Dienstag, 29. Dezember 2015

Jahresrückblick 2015

Und wieder ist ein Jahr vorbei.
Vergeht die Zeit gefühlt schneller, je älter man wird?

2015 war für mich persönlich ein eindeutig besseres Jahr als das Jahr 2014.

Seit Juni diesen Jahres arbeite ich fast wieder Vollzeit (90%). Wie ich in meinem letzten Jahresrückblick schon schrieb, kann sich manchmal schnell was ergeben; und so war es. Meine Kollegin hat die Abteilung verlassen und ich konnte ihre 0,4 Stelle übernehmen. Mein Mann hat seit Oktober auf 60% reduziert und gleichzeitig ein Home-Office bekommen und so kam es zu einem Tausch der klassischen Rollen bei uns. Uns allen tut dies aus verschiedenen Gründen sehr gut, aber es ist eine Umstellung.

Der Wechsel von Teilzeit zu Vollzeit hat bei mir zu einer drastischen Reduzierung der Nähzeit geführt. Früher konnte ich mir schon mal ein Stündchen Nähzeit abzweigen, zwischen 4 Stunden Arbeit und dem Zeitpunkt, wenn die Kinder aus der Schule zurück kamen; das fällt jetzt flach. Und da die Nähzeit bei mir vor dem Bloggen steht, kommt das Bloggen doch um einiges kürzer. Aber "You can`t dance on every Hochzeit".

In diesem Jahr war ich wieder bei der Annäherung in Bielefeld dabei und freue mich jetzt schon auf die 3. Annäherung in ein paar Wochen. Ich habe mit Karin zusammen einen ersten Sew-Along zum Thema Serien und Filme gehostet, der mir wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Ich habe am MeMadeMay2015 teilgenommen, ein Frühlingsjäckchen habe ich gestrickt, ein kleines Schwarzes genäht, einen Wintermantel und ein Weihnachtskleid gemeinschaftlich genäht. Ein weiteres Highlight am Ende des Jahres war das Nähbloggerinnentreffen hier bei uns in Köln.

Insgesamt habe ich doch eine Menge genäht, aber vieles nicht verbloggt, was ich sehr schade finde, denn im Blog kann ich für mich alles nochmal dokumentieren. Ob das im nächsten Jahr besser klappt? Im Rahmen des Film- und Serien-Sew-Alongs habe ich mir eine kleine Kollektion genäht. Das ist ein Ansatz, den ich auch in Zukunft verstärkt verfolgen möchte. D.h. dass ich gezielt Kombi-Partner nähe bzw. mir überlege, zu und mit was ich ein neues Kleidungsstück anziehen möchte, bevor ich es nähe. Außerdem hat sich das Häppchen-Nähen bewährt, d.h. nicht mehr auf die großen Nähzeitfenster hoffen und warten, sondern möglichst jeden Tag mal eine halbe Stunde nähen. Auch in kleinen Schritten geht es vorwärts.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Jahresausklang und für das neue Jahr viel Glück und Gesundheit!
Vielen Dank für Eure Besuche hier bei mir und für die vielen netten Kommentare.
Es war mir wieder mal eine Freude, mich mit Euch virtuell und analog auszutauschen.




Montag, 21. Dezember 2015

Weihnachtskleid 2015: Finale

Seit gestern läuft die Parade der diesjährigen Weihnachtskleider auf dem Me Made Mittwoch Blog und ich reihe mich nun auch schnell ein. Zuerst möchte ich Nina, Katharina,Wiebke und Monika meinen herzlichen Dank für die Begleitung des Sew-Alongs aussprechen. Wie wir alle, habt auch Ihr bestimmt eine Menge andere Dinge um die Ohren. Danke, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt!

