe ich trotz allem sehr regelmäßig betrieben, im Rahmen meiner Möglichkeiten...Den Vorsatz mit dem Joggen anzufangen, musste  ich wegen meiner kaputten Knie leider aufgeben. Seit einigen Monaten mache ich jedoch sehr viele stabilisierende Übungen im Fitness-Studio, die meine Knie deutlich gestärkt haben. Da geht also noch was.
Die Tochter war in diesem Jahr zum ersten Mal ohne uns weg: zwei Wochen Zeltlager. Ich bin ja echt keine Glucke, aber ich habe sie schon seeehr vermisst und war sehr froh mein völlig verdrecktes, aber sehr glückliches Kind wieder in die Arme nehmen zu können.


Allen meinen Leserinnen wünsche ich für das neue Jahr viel Glück, Gesundheit, Lachen und Liebe. Ich möchte mich für alle Kommentare, die ich bekommen habe, herzlich bedanken; sie sind mir sehr wertvoll.
Das virtuelle (und zum Teil auch das reale) Leben mit Euch ist schön, bereichernd und macht mir viel Freude.


Sonntag, 21. Dezember 2014

WKSA Finale: Rockin around the Christmastree

Heute ist Finale des. Ich habe mich in diesem Jahr gegen ein Kleid und für eine Party-Tunika entschieden. Und da Weihnachten ja aus drei Tagen besteht, haben auch das Herbst-Stoffwechsel-Kleid und Babsi aus dem letzten Jahr noch einen Trageanlass.

 Es ist ein Plus-Schnitt aus der diesjährigen November-Burda, der von Burda leider in einem so unruhigen Stoff umgesetzt wurde, dass die Schnittdetails nur durch die technische Zeichnung erkennbar waren. Die Tunika liess sich sehr schnell nähen. Die angesetzten Volants habe ich mit der Ovi gerollsäumt.
Der Stoff ist von Fashion for Designers, eine smaragdgrüne Viskose mit extrem flutschigem, seidigem Fall. Perfekt. Kombiniert habe ich die Tunika mit einer Kunstlederhose. Das Kunstleder ist nur auf der Hosenvorderseite, die Rückseite ist schwarzer Stoff. Dazu gab es ein wenig neues Geschmeide in dunkelgrau: Kette, Armbänder und Ohrhänger.
Wie man hier sieht, ist es eine Vokuhila-Tunika. Ich finde den Schnitt genial. Lässig-schick, sehr bequem und der Volantsaum umspielt gnädig gewisse Körperpartien...

Alle anderen selbstgemachten Weihnachtsoutfits sind unter wunderbar gekleideter Schirmherrschaft von Dodo und Frau Kirsche im Me-Made-Mittwoch-Blog zu bewundern.

Freitag, 19. Dezember 2014

Ich nähe einen Quilt #2: Nähen des Tops

Weiter geht es mit Teil 2 meiner kleinen Doku-Soap.

Nach dem ich den Zuschneidemarathon gemeistert hatte, konnte ich mit dem Nähen loslegen. An jedes Musterquadrat habe ich zunächst zwei kürzere Uni-Streifen genäht.

Dann habe ich alle Nahtzugaben jeweils zu einer Seite weggebügelt. Damit nichts durchscheint, habe ich die Nahtzugaben immer in die Unistreifen gebügelt.

Dann kamen noch an jeden "Block" zwei längere Streifen dran, danach wieder alles schön bügeln.

So sieht dann ein fertiger Block aus.

 
 Und so die Rückseite:
Mal ganz locker ein paar Blöcke nebeneinander gelegt
Könnte man auch so zusammennähen. Für dieses Muster sind mir meine Stoffreste allerdings zu langweilig und deshalb habe ich nun jeden Block einmal längs und einmal quer halbiert, so dass aus einem großen Block 4 kleinere Blöcke werden. Diese Blöcke habe ich dann nach meinem Musterplan arrangiert:

So gefällt mir das schon besser!

Dann habe ich die Blöckchen jeder kurzen Reihe aneinander genäht, so dass Streifen entstanden sind. Natürlich wieder schön die Nahtzugaben wegbügeln nicht vergessen! Danach werden die Streifen aneinander genäht und wieder das Bügeleisen geschwungen.

