Mittwoch, 30. Juli 2014

Dirndl-Sew-Along Teil 2: Wir haben uns entschieden für Stoff und Schnitt

Bei der Überschrift dieses Posts musste ich doch lachen...von Entscheidung kann bei mir noch nicht so richtig die Rede sein!

Eine Entscheidung habe ich getroffen: zunächst* (ja, Ihr lest richtig, später mehr) nähe ich mir eine Mieder-Rock-Blusen-Kombi und ich habe mich sogar für einen Schnitt für Mieder und Bluse entschieden, schon downgeloadet und zusammengeklebt.

Es ist der Schnitt Burdastyle 7032.

Vorteil ist, dass es sich um einen Plusschnitt handelt und ich es für mich etwas leichter habe, zwischen den Größen zu gradieren, falls das erforderlich sein sollte. Bei diesem Schnitt gefällt mir auch die Bluse ganz besonders gut, denn sie ist schön schlicht und ich mag diese kleinen Fältchen am Oberarm sehr.

Ich möchte mir gerne ein großstadttaugliches, monochromes Dirndl nähen. Ich schwanke zwischen dunkelblau und bordeauxrot mit starker Tendenz zu dunkelblau. Die Bluse muss nicht zwingend weiß sein (steht mir eh nicht so besonders), sondern vielleicht rot oder grau oder....Ich möchte gerne unterschiedliche Stoffe verarbeiten, aber alle in dunkelblau. Das Mieder würde ich gerne im mittigen Teil aus dunkelblauem Jaquard verarbeiten und in dunkelblau paspeln. Außerdem überlege ich auch eine dunkelblaue Froschgoscherl-Bordüre am Miederausschnitt zu platzieren, denn ich möchte auf jeden Fall handwerkliche Dirnd-Details umsetzen.

Und jetzt brauche ich Eure Hilfe! Ich habe überhaupt keine Ahnung, was ich mit dem Rock machen soll. Eigentlich würde ich sehr gerne einen richtigen gestiftelten Rock nähen, alleine schon, weil ich dieses Technik gerne ausprobieren möchte. Ich habe aber einen Heidenschiss davor, wie eine wandelnde Tonne auszusehen, denn ich bin nur 1,65m groß und habe Größe 44. Dann dachte ich auch schon mal an einen halben Teller, habe aber noch das Hollyburn-Debakel im Hinterkopf.

Gut stehen mir schmale oder A-Linien-Röcke, aber passt das noch zu Bluse und Mieder?Bei dem Originalrock hadere ich mit der über dem Bauch angebrachten Kräuselung und der Länge. Mein Rock soll max. kniebedeckend sein.

Was den Stoff betrifft habe ich bei Stoff und Stil einen schönen dunkelblauen Jaquard gefunden.
Zu dem Mieder kann ich mir auch gut den marineblauen Twill von S+S vorstellen, ebenso für einen schmaleren Rock. Für einen weiten Rock brauche ich aber was Leichteres und habe jetzt, obwohl ich bügeln echt hasse, an Baumwollleinen gedacht.

Wie Ihr seht, ist Hilfe wirklich von Nöten. Was meint Ihr? Welche Rockform sollte es sein?

Alle anderen zeigen ihre Schnitte und Stoffe heute bei Julia auf dem MMM-Blog und sind wahrscheinlich alle schon weiter als ich im Entscheidungsprozess.....

* Das Plastronkleid steht definitiv noch auf meiner Liste und ist schon jetzt ein heißer Kandidat für das diesjährige Weihnachtskleid (man kann ja nicht früh genug mit solchen Überlegungen anfangen, oder?).




Freitag, 25. Juli 2014

Butterick 6015 und es ist nicht das Walk-Away-Dress

Beim letzten Sale der großen 4 aus Amerika haben Frau Dreikah und ich ein bisschen zugeschlagen, aber echt nur ein bisschen...

In meinem Korb ist das neue Schnittmuster B6015 gelandet. Vorher hatte diese Nummer das beliebte aber auch berüchtigte Walk-Away-Dress.

Es geht also um dieses Kleid


Im Frühjahr habe ich auf dem Stoffmarkt einen Baumwollstoff gekauft, der sich toll für ein erstes Modell geeignet hat; weißer Grund mit taubenblauem Blumendruck. Hellgrundige Stoffe sind eigentlich nicht so meines, aber der Stoff musste einfach mit.

 Und da ich jetzt auch paspeln kann, habe ich das bei diesem Kleid ausgiebig getan. Die Ausschnittkanten, die Unterbrustnaht, die Ärmelsäume und der Saum sind mit blauer Paspel verschönert. Und da der weiße Stoff etwas durchsichtig ist, habe ich das Oberteil mit einem weißen Baumwollstoff gedoppelt und das Rockteil mit weißem Futterstoff gut pobedeckende gefüttert. Da ich das Kleid gestern an meinem letzten Bürotag vor meinem Urlaub getragen habe, ist es auch etwas verknittert...