Mein Weihnachtskleid ist schon seit ca. 2 Wochen fertig. Am Samstag wollte ich es ausnahmsweise aufbügeln (ist ja das Weihnachtskleid) und genau in dem Moment, hat meine Dampfbügelstation brackiges Kalkwasser über mein Kleid gespuckt *örks*. Da half nur eine schnelle Runde in der Waschmaschine. Die Fotos sind dann leider nur bei semiguten Bedingungen entstanden, aber so ist das zur Zeit ja leider.

Genäht habe ich ein Burda Plusmodell Nr. 132 aus der Ausgabe 11/2015. Wie Ihr sehen könnt, habe ich mich gegen die Miniknöpfchen-Schlaufen-Lösung entschieden. Nachdem ich den oberen Haken angenäht hatte, habe ich gemerkt, dass der Ausschnitt dann automatisch etwas aufsperrt. Die Knöpfe hätten hier leider nicht gepasst. Ich habe mich also für die Top drunter Variante entschieden und finde den Ausschnitt so auch sehr schön.
 An der rechten Seitennaht befindet sich ein Schlitz für mehr Bewegungsfreiheit.

 Und zum Schluss gibt es noch ein Drinnen-Foto, aber auch das gibt die Farbe nicht ganz wieder, wenigstens sehe ich nicht so zombieblass wie auf den geblitzten Draußen-Fotos aus.
Heute habe ich mir noch einen dunkelblauen Jenna-Cardi genäht, den ich aber vermutlich bei den derzeit herrschenden Temperaturen eher nicht brauchen werde.

Ich wünsche Euch allen wunderschöne, fröhliche, entspannte Weihnachten, ganz nach Euren Wünschen!


Sonntag, 6. Dezember 2015

Weihnachtskleid 2015.3

Mein Kleid ist fast fertig.
Nur noch alles von Hand säumen und der Ausschnitt benötigt noch etwas Aufmerksamkeit.

Das Kleid hat eine wirklich tolle Passform, was der relativ großen Anzahl von Abnähern geschuldet ist. Das Vorderteil hat zwei Längs- und einen Brustabnäher.
Und auch die Rückenteile verfügen über je zwei Längsabnäher und jeweils einen Abnäher vom Ausschnitt zum oberen Rücken hin.

Der Ausschnitt ist gelinde gesagt nicht gesellschaftsfähig; jedenfalls nicht in der Gesellschaft, in der ich mich üblicherweise bewege ;-)
Dort wo die Stecknadel steckt, kommt noch eine Öse und ein Haken hin. Aber die Tiefe des Schlitzes ist geradezu unanst..., zumindest bei meiner K.örb.größe* habe ich Assosziationen, die definitiv nichts mit Weihnachten und mir zu tun haben. Was tun?

Ich könnte natürlich ganz einfach, ein etwas höher schliessendes Top drunter ziehen, dass den Blick bis zum BH-Steg verschliesst.
Ebenfalls könnte ich den Schlitz versuchen mit einer unsichtbaren Naht zu verschliessen, etwas bis zur Höhe der Stecknadel mit dem orangen Kopf.
Oder ich hinterlege den Schlitz mit einem Stoffeinsatz. Hier habe ich das grob mit einem Stück elastischer schwarzer Spitze gesteckt. Bei dieser Version bin ich jedoch sehr skeptisch, ob nicht womöglich ganz blöde Züge entstehen und die gute Passform dahin ist.
Im Moment tendiere ich zu der Top bzw. Unterkleid-Version, da ich das Kleid ohnehin nicht gefüttert habe.

Was meint Ihr?

Wie es um die Weihnachtskleider der anderen Damen bestellt ist, sammelt heute Monika auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.


*Entschuldigt das Zerhäckseln der Worte, aber ich will es bestimmten Leuten nicht so einfach machen.


Sonntag, 29. November 2015

Winterjacken Sew-Along 2015.5: Finale

Mein Wintermantel ist schon ein paar Wochen fertig und wird seit dem Nähbloggerinnentreffen in Köln quasi täglich getragen. Der perfekte Mantel für Winter in Köln. Leider habe ich es nicht vorher geschafft, vernünftige Fotos bei schönem Wetter zu machen, deshalb müsst Ihr heute bei Nieselregen mit schnellen Handyfotos vorlieb nehmen. Sorry!

