Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014

2014 geht; zum Glück. Aus verschiedenen Gründen war dieses Jahr nicht mein Jahr. Passiert ist jedoch eine ganze Menge:

Nähen, Stricken & Co.:

Ich habe sehr viel selbstgemacht. Auf eine Aufzählung oder komplette Verlinkung der einzelnen Kleidungsstücke werde ich an dieser Stelle mal verzichten. Mit der Oberteilschwäche habe ich mich sehr eingehend beschäftigt und wirklich viele T-Shirts, Langarmshirts und Blusen genäht. Außerdem habe ich eine neue Minoru-Outdoorjacke und ein Lady-Grey-Kurzmäntelchen genäht. Natürlich waren auch einige Kleider, Hosen und Röcke und sogar eine Art Dirndl mit von der Partie.
Gestrickt habe ich mir drei Strickjacken, eine fast fertige Sinnesfrid-Weste (muss Wolle nachbestellen) und habe eine weitere Strickjacke auf den Nadeln.

Im Mai habe ich am Me-Made-May von "So, Zo..." teilgenommen, der mich in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit dem, was ich trage und was mir steht, gebracht hat. Ich mache mir seit Monaten Gedanken darüber, was ich tragen und nähen möchte. Durch meinen Job, der sich zu 2/3 im Home-Office abspielt, bin ich viel zu Hause und stelle fest, dass ich an den meisten dieser Tage keine Lust auf Kleider & Co. habe. Meist greife ich zu meinen heißgeliebten Jeanshosen und einem selbstgenähten (!) Shirt/Bluse. Ich mag Kleider sehr gerne und ziehe diese vor allem im Sommer auch häufig an. In den anderen Jahreszeiten gewinnt aber die Gemütlichkeit. Auch Frau Fädchens Urlaubspost hat mich angeregt, mir darüber Gedanken zu machen, was ich wirklich trage und mich beim Nähen darauf konzentrieren sollte, denn die Nähzeit ist - wie bei den meisten - begrenzt. Unter anderem hat dies dazu geführt, dass ich mir in diesem Jahr kein weiteres Weihnachtskleid genäht habe, sondern eine partytaugliche und hoffentlich gut kombinierbare Tunika. Dieser "Selbstfindungsprozess" ist noch nicht abgeschlossen und ich werde mal sehen, wie es für mich weitergeht in Sachen perfekter Kleiderschrank.

Bloggen:

Mein Jahres-Highlight schlechthin war die AnNäherung im Januar in Bielefeld. Ein wunderschönes Erlebnis, von dem ich wirklich lange zehren konnte.
Teilgenommen habe ich an zwei Stoffwechselaktionen, im Frühjahr und im Herbst, die mir wahnsinnig viel Spaß gemacht haben. Hierbei fand ich das Stoff aussuchen für meinen Wichtel jeweils ganz besonders toll. Ich habe beidesmal großes Glück gehabt und zwei tolle Stoffe bekommen, aus denen zwei wunderbare Kleider wurden.
Frühlings-Stoffwechsel-Kleid
Herbst-Stoffwechsel-Kleid

Im November fand das Köln-Bielefeld-Treffen statt, was herzliche Wiedersehensfreude, intensive Gespräche und einen tollen Shopping-Trip nach Krefeld ermöglichte.

Arbeiten:

Seit Februar habe ich endlich wieder eine neue (alte) Chefin. Dadurch und durch die Nachbesetzung aller vakanten Führungspositionen (mein Bereich war ein Jahr lang komplett führungslos) ist viel Ruhe im Job eingekehrt. Die Arbeitsbelastung ist nach wie vor sehr hoch und ich baggere immer weiter an einer Erhöhung meines Stundenpensums auf mindestens 80%, lieber wieder Vollzeit. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass solche Entwicklungen bei uns immer wieder sehr schnell möglich sein können, also abwarten.
Meinen Vorsatz für das Jahr 2014 bzw. mein Mantra habe ich extrem gut umsetzen können. Es lautete: Ich werde nicht dafür bezahlt, die XY zu retten. Diesen Satz hat mir Ende 2013 meine Kollegin gesagt, als ich mal wieder total am rotieren war und den habe ich im Hinterkopf behalten.

Und sonst so:

Ich bin Mutter eines Pubertisten in der 8. Klasse. Alle ebenfalls Betroffenen bzw. die, die es überlebt haben, wissen was ich meine.....Trotz aller Widrigkeiten ist jedoch ein Silberstreifen erkennbar und das Thema Schule ist wieder in ruhigere Wasser geraten.
Leider haben der Stress und die nervliche Belastung bei mir zu einer nicht gerade stabilen gesundheitlichen Situation (nicht dramatisches, aber immer angekränkelt)  und einigen Frustkompenstationskilos mehr auf der Waage geführt (Holy Shit!).
Sport habe ich trotz allem sehr regelmäßig betrieben, im Rahmen meiner Möglichkeiten...Den Vorsatz mit dem Joggen anzufangen, musste  ich wegen meiner kaputten Knie leider aufgeben. Seit einigen Monaten mache ich jedoch sehr viele stabilisierende Übungen im Fitness-Studio, die meine Knie deutlich gestärkt haben. Da geht also noch was.
Die Tochter war in diesem Jahr zum ersten Mal ohne uns weg: zwei Wochen Zeltlager. Ich bin ja echt keine Glucke, aber ich habe sie schon seeehr vermisst und war sehr froh mein völlig verdrecktes, aber sehr glückliches Kind wieder in die Arme nehmen zu können.