Fertig ist das Top:

Ich habe alle Nähte mit füsschenbreiter Nahtzugabe (1cm) genäht und trotzdem sind die Blöcke bzw. Blöckchen nicht gleichmäßig. Vermutlich wirken sich schon 1-2mm Versatz beim Rollschneiden oder Nähen aus. Aber wisst Ihr was? Es stört mich nicht.

Das Top ist ganz schön geschrumpft und misst jetzt nur noch 115x158 cm. Das ist mir eigentlich zu klein. Was mach ich jetzt am besten? Nähe ich noch einen Uni-Randstreifen von ca. 15cm Breite drumherum oder würde das das Muster zusehr stören? Das Binding wollte ich eigentlich in dem Uni-Khaki-Ton machen, da der Quilt schon farbig genug ist. Da muss ich mal in mich gehen und nachdenken.....

Jetzt wird das Top eh erstmal weggelegt, denn ich warte auf eine Lieferung aus Dänemark, da ich die glorreiche Idee hatte, meinem Vater zu seinem Geburtstag (am Montag!) eine Fleecejacke zu nähen. Ein bisschen Wahnsinn gehört halt zum Nähnerd-Leben auch dazu.




Mittwoch, 17. Dezember 2014

Ich nähe einen Quilt #1: Der Plan und der Zuschnitt

Es ist schon merkwürdig, dass man Dinge, die man vor Jahren für sich selber noch ausgeschlossen hat, irgendwann dann doch macht. Genau so geht es mir mit dem Thema "Quilt". Schön fand ich sie eigentlich immer (o.k. nicht alle) und hatte einen Mordsrespekt vor der handwerklichen Leistung und der Geduld der Quilterin.

Geduld gehört immer noch nicht zu meinen Stärken, aber ich habe kaum noch Angst vor handwerklichen Herausforderungen, entweder es klappt oder eben nicht. Außerdem muss ich ja nicht gerade den mega-aufwendigen-kleinteiligen-jederFehleristsofortsichtbar-Quilt nähen, ne?

Katharina hat mir in ihren wertvollen Posts zur Entstehung ihrer Quilts schon viel Angst genommen und die Lust verstärkt, endlich auch mal in das Thema einzusteigen. Bei ihr bin ich auch auf den Link zu
Crazy Mom Quilts gestossen und habe dort das Muster für meinen ersten Quilt entdeckt.

Der Plan: Es wird der Movin-on-up-Quilt. Ich denke, er ist nicht zu anspruchsvoll (bedenkt meinen Nickname!) aber auch nicht zu langweilig.

 Da ich Pläne und Listen liebe, habe ich schon vor Wochen, den Quiltplan erstellt. Der Quilt soll unser Sofa verdecken schmücken und als Kuscheldecke dienen.
Hier ist mir ein erster Fehler unterlaufen, der jedoch überhaupt nicht schlimm ist. Ich muss die doppelte Menge Streifen zuschneiden!

Für die Musterquadrate nehme ich Stoffreste und ausgemusterte Kleidungsstücke aus dem Fundus. Hier fand sich noch jede Menge rosa-rot-pink und einiges in blau-grün. Kombiniert wird das ganze mit einer neutralen Farbe. Entschieden habe ich mich für khakifarbenes Baumwollleinen von Stoff und Stil. Das passt farblich sehr gut in unser Wohnzimmer und erdet die bunten Musterquadrate.

Für die Quadrate habe ich mir eine Pappschablone in der benötigten Größe erstellt. Für die Streifen zwar auch, aber dann nicht benutzt. Bei den Streifen habe ich einfach 7cm breite Streifen in Stoffbreite geschnitten und hinterher in die richtige Größe geschnitten. Mit Rollschneider, Schneidematte und großem Lineal war das recht einfach und schnell erledigt.

Weiter geht es dann mit dem Nähen der Blöcke in Teil 2 meiner kleinen Doku-Serie. Stay tuned.

Samstag, 6. Dezember 2014

HerrMann Premiere an Nikolaus

Heute gibt es eine kleine Premiere bei mir, denn ich nehme heute zum ersten Mal an Monikas inspirierender Aktion HerrMann teil. Ich verfolge schon lange, was so für die Männer der Nähnerds genäht wird, habe aber bislang noch nichts für Herrn Huddel+Brassel genäht.


