Sonntag, 28. September 2014

Sonntagskuchen #6: Zweierlei Strietzel

An diesem Wochenende habe ich mal was ganz Neues ausprobiert. Ich habe zwei Strietzel gebacken; einen mit Quark und einen mit Mohn.

Eine solche Sauerei habe ich selten veranstaltet. Die Füllungen waren jeweils relativ flüssig und haben beim Aufrollen und Verflechten ganz schön gesuppt. Einen Schönheitspreis gewinne ich mit den beiden nicht, aber schmecken tuen sie.


Den Quarkstrietzel habe ich nach diesem Rezept gebacken. Die Teigmenge habe ich direkt verdoppelt und habe dann die Mohnfüllung nach diesem Rezept (so etwa) gemacht.

Heute habe ich noch einen Kuchen bekommen als Dankeschön für Fahrdienst beim Kindergeburtstag der Freundin meiner Tochter. Kleine süße Sauerei, sag ich dazu nur....yummy.


Das Rezept für den Himbeer-Quark-Kuchen von letzter Woche habe ich übrigens noch gefunden und verlinkt, falls wer interessiert daran ist.

Monika hat heute wieder die spätsommerliche Kaffeetafel für uns gedeckt. Vielen Dank für diese schöne Aktion.

Mittwoch, 24. September 2014

MMM #27: Punjab für alle Tage

Tadaa, heute gibt es mein erstes Herbstkleid. Es ist ein Kleid nach dem Schnitt Punjab von Schnittquelle.
Stiefel und Strumpfhose haben heute Premiere.

Genäht aus petrolfarbenem Romanit, in echt nicht so blau wie auf den Fotos. Ich habe es noch ein gutes Stück auf Kleidlänge verlängert und es etwas bequemer zugeschnitten, denn ich wollte ein lockereres Kleid für alle Tage, das nicht soo figurbetont daher kommt.

Getragen habe ich es allerdings so, denn ich bin immer noch ganz schön angeschlagen.

Urbi et orbi?

Ich mag das Kleid. Es ist kein Wow-Kleid, aber es ist mir auch nicht immer nach Wow.

Beim MMM hat heute Frau Bunte Kleider Premiere. Toll!
Vielleicht bringt der Temperaturabfall heute noch mehr Herbstkleidung zum Vorschein. Inspiration kann ja nie schaden.

Montag, 22. September 2014

Minoru-Feintuning; oder wie man eine Kapuze richtig anpasst

Bereits im Frühjahr nähte ich meine Minoru Jacke nach dem Schnitt von Sewaholic. Ich nähte sie aus einem atmungsaktiven, wasserabweisenden Funktionsstoff (Zeeland von Aktivstoffe). Mein Gedanke war, einen Ersatz für meine ungeliebte, aber praktische Outdoorjacke zu nähen.


Soweit so gut....oder auch nicht. Jetzt ereilte meine Jacke und mich das Schicksal, welches jede Hobbyschneiderin fürchtet: es zeigten sich Mängel, die Trenn- und Nachbesserungsarbeiten nötig machten. Och nö!

Mal abgesehen davon, dass ich die Taschenbeutel im Saum versehentlich mitgefasst habe, habe ich das Taillengummi zu straff gezogen. Das sah zwar tailierter aus, führte aber dazu, dass die Jacke immer hochrutschte. Außerdem sah die Jacke im offen getragenen Zustand extrem bescheuert aus.
Was aber auch eine mittlere Katastrophe war, war die Passform der Kapuze. Hier kommt ein Bild vom Vorher-Zustand.

Wie sie sehen, ich sehe nichts (und der Spiegel bedarf der Reinigung).


Am Samstag habe ich mich - erkältet - an das Feintuning gemacht. Zunächst habe ich den Saum getrennt. Das Taillengummi gelockert und die Taschenbeutel befreit, dann wieder gesäumt. Baustelle 1 beseitigt.

Danach ging es der Kapuze an den Kragen. Zunächst habe ich den vorderen Kapuzensaum einmal umgeschlagen und abgesteppt, d.h. einen Tunnel genäht. An beide Enden des Tunnels habe ich kleine Knopflöcher genäht und eine Gummikordel eingezogen, die sich an beiden Seiten mit Stoppern regulieren lässt.



Das ist schon mal besser, aber das Sichtfeld ist immer noch stark eingeschränkt. Im nächsten Schritt muss daher das Volumen der Kapuze reguliert werden. Ich habe mir das an meiner Kaufjacke angesehen und diese Lösung etwas abgewandelt übernommen.

