Mittwoch, 10. September 2014

Dirndl Sew-Along: Finale

Heute werden auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog alle fertigen Dirndl bzw. dirndl- und trachtinspirierten Kleider gezeigt. Vielen Dank an Julia für das Hosten dieses Sew-Alongs!

Noch mal eine kurze Rückblende: Ich wohne im Rheinland, hier werden Dirndl nur an Karneval oder zu oktoberfestähnlichen Veranstaltungen getragen, sind dann aber für mich auch eher in die Kategorie Karnevalskostüm einzugruppieren. Es galt also für mich einen Weg zu finden, den Dirndl-Gedanken für die rheinische Großstadt sprich Köln umzusetzen.

 Und das ist es geworden: mein urbanes Dirndl.

Genäht habe ich Bluse und Mieder nach dem Burda-Schnitt 7032. Der Rock ist ebenfalls ein Schnitt aus der Burda (wenn ich jetzt nur wieder die Nr. wüsste) Es ist ein Bleistiftrock mit einer - anstelle eines Gehschlitzes - eingefügten Godetfalte.




 Aber Moment mal: Was ist denn da mit dem Saum los?
Erst gestern beim Fotos machen habe ich gesehen, dass das Futter, das ich aus Faulheit im Rocksaum mitgefasst hatte, den ganzen Rock verzog. So konnte das nicht bleiben.



Also schnell Saum getrennt, Futter- und Rocksaum separat neu genäht und in der Dämmerung noch schnell ein Handyfoto hinterhergeschossen, dass leider etwas unscharf ist. Aber nun ist der Rock so, wie er sein soll.













Rückansicht mit verzogenem Saum.

Und hier mit korrigiertem Saum.



















Der Sew-Along hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich wirklich geistig sehr stark beschäftigt. Gerade in der Phase, als ich auf Inspirationssuche ging und für mich überlegt habe, wie ich ein Dirndl ins Rheinland transportiert bekomme. Dann das eigentliche Nähen...die geplante Froschgoscherl-Bordüre habe ich weggelassen, denn das hätte nicht zu dem Gesamtbild gepasst. Ebenso der Rock; gerne hätte ich einen gestiftelten Rock ausprobiert (es gibt ja so tolle und spannende Techniken beim Dirndnähen!), mich aber dann doch für den schmaleren Rock entschieden.

Und, was meint Ihr zu meinem "urbanen Dirndl"? 

Kommentare:

  1. Sehr gut umgesetzt! Es ist definitiv kein typisches Dirndl, aber es geht in die Richtung, und es passt hervorragend ins Rheinland, ohne verkleidet daher zu kommen.
    LG, Sandra

    AntwortenLöschen
  2. Das sieht ja klasse aus :-) Ein etwas anderes Dirndl, aber steht dir wirklich super!!!! Super umgesetzt!!!!!! Kompliment!!!!!!!!!!!!!!!

    AntwortenLöschen
  3. Das sieht sehr hübsch aus. Ich habe leider auch keine Verwendung für ein Dirndl, deshalb habe ich lediglich eine Trachtenbluse genäht.
    LG Carolin

    AntwortenLöschen
  4. Sehr schön. Eine Bluse in hellgelb könnte ich mir zu den grünlichen Blautönen auch gut vorstellen.

    AntwortenLöschen
  5. Sehr schick und ganz anders und trotzdem was trachtenmäßiges. Diese Umsetzung ist dir echt gelungen.
    lg monika

    AntwortenLöschen
  6. Sehr sehr schön!
    Die Kombination ist gut gelungen, tatsächlich könnte ich mir das Mieder auch gut zu einer Knickerbockerhose vorstellen, in burda 9/2011 ist so eine Kombi.
    Liebe Grüße
    Julia

    AntwortenLöschen
  7. Witzige Idee und gelungen umgesetzt. Du trägt jetzt sozusagen ein "Rheindl". Tolles Stück.

    LG Sabine

    AntwortenLöschen
  8. Eine hübsche Kombi und das Leiberl kann ich mir auch gut zu einer Hose vorstellen.
    sei lieb gegrüßt Melanie

    AntwortenLöschen
  9. Ich konnte es mir ja nicht so richtig vorstellen, aber jetzt finde ich es richtig, richtig gut!!
    LG, C.

    AntwortenLöschen
  10. uff, danke dafür, dass du deine nicht so gute erfahrung mit dem "futter aus faulheit im saum mitfassen" preisgibst - danke für die warunung, bevor mir der gleiche fehler bei einer zu fütternden jacke passiert.

    Lieben Gruß
    Ulrike

    AntwortenLöschen
  11. Deine Version eines Dirndl gefällt mir sehr gut. So würde ich es auch anziehen. Das Mieder ist so schön.
    LG Mathilda

    AntwortenLöschen
  12. Hat der Ausschnitt einen mit Vlieseline (z.B. H250) verstärkten Besatz? Dieser kann durch nähen in den Nähten von der Vorderseite her zusätzlich fixiert werden. Außerdem, eine Godetfalte an der Stelle macht doch viel zu viel Stoff. Mache eine Diorfalte! Das ist schon auch ein Schlitz, der aber mit einem Stoffstück hinterlegt wird (20cm breit,5cm höher als der Schlitz). Das Stück wird auf den Futterrock genäht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Mieder ist komplett mit Bügelleinen verstärkt. Die Bluse hat keine Belege/Besätze. H250 ist für mich keine Qualität, die ich für Kleidung verwenden würde, da ich sie sehr brettartig empfinde.
      Godet sieht der Schnitt vor und mir gefällt
      das ;-)

      Löschen
  13. Tut mir leid, aber ich finde das keine gelungene Umsetzung des Dirndl-Themas :( Ein Dirndl zaubert jeder Frau eine schöne Sanduhr-Figur (ich bin z.B. ziemlich klein und trage eine 46 und sehe im Dirndl nicht dick, sondern toll kurvig aus...). Die Kombination des (leider nicht gut sitzenden, zu weit, nicht verstärkt genug, steht am Rücken ab) Mieders mit dem geraden Rock finde ich dagegen kastig und unvorteilhaft. Macht auch irgendwie alt, wie ein furchtbares Anzugskostüm.

    Da würde ich eher einen klassischen Dirndl-Schnitt, den man ohne Bluse tragen kann (hochgeschlossen und mit kleinen Ärmeln) in einem schlichten Stoff (z.B. hellgraues Leinen) nähen und ohne Schürze und Bluse tragen. Dann hast du ein tolles Sommerkleid ohne Alpenanmutung - würde dir sicher sehr gut stehen, denn du hast eine super Dirndl-Figur!
    Alles Liebe Laura

    AntwortenLöschen