Genäht habe ich ihm nun das Langarmshirt Walcheren von Schnittreif. Da es eine Überraschung sein sollte, konnte ich natürlich keine Anprobe und Anpassung vornehmen. Ich finde es aber für den ersten Versuch ganz o.k. und weiß nun, was ich bei den Folgemodellen ändern muss.

Das Bündchen bzw. die Ansatznaht hätte ich mal noch bügeln sollen, so schlägt sie ein paar Wellen.

Der Schnitt ist dem Schnitt Föhr sehr ähnlich, lediglich besteht bei Walcheren noch die Möglichkeit, den Ärmel mit einem Streifen zu unterteilen, was ich als ganz nette Gestaltungsmöglichkeit empfinde.
Die Jersey sind die Basic-Jerseys von Butinette, die ich zum ersten Mal ausprobiert habe und recht angetan bin, von dem schönen Griff.

Fazit: Der Mann ist sehr zufrieden, ich auch. Jerseys für 2 weitere Modelle liegen schon bereit und ein Kapuzenhoodie ist geplant. Wenn ich da mal nicht fleißig mein Nähkarma verbessere!

Mir hat der Nikolaus aber auch was Tolles gebracht:

Damit ist dann klar, was ich mir auf der AnNäherung im Januar nähen werde. Jetzt muss ich nur noch
Stoff & Co. kaufen.

Edit: Ich habe Monikas Tip umgesetzt und die Bündchen abgeschnitten und aus dem dunkelgrauen Jersey gedoppelt angenäht. Viel besser!



Sonntag, 30. November 2014

Stoffwechsel-Finale

Beim Herbst-Stoffwechsel gehöre ich eindeutig zur Oberstreber-Fraktion, denn mein Kleid habe ich letzte Woche schon getragen.

Ich bekam einen traumhaft schönen dunkelblauen Baumwoll-Stretch-Jaquard und es war komplett Liebe auf den ersten Blick. Auf dem Stoff steht mein Name, passender wäre nicht möglich gewesen. Und da ich peinlicherweise bei der Stoffvorstellung meiner Stoffpatin gar nicht wirklich gedankt habe, möchte ich das hier und jetzt nachholen: DANKE!!! Du hättest wirklich nichts Besseres für mich finden können und ich hoffe sehr, dass Dir auch gefällt, was ich daraus gemacht habe.

 Ich habe den Schnitt Old School Teacher aus der Ottobre genäht und bin sehr zufrieden mit der Wahl. Da der Ärmel bzw. der Armausschnitt nicht so toll waren, habe ich das Armloch und den Ärmel eines gut passenden Butterick-Modelles auf den Schnitt übertragen.
 Der Stoff spricht für sich und braucht meiner Meinung nach einen schnörkellosen Schnitt und kein Chichi.
 Am vergangenen Wochenende haben meine Schwiegereltern ihre Goldhochzeit gefeiert und für diesen Anlass wollte ich das Kleid unbedingt fertig haben. Und da die Feierlocation schon weihnachtlich dekoriert war, seht Ihr, dass sich dieses Kleid auch extrem gut als Weihnachtskleid macht. Für mich war somit klar, dass ich kein weiteres festliches Kleid in diesem Jahr mehr nähe und trotzdem auch ein Weihnachtskleid habe.
Durch den Stretch ist dieses Kleid unglaublich bequem. Ich könnte es an den Seiten noch enger nähen, es sitzt eher locker. Hat aber für mich irgendwie etwas 60ies-mäßiges. So gut, wie bei diesem Kleid, habe ich noch nie den nahtverdeckten Reissverschluß eingenäht....Ich muss ihn aber gar nicht öffnen, wenn ich das Kleid anziehe, so stretchig ist der Stoff.
Das Kleid habe ich komplett (bis auf die Ärmel) gefüttert und alle Säume von Hand genäht. Nähmaschinensäume wären mir hier frevelhaft vorgekommen und Blindstich kann meine Brother nicht gut.