Zuerst habe ich auf der Kapuzeninnenseite einen Tunnel aus Futterstoff erstmal nur aufgesteckt. Anhand der Markierungen (Stecknadeln) konnte ich die Mitte des Tunnelbereiches auf der Außenseite der Kapuze markieren und habe hier ein kleines Knopfloch genäht. Dann habe ich den Tunnel an den Längsseiten auf der Kapuzeninnenseite festgenäht, eine Gummikordel durchgezogen (auch nach aussen), die Gummikordel an den kurzen Seiten des Tunnels festgesteppt und die Kordel von außen mit einem Stopper regulierbar gemacht.


Das Ergebnis sieht dann so aus

Jippie yeah! Ich kann wieder sehen!

Im Prinzip könnte ich mich ärgern, dass ich diese Änderungen so lange vor mir hergeschoben habe und seit Monaten eine nicht tragbare Jacke im Schrank hängen hatte. Letzendlich waren die Änderungen relativ schnell und schmerzlos erledigt.

So, und jetzt gehe ich mal den Spiegel putzen!


Sonntag, 21. September 2014

Sonntagskuchen #5: Käsekuchen mit Himbeeren

Dieses Jahr haben wir eine wahre Himbeerflut. Jeden Tag kann ich locker ein halbes Pfund ernten...einige Himbeeren sind schon zu Marmelade verarbeitet, aber die meisten werden direkt weggenascht. Am Freitag war ich aber schneller!





Das Rezept ist von Chefkoch, und wenn ich es finden würde, würde ich es auch verlinken *uäh*.
Edit: Ich habe es gefunden: hier.
Der Kuchen ist wirklich schnell gemacht und schmeckt am besten, wenn er mindestens einen, besser zwei Tage durchziehen darf. Viel lieber hätte ich mir gestern allerdings diesen Kuchen schmecken lassen, aber leider ist mir ein Erkältungsvirus dazwischen gekommen.

Monika versammelt die virtuelle Kaffeerunde auf ihrem Blog. 


Mittwoch, 17. September 2014

MMM #26: Nochmal Sommer

Man mag es kaum glauben, aber: der Sommer ist doch noch hier eingetroffen! Und obwohl ich schon mit der Produktion der Herbstklamotten angefangen habe (hört, hört), darf heute nochmal ein Sommerkleid zum MMM.

Es ist einer der diesjährigen Lemmingschnitte Vogue 1027.


Hier habe ich schonmal etwas über dieses Kleid geschrieben. Ich mag das Kleid "mittelgerne", was wahrscheinlich an dem weiten Rock liegt. Irgendwie mag ich schmalere Röcke an mir einfach lieber. Im direkten Vergleich ist daher auch Tiramisu mein Favorit gegenüber diesem Kleid.

Andererseits schwingt so ein halber Teller auch toll und macht viel Spaß...
Und nach dem Drehen ist einem so schwindelig, dass man einen ganz bescheuerten, aber sehr lustigen Gesichtsausdruck hat, den ich Euch leider vorenthalten muss.
Mein Sohn und ich haben uns jedenfalls kaputt gelacht beim Shooting.

Frau Kirsche trägt heute beim Vortanzen ein tolles Kleid, dessen Schnitt auch einer meiner Lieblinge ist und den ich wirklich uneingeschränkt zum Nachnähen empfehlen kann!

Schön, dass die lange Sommerpause vorbei ist und es nun mit erweiterter Crew wieder losgeht. Man merkt spätestens daran, dass einem mittwochs irgendwie etwas fehlt, wie sehr der MMM schon zum normalen Alltag dazugehört.


Montag, 15. September 2014

Upcyling: Schön? Auf jeden Fall cool!

Meine liebe Nähfreundin Frau Fädchen brachte mich auf die Idee aus abgetragenen, kaputten Jeanshosen den von uns beiden sehr geschätzten Kinderkleiderschnitt Vida von Farbenmix zu nähen.

Vor ein paar Wochen habe ich es dann in Angriff genommen und gepuzzelt, was das Zeug hält. Da meine Tochter mittlerweile Gr. 134/140 trägt, kann man auch nicht mehr aus jedem Rest was machen...

Vorderansicht

Rückansicht
Was habe ich beim Nähen geflucht! Die dicken Jeansnähte haben die Ovi-Fäden ständig reissen lassen und auch eine Nadel musste dran glauben.

Das Ergebnis fand ich zunächst eher naja. Aber: meine Tocher liebt dieses Kleid, denn es trifft ihren derzeitigen Geschmack in puncto coole Kleidung zu 100%. Der ausgefranste Saum sollte auch so bleiben.
Und ich muss sagen, dass mir das Kleid mittlerweile gefällt, denn es steht ihr ganz klasse. Außerdem finde ich es ja grundsätzlich sowieso toll, wenn man aus alten oder kaputten Sachen noch was Tragbares zaubern kann, Refashion sozusagen.