Der Mantel hat eine verdeckte Knopfleiste und hier sieht man ganz gut, dass ich die Knopflöcher ein bisschen zu nähen muss, da sie leider etwas nachgegeben haben.

 Die Taschenbeutel habe ich mit dunkelblauem Futterstoff genäht, da ich nicht wollte, dass das Taschenfutter aus den Teilungsnahttaschen herausblitzt.

 Eine Rückansicht gibt es auch; ziemlich zerknautscht, aber ich trage den Mantel ja auch in Dauerschleife.
Ein Blick auf das "weltschönste" Futter. Das Futter habe ich mit der Maschine rundherum an den Belegen festgenäht und dann von Hand am Saum und den Ärmelsäumen angenäht.
Die Knopfleiste hat auf dem Bloggerinnentreffen schon zu Verwunderung geführt: warum sind 4 Knöpfe auf der linken und ein Knopf auf der rechten Seite? Die Anleitung sah vor, dass das oberste Knopfloch sichtbar und schräg eingenäht werden sollte. Meine Maschine hat sich hier sehr deutlich verweigert und so habe ich den Knopf auf das rechte Vorderteil aufgenäht und schliesse mit einem Druckknopf.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Mantel. Der Schnitt (Burda 7483) ist wirklich empfehlenswert. Vielen Dank an Karin und Lucy für diesen Sew-Along, der mir geholfen hat, meinen Mantel -wenn auch in kleinen Häppchen- fertig zu nähen. Mich motiviert so ein Sew-Along sehr, nicht ein Projekt auf Seite zu legen und einfach spontan wieder was anderes zwischen zu schieben.

Alle anderen Mäntel und Jacken werden heute hier präsentiert.

Sonntag, 22. November 2015

Weihnachtskleid 2015.2: Schnitt und Stoff

Ihr Lieben, ich danke Euch sehr für Eure Kommentare in der letzten Woche. Die vorgestellten Kleider finde ich alle toll und möchte sie auch alle (fast alle) noch nähen, aber nicht alle im Rahmen dieses Sew-Alongs.

Das Kleid, welches ich eigentlich unbedingt und auf jeden Fall nähen wollte, ist gestern rausgeflogen: das Leberwurstkleid. Letzte Woche habe ich angefangen, ein Probekleid für die Leberwurst zu nähen und kann mich nicht mit dem Schnitt anfreunden. Der angeschnittene Stehkragen, lässt mich aussehen wie eine Schildkröte. Nein danke! An Birgit sieht das Kleid umwerfend schön aus, aber sie hat auch eine ganz andere Statur als ich. Und eine leberwurstige Schildkröte möchte nun wirklich keiner sehen. Eer Aufwand für ein Probemodell hat sich doch mal wieder gelohnt. Und auch Karins aufschlussreicher Post zu dem Kleid war hilfreich für die Entscheidungsfindung. Es sollte wirklich mehr solcher Posts geben.

Für das Tinakleid habe ich mich mit Bele zum Mini-Sewalong, ggf. in Bielefeld bei der Annäherung, verabredet.

Das diesjährige Weihnachtskleid wird das Kleid aus der Novemberburda aus dem auberginefarbenen Stretchgabardine.
Und wenn es die Zeit erlaubt und ich noch Lust auf ein weiteres Kleid habe, werde ich auch noch das Voguekleid aus dem roten Romanit nähen.
Wiebke sammelt heute die Beiträge aller anderen Näherinnen auf dem Me Made Mittwoch Blog.