Ich habe mich letzten Sonntag sehr wohl gefühlt in dem Kleid und werde überlegen, wie ich das Kleid downtunen kann, damit es im Alltag auch öfter seinen Platz findet.

Also nochmals, vielen lieben Dank an meine Stoffpatin und an Frau Siebenhundertsachen und
Lotti Katzkowski für die wunderbare Aktion. Ich habe keine Ahnung, wer mich bewichtelt hat, tippe mal auf jemand aus dem großen B. Aber wer genau?

Alle anderen Finalistinnen versammeln sich im Lauf dieser Woche hier. Auch an allen anderen Teilnehmerinnen geht mein Dank: es war schön mit Euch allen gestoffwechselt zu haben!

Samstag, 29. November 2014

Plätzchentausch

Im letzten Jahr berichtete Monika über eine Plätzchentausch-Aktion, die sie in ihrem Freundeskreis gemacht hatte. Von der Idee war ich so begeistert, dass ich dies auch gerne umsetzen wollte. Liebe Monika, vielen Dank für die Inspiration!

Da wir eine sehr nette Nachbarschaft haben, habe ich meine Nachbarn zu dieser Aktion eingeladen und wir waren dann auch 10 Familien, die gebacken haben.

Jeder von uns durfte gestern so einen Karton mit 10 verschiedenen Plätzchensorten mit nach Hause nehmen.
Monika hatte letztes Jahr ganz tolle Fotos von den Plätzchen gemacht, dazu blieb mir leider keine Zeit. Meine verfressene neugierige Familie wollte direkt mit der Verkostung beginnen und so blieb nur Zeit für ein paar schnelle Handyfotos.

Ein Plätzchen-Highlight hat meine liebe H. aus Nr. 25 gebacken: Feenspitzen. Sooo lecker, unbedingte Nachbackempfehlung!

Und natürlich haben wir nicht einfach nur unsere Plätzchen ausgetauscht und sind unserer Wege gegangen...Ich habe mit H.s Hilfe den Weg vor unseren Häusern schön beleuchtet, Stehtische aufgestellt, weißen und roten Glühwein, sowie Kinderpunsch für die Kinder Kinder warmgemacht und dann haben wir sehr stimmungsvoll und gemütlich mit den Nachbarn den Advent eingeläutet. Es war sehr, sehr schön!
Die Wiederholung für nächstes Jahr ist schon beschlossen.



Mittwoch, 26. November 2014

MMM #31: Alma-Bluse aus Jersey

Guten Morgen liebe MMM-Gemeinschaft. Heute hat der Pubertist schulfrei und so kann ich mich heute mal wieder bei der wöchentlichen Parade von Frauen in selbstgenähter Kleidung beteiligen.

Heute zeige ich mein neuestes "Experiment": eine Alma-Bluse von Sewaholic aus Jersey.
Der Jersey ist ein nicht zu flutschiger Viskosejersey mit mittlerer Elastizität vom Stoffmarkt.
 Die Bluse habe ich komplett nach Anleitung genäht. Den seitlichen Reissverschluß und die Ärmelmanschetten habe ich jedoch weggelassen.
 Ich bin sehr begeistert von meinem Experiment. Denn die Bluse ist wirklich saubequem, da kneift gar nichts an den Ärmeln oder engt die Bewegungsfreiheit ein. Trotzdem ist die Jerseybluse schicker als ein einfaches Shirt. Kombiniert habe ich die Bluse mit einem meiner Maxima-Röcke aus der Mai-Knip-Beilage 2014 und mit meinen allerliebsten Gabor-Stiefeletten, in denen ich z.Zt. quasi wohne.
Ich wollte Euch noch ein Foto zeigen, wie die Bluse draußen getragen aussieht, aber dem Fotografen war es wohl zu kalt, um zu warten, bis ich die Bluse zurecht gefummelt hatte. Drüber getragen zum Rock sieht es jedenfalls nicht schön aus, soviel sei gesagt. Allerdings habe ich die Länge so bemessen, dass es drüber getragen zu Hosen gut aussieht.

Demnächst möchte ich einen richtig klassischen Blusenschnitt aus Jersey ausprobieren, muss mir aber eine Lösung für die Knopflöcher einfallen lassen, da meine Brother mit Knopflöchern in Jerseystoffen schlichtweg überfordert ist.