Allen meinen Leserinnen wünsche ich für das neue Jahr viel Glück, Gesundheit, Lachen und Liebe. Ich möchte mich für alle Kommentare, die ich bekommen habe, herzlich bedanken; sie sind mir sehr wertvoll.
Das virtuelle (und zum Teil auch das reale) Leben mit Euch ist schön, bereichernd und macht mir viel Freude.


Sonntag, 21. Dezember 2014

WKSA Finale: Rockin around the Christmastree

Heute ist Finale des. Ich habe mich in diesem Jahr gegen ein Kleid und für eine Party-Tunika entschieden. Und da Weihnachten ja aus drei Tagen besteht, haben auch das Herbst-Stoffwechsel-Kleid und Babsi aus dem letzten Jahr noch einen Trageanlass.

 Es ist ein Plus-Schnitt aus der diesjährigen November-Burda, der von Burda leider in einem so unruhigen Stoff umgesetzt wurde, dass die Schnittdetails nur durch die technische Zeichnung erkennbar waren. Die Tunika liess sich sehr schnell nähen. Die angesetzten Volants habe ich mit der Ovi gerollsäumt.
Der Stoff ist von Fashion for Designers, eine smaragdgrüne Viskose mit extrem flutschigem, seidigem Fall. Perfekt. Kombiniert habe ich die Tunika mit einer Kunstlederhose. Das Kunstleder ist nur auf der Hosenvorderseite, die Rückseite ist schwarzer Stoff. Dazu gab es ein wenig neues Geschmeide in dunkelgrau: Kette, Armbänder und Ohrhänger.
Wie man hier sieht, ist es eine Vokuhila-Tunika. Ich finde den Schnitt genial. Lässig-schick, sehr bequem und der Volantsaum umspielt gnädig gewisse Körperpartien...

Alle anderen selbstgemachten Weihnachtsoutfits sind unter wunderbar gekleideter Schirmherrschaft von Dodo und Frau Kirsche im Me-Made-Mittwoch-Blog zu bewundern.

Freitag, 19. Dezember 2014

Ich nähe einen Quilt #2: Nähen des Tops

Weiter geht es mit Teil 2 meiner kleinen Doku-Soap.

Nach dem ich den Zuschneidemarathon gemeistert hatte, konnte ich mit dem Nähen loslegen. An jedes Musterquadrat habe ich zunächst zwei kürzere Uni-Streifen genäht.

Dann habe ich alle Nahtzugaben jeweils zu einer Seite weggebügelt. Damit nichts durchscheint, habe ich die Nahtzugaben immer in die Unistreifen gebügelt.

Dann kamen noch an jeden "Block" zwei längere Streifen dran, danach wieder alles schön bügeln.

So sieht dann ein fertiger Block aus.

 
 Und so die Rückseite:
Mal ganz locker ein paar Blöcke nebeneinander gelegt
Könnte man auch so zusammennähen. Für dieses Muster sind mir meine Stoffreste allerdings zu langweilig und deshalb habe ich nun jeden Block einmal längs und einmal quer halbiert, so dass aus einem großen Block 4 kleinere Blöcke werden. Diese Blöcke habe ich dann nach meinem Musterplan arrangiert:

So gefällt mir das schon besser!

Dann habe ich die Blöckchen jeder kurzen Reihe aneinander genäht, so dass Streifen entstanden sind. Natürlich wieder schön die Nahtzugaben wegbügeln nicht vergessen! Danach werden die Streifen aneinander genäht und wieder das Bügeleisen geschwungen.

Fertig ist das Top:

Ich habe alle Nähte mit füsschenbreiter Nahtzugabe (1cm) genäht und trotzdem sind die Blöcke bzw. Blöckchen nicht gleichmäßig. Vermutlich wirken sich schon 1-2mm Versatz beim Rollschneiden oder Nähen aus. Aber wisst Ihr was? Es stört mich nicht.

Das Top ist ganz schön geschrumpft und misst jetzt nur noch 115x158 cm. Das ist mir eigentlich zu klein. Was mach ich jetzt am besten? Nähe ich noch einen Uni-Randstreifen von ca. 15cm Breite drumherum oder würde das das Muster zusehr stören? Das Binding wollte ich eigentlich in dem Uni-Khaki-Ton machen, da der Quilt schon farbig genug ist. Da muss ich mal in mich gehen und nachdenken.....