Der Clou an dem Kleid ist die Schnittführung des Rockteiles.
In den eingesetzten Godetseitenteilen verbirgt sich eine tolle Weite, die der grundsätzlich schmalen Schnittführung aber keinen Abbruch tut.


Ich finde das ist ein Schnitt mit viel Potential. Schön ist der bestimmt auch aus weicher fallenderem Stoff wie z.B. Viskose. Vorstellbar ist auch eine eher herbstlich/winterliche Variante aus einem Wollstoff. Dann aber ärmellos um es mit einem Langarmshirt zu kombinieren.


Mittwoch, 16. Juli 2014

Sew-Along Dirndl und Tracht: Inspiration

Ich liebe Dirndl! Mein erstes Dirndl haben mir meine Eltern aus dem Allgäu mitgebracht, als ich ein Jahr alt war und sie ohne mich Urlaub gemacht haben, während ich bei Oma war (kann sich das heute einer vorstellen?). Ein Dirndl war also eines meiner ersten Kleider und würde ich in einer Region wohnen, in der Dirndl zur "üblichen Bekleidung" gehören, hätte ich wohl das ein oder andere Dirndl im Schrank.

Das Problem ist: ich wohne im Rheinland und hier löst ein Dirndl eher Gedanken an Karneval aus.

Von dem Dirndl-/Trachtgedanken komme ich jedoch nicht los und überlege, wie ich dieses Thema für mich umsetzen kann, so dass das Grundthema erhalten bleibt, aber das Ouftfit für mich alltagstauglich tragbar ist.

Zur Inspiration habe ich mein erstes Pinterestboard angelegt und einfach mal munter drauf los gesammelt, was mir gefällt.

 Eine Möglichkeit wäre ein Kleid:
Bildquelle: Lena Hoschek

Bildquelle: Lena Hoschek

Bildquelle: Lena Hoschek

Bildquelle: Lena Hoschek
Die Kleider haben alle einen Plastroneinsatz, aus einem anderen Stoff oder die Plastrons sind mit Borten/Litzen verziert. Ich kann mir vorstellen, dass man hier mit entsprechender Stoffwahl ein schönes Kleid zaubern könnte.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Kombination aus Rock und Jacke:

Bildquelle: Dirndlmag.de

Bildquelle:http://sphotos-d.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash3/625664_491429777585460_1611239353_n.jpg
 Oder, eine Westen/Mieder-Rock-Kombi, aber aus einheitlichem Stoff, so dass fast der Charakter eines Kleides entsteht:

Bildquelle: Dirndlmag.de
 Ich stelle mir da etwas in der Art, wie die Kombi rechts vor, wobei ich lieber schlichte Stoffe mag.

Schöne Ideen, aber alles keine Dirndl. Darf ich da überhaupt beim Sew-Along mitmachen oder falle ich komplett raus aus dem Thema? Mir ist wichtig, Kleidungsstücke zu nähen, die ich auch tatsächlich und möglichst häufig tragen kann. Ein richtiges Dirndl wäre bei mir zum Schicksal der Schrankleiche verdammt und das wäre echt zu schade.

Wer alles ein Dirndl nähen möchte, trifft sich heute auf dem MeMadeMittwoch-Blog unter fachkundiger Leitung von Julia.

Dienstag, 15. Juli 2014

Zwischendurch Kleider für die Tochter

Nach den letzten beiden Kleidern für mich (Stoffwechsel und Tiramisu) war es nochmal angesagt, Sommerkleider für meine Tochter zu produzieren.

 Kleid Nr. 1 ist nach dem Schnitt Elodie entstanden, wobei ich durch die Stoffmenge eingeschränkt wurde und die Rockteile etwas entvolumisiert habe (dreht sich immer noch toll). Das Oberteil ist der letzte Rest meines Joggingbuxenkleides. Das Kleid heißt bei uns Wolkenelodie, da der blaue Batikstoff, wie ein Wolkenhimmel aussieht.
Kleid Nr. 2 ist der Schnitt Xenia von Farbenmix. Den Stoff hat sich meine Tochter selbst ausgesucht und ich bin sehr begeistert von ihrer Wahl. Da ich ja jetzt gelernt habe, zu paspeln, hat dieses Kleid lila Paspeln bekommen. Der Saum ist mit lila und die Oberteilkanten mit gelbem Schrägband (lila war aus!) eingefasst.

Jetzt ist sie erstmal mit Kleidern versorgt und ich darf mich wieder ruhigen Gewissens dem egoistischen Nähen widmen. Wir hätten dann aber auch gerne passendes Wetter für die Kleider bitte....