Sonntag, 16. November 2014

WKSA 2014: Kein Weihnachtskleid für mich

Der WKSA ist mein liebster Sew-Along und eigentlich scanne ich das ganze Jahr über schon Schnitte, die für das aktuelle Modell in Frage kommen. Auslassen kommt eigentlich nicht in Frage.  Eigentlich.

Andererseits ist es aber nun so, dass ich mir gerade ein sehr festliches Kleid aus meinem Stoffwechselstoff nähe und das Kleid vom letzten Jahr kein einziges Mal nach Weihnachten aus dem Schrank durfte. Außerdem kommt hinzu, dass sich die letzten stressigen, anstrengenden und nervigen Monate auch negativ auf meine Figur ausgewirkt haben und ich mir im Moment höchstens ein Jerseykleid nähen würde.

Was mich aber spontan in der letzten Burda angelacht hat, ist diese Tunika

Das ist ein Teil, was mir im Moment unglaublich gut gefällt.  Ich würde es mit einer engen Hose kombinieren. Das wäre auch ein schönes Silvesteroutfit. Stoff habe ich evtl. da. Bei Fashion for Designers habe ich einen wunderbaren smaragdgrünen (ich?) Viskosestoff mitgenommen, der sich prima für die Tunika eignen würde und ich könnte auch mal ausprobieren, mit Schmucknieten oder ähnlichem zu spielen.

Hier sind mal die Weihnachtskleider, die nie oder fast nie aus dem Schrank kommen:

Babsi Schöneberger aka Weihnachtskleid 2013



Butterick (Nr. ???) - 2012 (eigentlich schon geplant für 2011)

Dodokleid - 2012
So schön die Kleider auch sind, so overdressed fühle ich mich in ihnen in meinem Alltag und ich will definitiv kein Anlasskleid nähen. Daher ist für mich klar, es wird kein festliches Weihnachstkleid in diesem Jahr geben, denn ich könnte eines der 3 oberen Modelle anziehen oder mein Stoffwechselkleid und außerdem ist mir im Moment eher nach einer lässig-schicken Tunika-Hosen-Kombi. Mal sehen, was es wird......

Alle anderen Teilnehmerinnen zeigen hier ihre Pläne. Die Organisation des diesjährigen Sew-Alongs haben dieses Jahr Dodo und Frau Kirsche übernommen. Vielen Dank dafür Ihr Lieben!

Mittwoch, 5. November 2014

MMM#30: Bluse Girly Touch und Rock Norma

Heute bin ich im Ottobre-Komplett-Look bestehend aus dem Rock Norma und der Bluse Girly Touch aus der Ottobre 05/2013.

Norma habe ich aus einem dickeren, grauen Wollstoff genäht. Der Stoff hat ein in sich gewebtes diagonales Streifenmuster. Ich wollte, dass sich die Diagonalen vorne mittig treffen (daher die Mittelnaht), bin aber auf Grund meines kaum vorhandenen räumlichen Vorstellungsvermögens gescheitert, ähm ja, ist halt so.

Die Bluse habe ich aus einem ganz wunderbar weich fallenden, leichten Baumwollgabardine genäht; ein echtes Traumstöffchen. Bei der Knopfleiste, dem Kragen und der Schulterpasse habe ich hellgraue Paspel eingesetzt. In Kombination mit den kleinen silbernen Knöpfchen gefällt mir das ganz gut.

Entschuldigt bitte die mega-bescheidenen Fotos: Handy, schlechtes Licht, begrenzte Laune beim Fotografen und Klamotten verknittert nach einem Tag im Büro. Im Moment bin ich relativ näh- und internetabstinent, da im analogen Leben einfach so viel los ist. Abends bin ich dann zu kaputt, um noch in meinen Nähkeller runterzusteigen. Immerhin habe ich gestern abend meine heißbegehrte dunkelblaue Strickjacke fertig gestrickt, d.h. nicht, dass die Fäden vernäht und die Knöpfe dran sind......