Jetzt wird das Top eh erstmal weggelegt, denn ich warte auf eine Lieferung aus Dänemark, da ich die glorreiche Idee hatte, meinem Vater zu seinem Geburtstag (am Montag!) eine Fleecejacke zu nähen. Ein bisschen Wahnsinn gehört halt zum Nähnerd-Leben auch dazu.




Mittwoch, 17. Dezember 2014

Ich nähe einen Quilt #1: Der Plan und der Zuschnitt

Es ist schon merkwürdig, dass man Dinge, die man vor Jahren für sich selber noch ausgeschlossen hat, irgendwann dann doch macht. Genau so geht es mir mit dem Thema "Quilt". Schön fand ich sie eigentlich immer (o.k. nicht alle) und hatte einen Mordsrespekt vor der handwerklichen Leistung und der Geduld der Quilterin.

Geduld gehört immer noch nicht zu meinen Stärken, aber ich habe kaum noch Angst vor handwerklichen Herausforderungen, entweder es klappt oder eben nicht. Außerdem muss ich ja nicht gerade den mega-aufwendigen-kleinteiligen-jederFehleristsofortsichtbar-Quilt nähen, ne?

Katharina hat mir in ihren wertvollen Posts zur Entstehung ihrer Quilts schon viel Angst genommen und die Lust verstärkt, endlich auch mal in das Thema einzusteigen. Bei ihr bin ich auch auf den Link zu
Crazy Mom Quilts gestossen und habe dort das Muster für meinen ersten Quilt entdeckt.

Der Plan: Es wird der Movin-on-up-Quilt. Ich denke, er ist nicht zu anspruchsvoll (bedenkt meinen Nickname!) aber auch nicht zu langweilig.

 Da ich Pläne und Listen liebe, habe ich schon vor Wochen, den Quiltplan erstellt. Der Quilt soll unser Sofa verdecken schmücken und als Kuscheldecke dienen.
Hier ist mir ein erster Fehler unterlaufen, der jedoch überhaupt nicht schlimm ist. Ich muss die doppelte Menge Streifen zuschneiden!

Für die Musterquadrate nehme ich Stoffreste und ausgemusterte Kleidungsstücke aus dem Fundus. Hier fand sich noch jede Menge rosa-rot-pink und einiges in blau-grün. Kombiniert wird das ganze mit einer neutralen Farbe. Entschieden habe ich mich für khakifarbenes Baumwollleinen von Stoff und Stil. Das passt farblich sehr gut in unser Wohnzimmer und erdet die bunten Musterquadrate.

Für die Quadrate habe ich mir eine Pappschablone in der benötigten Größe erstellt. Für die Streifen zwar auch, aber dann nicht benutzt. Bei den Streifen habe ich einfach 7cm breite Streifen in Stoffbreite geschnitten und hinterher in die richtige Größe geschnitten. Mit Rollschneider, Schneidematte und großem Lineal war das recht einfach und schnell erledigt.

Weiter geht es dann mit dem Nähen der Blöcke in Teil 2 meiner kleinen Doku-Serie. Stay tuned.

Samstag, 6. Dezember 2014

HerrMann Premiere an Nikolaus

Heute gibt es eine kleine Premiere bei mir, denn ich nehme heute zum ersten Mal an Monikas inspirierender Aktion HerrMann teil. Ich verfolge schon lange, was so für die Männer der Nähnerds genäht wird, habe aber bislang noch nichts für Herrn Huddel+Brassel genäht.


Genäht habe ich ihm nun das Langarmshirt Walcheren von Schnittreif. Da es eine Überraschung sein sollte, konnte ich natürlich keine Anprobe und Anpassung vornehmen. Ich finde es aber für den ersten Versuch ganz o.k. und weiß nun, was ich bei den Folgemodellen ändern muss.

Das Bündchen bzw. die Ansatznaht hätte ich mal noch bügeln sollen, so schlägt sie ein paar Wellen.

Der Schnitt ist dem Schnitt Föhr sehr ähnlich, lediglich besteht bei Walcheren noch die Möglichkeit, den Ärmel mit einem Streifen zu unterteilen, was ich als ganz nette Gestaltungsmöglichkeit empfinde.
Die Jersey sind die Basic-Jerseys von Butinette, die ich zum ersten Mal ausprobiert habe und recht angetan bin, von dem schönen Griff.

Fazit: Der Mann ist sehr zufrieden, ich auch. Jerseys für 2 weitere Modelle liegen schon bereit und ein Kapuzenhoodie ist geplant. Wenn ich da mal nicht fleißig mein Nähkarma verbessere!

Mir hat der Nikolaus aber auch was Tolles gebracht:

Damit ist dann klar, was ich mir auf der AnNäherung im Januar nähen werde. Jetzt muss ich nur noch
Stoff & Co. kaufen.

Edit: Ich habe Monikas Tip umgesetzt und die Bündchen abgeschnitten und aus dem dunkelgrauen Jersey gedoppelt angenäht. Viel besser!