Mittwoch, 9. Juli 2014

MMM #25: Und Tiramisu funktioniert doch!

Heute begrüsst uns Cat zum großen Finale vor der Sommerpause des MMM unter dem Motto: "Ich packe meinen Koffer..."

Obwohl ich in diesen Ferien keine große Reise machen werde, habe ich ein sehr koffertaugliches Kleid genäht. Es ist einer der Lemmingschnitte 2014: das Tiramisu von Cakepattern.

 Fast hätte ich den Schnitt schon in die Tonne gekloppt, da mein erstes Tiramisu wirklich gar nichts geworden ist. Zum Glück habe ich dem Schnitt noch eine Chance gegeben, denn siehe da: in der richtigen Größe (ich neige dazu, zu groß zu nähen) und aus Baumwoll- und nicht aus Viskosejersey, ist es ein richtig schönes Sommerkleid geworden.
Den Jersey habe ich von Stoffe.de (übrigens samstags bestellt, dienstags geliefert, geht doch!) und bin sehr begeistert von dem Muster und der Qualität. Gerade bei Baumwolljersey finde ich es sehr schwierig, schöne, erwachsene Muster zu finden. Dieser ist petrolgrundig und hat kleine Kreise in lila, blau und weiß. Der Stoffwechsel hat auch seine Spuren hinterlassen: bei dem Stoff habe ich direkt an Frau Siebenhundertsachen gedacht. Diese Gedanken habe ich mittlerweile oft, dass ich einen Stoff einer Stoffwechslerin zuordne.
Zurück zum Schnitt: Ich habe nichts, nada, niente geändert und das Kleid passt wie ne Eins. Ich frage mich, wie ich mich beim ersten Versuch vermessen habe bzw. ich habe wohl meine Sicherheitszugaben gemacht, was grundsätzlich nicht immer gut ist. Halt: etwas habe ich doch geändert! Das Rockteil habe ich ganz gewaltig verschlankt, denn so mag ich es einfach lieber für mich. Mir hatte diese Änderung an Monikas Tiramisu sehr gefallen, so dass ich das für mich übernommen bzw. noch etwas mehr Weite reduziert habe.

Ich wünsche Euch allen schöne Ferien, gute Reise, sonnige und erholsame Tage, so wie es Euch gefällt. Habt einen schönen Sommer!

Sonntag, 6. Juli 2014

Stoffwechsel: Das Finale

Eine der schönsten Aktionen der Nähbloggerwelt geht zu Ende: der Stoffwechsel.
Als Frau Siebenhundertsachen die Idee postete, war ich sofort angetan. Ob sie selbst geahnt hat, wieviel Arbeit sie sich mit dieser Aktion "aufgehalst" hat? Vielen lieben Dank für alles! Du hast unsere Community um eine ganze Menge Nähnerdflausch bereichert.

Ich habe einen dunkelblauen Viskosestoff mit sandfarbenen Tupfen erhalten. Mein Wichtel hatte ein Hemdblusenkleid im Kopf und ich auch. Ich habe das Butterick 5486 genäht, das ich kurz vorher bereits genäht hatte, leider aber den Saum mangels Rockabrunder und Unkenntnis versemmelt hatte.

 Für mich sehr ungewohnt, ist die Kombination mit rot. Ich neige sehr zu Ton-in-Ton Kombis, die aber auch mal langweilig bieder seriös rüberkommen. Mein Wichtel hatte mir zum Stoff drei Paspeln beigelegt (in rot, gelb und weiß) und hat mir damit einen kleinen Tritt verpasst, mal meine sicheren Bahnen zu verlassen.
 Zum ersten Mal habe ich richtig viel gepaspelt (für einige Stoffwechslerinnen war das wohl Premiere). Um die Paspelfarbe aufzugreifen, habe ich auch rote Knöpfe angenäht. Ich bin so derartig begeistert von meinem Kleid, dass ich es kaum auszudrücken vermag. Die roten Akzente betonen den Stoff nochmal auf eine ganz andere Art, das Kleid leuchtet irgendwie...fällt mir schwer, zu sagen, wie ich das meine.
 Letzte Woche bin ich nach Büroschluß noch schnell in die Stadt, da ich auf der Suche nach einem roten Gürtel und roten Schuhen für mein Kleid war. Den Gürtel habe ich schnell gefunden, nur die Schuhe sind sehr schwierig zu finden. Ich ertappte mich dann dabei, wie ich vor einem Ständer mit Modeschmuck nach roten Ohrringen geguckt habe, und habe gedacht, dass sich das wohl so ähnlich bei Shopping Queen anfühlen muss *lach*.