Dodo zeigt heute als Gastgeberin beim MMM ein tolles Oberteil aus der Vintage-Burda, was ihr supergut steht. Diese Leo-Knöpfe!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

MMM #29: Twist-Knot Ottobre 02/2013

Nachdem ich in der letzten Woche beim MMM ein Knotenkleid nach dem Ottobre-Schnitt sah, fiel mir wieder ein, dass ich diesen Schnitt schon längst mal ausprobieren wollte. Ein neues Knotenkleid war ohnehin angesagt, da ich gemerkt habe, dass es zu meinen absoluten Everyday-Basics gehört.

Auf einem der letzten Stoffmärkte habe ich einen einfachen anthrazitfarbenen Viskosejersey gekauft. Leider habe ich nach dem Waschen gemerkt, dass der Stoff irgendwie verfärbt war, allerdings sehr mustermäßig. Eine Art Rautenmuster in schmutzig violett-braun. Auf Grund dessen habe ich den Stoff mit der linken Seite nach außen verarbeitet (die war nämlich in Ordnung), öfter mal was Neues....



Das Kleid gefällt mir gut. Es ist doch deutlich "hochgeschlossener" als das Zwiebelknotenkleid. Hier trage ich es zwar mit Top, aber es geht auch ohne. Ich war sehr glücklich über mein Top, da ich mir gestern in einem Schulungsraum echt den A.... abgefroren habe, dank schlecht eingestellter Klimaanlage *brrrr*.

Ich freue mich schon auf heute abend: da werde ich sehen, was andere Frauen an selbstgemachter Kleidung tragen und wer weiß, vielleicht habe ich ja wieder eine spontane Inspiration für die kommende Woche.

Julia trägt heute eine tolle Jacke, die mal abgesehen von der Größe (ähem) auch gut in meinen Kleiderschrank passen würde.


Samstag, 18. Oktober 2014

Herbst-Stoffwechsel: Mein Stoff - mein Plan

Heute zeigen alle Teilnehmerinnen ihre Stöffchen und präsentieren ihre Pläne. Ich bin mal seeehr gespannt, was meine Stoffwechsel-Partnerin vorhat....
Liebe Frau 700Sachen und liebe Lotti, habt vielen Dank für die Organisation und das glückliche Händchen beim Losen!

Ich bekam vor ein paar Wochen einen wirklich traumhaften Stoff. Es war Liebe auf den ersten Blick!
Ein dunkelblauer (1. Treffer) Stretch (2. Treffer) Jaquard ( 3. Treffer) aus Baumwolle (4. Treffer).
Ich bin immer noch ganz verliebt und begeistert. Aber seht selbst. Der Stoff hat eine Seite mit einem tendenziell helleren Hintergrund und dunklen Ornamenten - ich denke das ist die Vorderseite- und eine Seite mit dunklerem Hintergrund und helleren Ornamenten. Bei der Rückseite haben die helleren Ornamente schon fast so einen Spitzenmuster-Charakter.


Das ist vermutlich die Vorderseite des Stoffes. Bild 2 gibt die Farbe realistischer wieder.


Und hier die Rückseite, die mir auch außerordentlich gut gefällt.

Mein Wichtel schlug mir ein Etuikleid vor und das war auch genau das, woran ich bei diesem Stoff dachte. Der Stoff ist edel und schreit nach einem schlichten Schnitt. Durch den nicht unerheblichen Stretchanteil wird das Kleid aber auch sehr bequem sein, was ich sehr wichtig finde.

Ein Probemodell habe ich genäht von Simplicitiy 7373.

Was bin ich froh, dass ich mir diese Arbeit gemacht habe, denn das Probemodell ist sofort in die Tonne gewandert. Der Schnitt mit den ganz langen ununterbrochenen Stoffbahnen ist überhaupt nichts für mich. Entschieden habe ich mich jetzt für ein Modell aus einer älteren Ottobre, nämlich Old School Teacher.

Von dem Oberteil habe ich auch mal ein Nesselmodell genäht und das passt prima. Das einzige Problem sind für mich die Ärmel. Eigentlich wollte ich sowieso ein ärmelloses Etuikleid nähen und das Kleid dann entweder mit Longsleeve oder Jäckchen drüber tragen. Bei dem Ottobre Kleid finde ich die kurzen Ärmel aber sehr schön. Mein Problem ist nur: sie passen mir überhaupt nicht. Ich habe schon das Armloch vergrößert und dem Ärmel an den Seitennähten etwas mehr Weite gegönnt, geht aber immer noch nicht. Sehr schade, aber dann wird es halt ärmellos.