Mittwoch, 18. November 2015

Me Made Mittwoch im NBTK15-Kleid

Für das Nähbloggerinnentreffen am letzten Wochenende wollte ich mir ein Kleid nähen. Ich mag es, wenn ich Kleidungsstücke mit besonderen Ereignissen verknüpfen kann. Da mein Mantel letzte Woche fertig geworden ist, wollte ich das Wickelkleid aus der Fashion-Style als tragbares Probekleid für das Weihnachtskleid nähen. Weit gefehlt! Als die Tochter sah, dass der Mantel fertig war, bestand sie darauf, dass wir jetzt endlich die versprochenen Leseknochen gemeinsam nähen sollten. Und da versprochen, versprochen ist, habe ich das auch gemacht und mir ein unaufwändiges Jerseykleid genäht.

Der Schnitt ist der Basis-Schnitt aus dem Rosa P. Buch "Ein Schnitt, vier Styles". Das Buch ist gerade für Anfängerinnen sehr empfehlenswert, da die Schnitte sehr einfach gehalten sind. Mir passt das Kleid sehr gut und ich habe es schon einmal aus Romanit genäht.

Diesmal habe ich es aus einem petrolfarbenen Strukturjersey genäht, den ich zusammen mit Karin auf dem Leverkusener Stoffmarkt ergattert habe.
Und da mir das Kleid irgendwie ein bisschen schlicht rüberkam, wobei ich schlicht grundsätzlich ja sehr gerne mag, habe ich noch ein schnelles Stoffblümchen aus dem gleichen Stoff zum Anstecken dran gebastelt. Ich habe hierfür diese Anleitung verwendet und kann sie empfehlen. Geht schnell und funktioniert.
 
Nina führt heute den Me Made Mittwoch in einem wunderbaren Hemdblusenkleid aus chinesischem Stoff an, das eigentlich auch ein Treffenkleid ist ;-) 
 

Montag, 16. November 2015

Nähbloggerinnentreffen in Köln 14./15.11.2015

Am vergangenen Wochenende fand in Köln das NBTK15 statt. Karin und Susi haben sich um die ganze Organisation gekümmert und hatten heinzelmännchenmäßige Unterstützung von Antje und Brigitte, Elke (ohne Blog), Marja Katz und mir. Mein Part beschränkte sich auf die Mithilfe bei der Planung und Durchführung der Stadtführung.

Gefühlt kenne ich ja irgendwie sehr viele Bloggerinnen, aber dann war ich doch überrascht, wieviele neue Gesichter ich gesehen habe, bzw. Bloggerinnen endlich mal persönlich kennenlernen durfte, deren Blogs ich schon sehr lange lese. Aber auch das Wiedersehen mit den schon bekannten Bloggerinnen war toll und unglaublich herzlich.

Während sich ein Teil unserer Gruppe in Krefeld bei Fashion for Designers vergnügte, machte sich der andere Teil der Gruppe auf den Fußweg durch Köln. Auf dem Weg zu unseren Shopping-Zielen, machten wir Stop an einigen architektonischen Besonderheiten, die einen Bezug zu unserem Hobby haben. Elke, unsere Frau für die Kultur, hat sehr anschaulich und kurzweilig erklärt.

Vor gut zwei Wochen hat Stoff und Stil ein Ladengeschäft in der Kölner Innenstadt eröffnet. Und da dieses Geschäft quasi um die Ecke vom ebenfalls sehr gut sortierten Alfatex liegt, hat sich unsere kaufwillige Truppe auf diese zwei Geschäfte verteilt, zwischendrin getauscht und auch mal Pause im Café eingelegt. Mit mehr (bei mir) oder weniger (z.B. Drehumdiebolzeningeneurin) gefüllten Taschen haben wir uns dann aufgeteilt. Ein Teil der Gruppe hatte einen Termin außerhalb der regulären Öffnungszeiten bei Plissee Becker in der Benesisstr., eine echte Kölner Institution, werden dort z.B. alle Tanzröckchen der Tänzerinnen der Kölner Karnevalsgarden plissiert. Einen weiteren Teil der Gruppe zog es auf die andere Rheinseite nach Kalk zum Waxprint shoppen. Die Gruppe, die von Marja Katz und mir begleitet wurde, machte sich auf den Weg zum Stoff-Schnäppchen-Markt in die Gürzenichstraße. Von diesem Laden habe ich nichts erwartet, da ich noch nie drin war, seit ich wieder nähe, aber wir sollten sowas von überrascht werden! Der Laden ist nicht schick. Es ist ein tunnelartiges Ladenlokal mit deckenhohen Lagerregalen, die voller Stoffrollen stecken; aber was für Stoffe! Wir haben wirklich ganz feine Stöffchen gefunden bzw. ertrüffelt. Es gibt dort viele edle Bekleidungsstoffe zu einem fairen Preis. Die Knopfauswahl ist dort auch nicht von schlechten Eltern. Knöpfe werde ich ab jetzt nur noch dort kaufen.