Sonntag, 14. September 2014

Sonntagskuchen #4: Schoko-Birnen-Kuchen

Gestern habe ich mit meiner Tochter Kuchen gebacken.

Es ist ein supersaftiger Schokoladenkuchen mit Birnenstückchen. Das Rezept ist ein ganz einfacher Fanta- oder Selters-Kuchen, den ich in Abwandlungen immer wieder backe (unser Standard-Geburtstagkuchen). In den Teig haben wir diesmal noch 3 EL Kakaopulver und 2 kleingeschnittene Birnen gemischt.

Sehr lecker und schnell gemacht!

Was es sonst auf Deutschlands Kaffeetischen gab, kann man bei Monika sehen.

Mittwoch, 10. September 2014

Dirndl Sew-Along: Finale

Heute werden auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog alle fertigen Dirndl bzw. dirndl- und trachtinspirierten Kleider gezeigt. Vielen Dank an Julia für das Hosten dieses Sew-Alongs!

Noch mal eine kurze Rückblende: Ich wohne im Rheinland, hier werden Dirndl nur an Karneval oder zu oktoberfestähnlichen Veranstaltungen getragen, sind dann aber für mich auch eher in die Kategorie Karnevalskostüm einzugruppieren. Es galt also für mich einen Weg zu finden, den Dirndl-Gedanken für die rheinische Großstadt sprich Köln umzusetzen.

 Und das ist es geworden: mein urbanes Dirndl.

Genäht habe ich Bluse und Mieder nach dem Burda-Schnitt 7032. Der Rock ist ebenfalls ein Schnitt aus der Burda (wenn ich jetzt nur wieder die Nr. wüsste) Es ist ein Bleistiftrock mit einer - anstelle eines Gehschlitzes - eingefügten Godetfalte.




 Aber Moment mal: Was ist denn da mit dem Saum los?
Erst gestern beim Fotos machen habe ich gesehen, dass das Futter, das ich aus Faulheit im Rocksaum mitgefasst hatte, den ganzen Rock verzog. So konnte das nicht bleiben.



Also schnell Saum getrennt, Futter- und Rocksaum separat neu genäht und in der Dämmerung noch schnell ein Handyfoto hinterhergeschossen, dass leider etwas unscharf ist. Aber nun ist der Rock so, wie er sein soll.













Rückansicht mit verzogenem Saum.

Und hier mit korrigiertem Saum.



















Der Sew-Along hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich wirklich geistig sehr stark beschäftigt. Gerade in der Phase, als ich auf Inspirationssuche ging und für mich überlegt habe, wie ich ein Dirndl ins Rheinland transportiert bekomme. Dann das eigentliche Nähen...die geplante Froschgoscherl-Bordüre habe ich weggelassen, denn das hätte nicht zu dem Gesamtbild gepasst. Ebenso der Rock; gerne hätte ich einen gestiftelten Rock ausprobiert (es gibt ja so tolle und spannende Techniken beim Dirndnähen!), mich aber dann doch für den schmaleren Rock entschieden.

Und, was meint Ihr zu meinem "urbanen Dirndl"? 

Mittwoch, 3. September 2014

Dirndl-Sew-Along Teil 5: Die Bluse

Ups, Teil 4 - der Rock- ist bei mir mangels Zeit ins Wasser gefallen...egal, wir machen mit der Bluse weiter.

Genäht habe ich die Bluse aus dem Burda-Schnitt 7032. Alles andere als eine klassische Dirndlbluse, aber ich nähe ja auch kein klassisches Dirndl.

Der Stoff ist ein hellgrauer Baumwollwebstoff.


Der Unterschied zur normalen Dirndlbluse besteht u.a. in der Länge. Ich mag das sehr gerne so, denn so kann ich die Bluse auch z.B. über einer Jeans tragen.

Den Folienschnitt hatte ich anprobiert, um insbesondere die Ausschnitttiefe zu checken. Bei der Folienprobe war es o.k., aber in echt...ohje! Freier Blick aufs Mittelmeer. Nach einigem Überlegen habe ich der Bluse einen Einsatz verpasst.


Das ist jetzt nicht die Optimallösung, aber so kann ich die Bluse wenigstens anziehen. Den Ausschnitt und den Saum habe ich mit einem Zierstich abgesteppt für den folkloristischen Twist.

Ein sehr schönes Detail der Bluse ist die in kleine Biesen gelegte Armkugel.

Jetzt brauche ich am Wochenende bitte noch gutes Wetter, damit wir schöne Fotos des kompletten Outfits schießen können. Am nächsten Mittwoch ist dann schon das große Finale.

Die Blusen der anderen Dirndlmädels sammelt unsere Gastgeberin Julia auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.