Jetzt muss ich mir nur noch darüber klar werden, welche Stoffseite ich verarbeiten möchte. Was meint ihr?

P.S. Ich habe überhaut keine Ahnung, wer mich so toll beschenkt hat!


Mittwoch, 1. Oktober 2014

MMM #28: Bei mir piepts!

Mein gestriges Outfit besteht aus einem dunkelblauen Feincord-Rock nach dem Schnitt 109 aus der Knip-Maxima-Beilage vom Mai diesen Jahres. Das ist mittlerweile der 3. Rock seiner Art. Hier habe ich den Ersten gezeigt, einen aus Stretch-Jeans habe ich noch nicht verbloggt und nun ein weiteres Modell; ein einfaches Basic-Teil.


Bei dem Rock habe ich übrigens, an Stelle des klassischen Schlitzes mit Untertritt, eine Diorfalte genäht.

Bei der Shirtbluse war ich mal ganz fix. Es ist das Modell 136 aus der Oktober Burda diesen Jahres; ja Ihr habt richtig gelesen. Meistens kaufe ich mir die Burda ja doch nicht, weil mich nichts überzeugt und wenn ich sie mir dann kaufe, muss sie erstmal gut abgelagert sein, bevor ich daraus etwas umsetze oder ich greife auf das umfangreiche Download-Portal zurück. Hier war das aber anders und das kam so:

Vor ein paar Wochen war ich mit Frau Fädchen in Sachen Stoffwechsel-Shopping unterwegs und da geriet uns dieser wunderbare seidenartige Viskosestoff mit dem entzückenden Vögelchenprint in die Hände. Mein Glück war, dass der Stoff aus diversen Gründen für Frau Fädchens Stoffwechsel-Partnerin nicht in Frage kam, also habe ich ihn einfach mal mitgenommen, ohne zu wissen, was aus ihm mal werden soll.

Dann habe ich mir vor zwei Wochen morgens die Burda für die Bahnfahrt in die Stadt gekauft und Zack, da war sie

Bildquelle: Burdastyle.de
Die Kombination aus Webstoff und Jersey finde ich generell spannend, also schnell passenden Viskosejersey besorgt und genäht. Ich fühle mich sehr wohl in der Bluse und sie macht sich auch gut zu Jeans. Die Silhouette ist für mich  ungewöhnlich, da ich meist lieber körpernah nähe...Ihr wisst schon: Sackgefahr. Hier ist das aber durch den wunderbar weich fallenden Stoff  und die Kombination mit dem engen, kurzen Rock was anderes.

Heute gibt es schon wieder eine Premiere beim MMM, denn heute ist Dodo die Gastgeberin in einem tollen afrikanischen Rock.

Sonntag, 28. September 2014

Sonntagskuchen #6: Zweierlei Strietzel

An diesem Wochenende habe ich mal was ganz Neues ausprobiert. Ich habe zwei Strietzel gebacken; einen mit Quark und einen mit Mohn.

Eine solche Sauerei habe ich selten veranstaltet. Die Füllungen waren jeweils relativ flüssig und haben beim Aufrollen und Verflechten ganz schön gesuppt. Einen Schönheitspreis gewinne ich mit den beiden nicht, aber schmecken tuen sie.


Den Quarkstrietzel habe ich nach diesem Rezept gebacken. Die Teigmenge habe ich direkt verdoppelt und habe dann die Mohnfüllung nach diesem Rezept (so etwa) gemacht.

Heute habe ich noch einen Kuchen bekommen als Dankeschön für Fahrdienst beim Kindergeburtstag der Freundin meiner Tochter. Kleine süße Sauerei, sag ich dazu nur....yummy.


Das Rezept für den Himbeer-Quark-Kuchen von letzter Woche habe ich übrigens noch gefunden und verlinkt, falls wer interessiert daran ist.

Monika hat heute wieder die spätsommerliche Kaffeetafel für uns gedeckt. Vielen Dank für diese schöne Aktion.