 Da wir heute den Kölner Nähstammtisch hatten, ergab sich die Gelegenheit für ein Gruppenfoto der drei Kölner Stoffwechslerinnen, was uns auch viel Spaß gemacht hat.

Nun zu meinem Wichtel: Lange Zeit hatte ich keine Ahnung. Der Absender meines Paketes war ich selbst. Berlin habe ich ausgeschlossen, da ich wusste, dass der Stoff von Stoff+Stil ist und ich bei den Berlinerinnen automatisch an Maybachmarkt denke, was natürlich auch ein Vorurteil/Klischee ist. Ich wusste, dass mein Wichtel paspelt, denn wer sonst hätte direkt drei verschiedene Paspeln im Angebot? Sehr stutzig hat mich dann ein Kommentar zu meinem Stoff gemacht, in dem Monika vorschlug, dass auch grün als Paspel gut wäre...ein Ablenkungsmanöver? Und als ich es dann heute um den Mund einer von Monika und mir sehr geschätzten Bloggerin verdächtig zucken sah, als ich sagte, dass ich nicht weiß, wer mein Wichtel ist (sie hat wirklich nichts verraten!), sah ich meinen Verdacht bestätigt. Habe ich richtig getippt?

Alle Finalistinnen, Spekulationen und Outings sind hier versammelt.

Mittwoch, 2. Juli 2014

MMM #24: Das Maximakleid

Am Wochenende haben mein Mann und ich unseren 17. (!) Hochzeitstag gefeiert und sind essen gegangen. Zu diesem Anlass durfte mein Maximakleid aus der diesjährigen Mai-Knip das erste Mal aus dem Schrank.

Genäht habe ich es aus einem Stoffcoupon eines etwas gröber gewebten blau-weißen Stoffes, auf dem dunkelblaue Blumen und Ranken aufgestickt sind. Das Taillenband habe ich aus einem unifarbenen dunkelblauen BW-Viskose-Stoff genäht, ein etwas festerer Stoff wäre hier besser gewesen.

Das Kleid ist komplett gefüttert, was ein sehr schönes Tragegefühl gibt.

Nach dem das Kleid fertig war - und man sieht es auch auf dem Foto - habe ich festgestellt, dass das Kleid etwas zu groß ist. Die Teilungsnähte habe ich schon enger genäht, aber der Halsausschnitt ist zu weit. Es stört mich bei diesem Kleid nicht wirklich, aber für die nächsten Modelle, die ich nähe, muss ich da aufpassen. Ich habe nämlich letzte Woche ein Erfolgserlebnis gehabt: Beim Hosenkauf (pfui, Kaufkleidung!) konnte ich mir die Hosen eine Nummer kleiner kaufen. Schön, dass sich die Ernährungsumstellung und der Sport doch so langsam aber stetig auswirken!

Mein Kleid habe ich gestern noch im Büro angehabt und mich darin sehr wohl gefühlt, da allerdings mit Strickjacke und Strumpfhose, denn gestern früh hatten wir gerade mal 8 Grad hier *bibber*.
Hier noch das Original-Königinnenkleid

Wiebke ist heute die Gastgeberin im Me-Made-Mittwoch-Blog in einem traumhaft schönen Blumenkleid. Aber gibt es überhaupt ein Kleid, das ihr nicht großartig steht?


Dienstag, 1. Juli 2014

Badenixen-Sewalong: Finale

Mit zwei Tagen Verspätung habe ich es dann auch noch geschafft.

Genäht habe ich den Ottobre Tankini Rimini und beide Höschen Riccione. Über das Oberteil habe ich hier schon näher berichtet und die Fotos sind auch aussagekräftiger.

Nachdem ich davon gelesen habe, dass die Höschen auch so ihre Tücken haben, habe ich von beiden Modellen ein Probemodell genäht und habe dann beim Slip-Höschen den Beinausschnitt verringert und beide Höschen deutlich nach oben verlängert, insbesondere die Panty.


Hier einmal die Kombination mit der Panty.
















Und hier mit der "normalen" Bikinihose. Fragt mich nicht, wie diese Farben entstanden sind. Die Farbe ist ein gräuliches mittelblau, taubenblau heißt das glaube ich.

Das Nähen hat eigentlich ganz gut geklappt. Mit der zweiten Garnrolle Gütermann hatte ich so meine liebe Mühe...dauernd hat sich der Oberfaden aufgesplissen und ist gerissen, das war echt nervig und so sind auch nicht alle Höschennähte wirklich schön...aber da sie ja sowieso ziemlich durch das Oberteil verdeckt werden, kann ich damit leben.









Lotti gilt mein herzlicher Dank für diesen Sewalong, denn so habe ich mir dann doch noch meine, auf meine Bedürfnisse angepasste, Bademode genäht. Ohne diesen Anschubser, wäre das diesen Sommer wohl eher nichts geworden.