Nachdem wir dann Koffer am Bahnhof und Meike und Claudia am Neumarkt eingesammelt ging es weiter ins Palanta nach Köln-Sülz. Der ganze hintere Bereich des sehr schönen Lokals war für uns reserviert. Dort haben wir dann bis spät in die Nacht geschlemmt, getrunken und gequatscht. Schön fand ich, dass wir tatsächlich häufig Plätze getauscht haben und so mit vielen ins Gespräch kamen.

Weniger schön fand ich, dass ich auf dem Rückweg zur Bahnhaltestelle auf eine abgesperrte Zülpicher Straße kam. Auf dem nassen Kopfsteinpflaster spiegelte sich sehr viel Blaulicht, gespenstisch. Ein Polizist klärte mich auf, dass ein "verdächtiges Fahrzeug" gemeldet worden wäre, dass nun vom Entschärfungskommando des LKA untersucht werden müsse und der Bahnverkehr bis auf weiteres eingestellt wäre. In Anbetracht der Ereignisse aus Paris vom Abend vorher, lief es mir eiskalt den Rücken runter. Am nächsten Morgen konnte ich dann lesen, dass sich irgend ein Vollpfosten einen ganz üblen Scherz erlaubt hatte, in dem er an einen abgestellten Van einen Zettel mit der Aufschrift "Nicht öffnen, IS-Bombe" geheftet hat. Wie kann man mit sowas Scherze machen???

Am Sonntag fand unser Treffen einen mehr als würdigen Abschluss im Museum für angewandte Kunst Köln. Wir hatten dort eine Führung durch die Ausstellung "Modedesign von A bis Z", die von unserer lieben Elke (Ihr erinnert Euch: unsere Frau für Kultur), vorbereitet und gestaltet wurde. Elke und ihre Kollegin führten uns durch die Ausstellung bzw. gewährten uns einen Blick hinter die Kulissen, was ich sehr spannend und inspirierend fand.

Nach dem Museumsbesuch trennten sich dann wieder so langsam aber sicher unsere Wege *seufz*. Aber wir werden uns bestimmt wiedersehen, z.B. in Bielefeld.

Es war sehr, sehr schön mit Euch. Ich bedanke mich bei Karin und Susi, sowie den anderen "Heinzelmädchen" für die Organisation und bei allen Teilnehmerinnen für die tollen Gespräche und Inspirationen! Ich bin sehr beeindruckt, welche weiten Anfahrten Ihr auf Euch genommen habt!

Ich habe am ganzen Wochenende kein einziges Foto gemacht. Deshalb zeige ich Euch nur ein paar Fotos meiner Schätze.

Die Ausbeute von Stoff und Stil
Strickboucle in weiß-grau-silber, silbern beschichter Sweat, grauer Romanit, grauer Glitzer-Leo-Jersey, roter Romanit

Ertrüffelte Stoffe beim Stoff-Schnäppchen-Markt
ganz feiner, in echt himbeerroter Baumwollblusenstoff mit Elasthan, grauer Viskose-Woll-Krepp

Neuer Lesestoff

Ein liebevoll genähtes Dömchen för et Hätz*
*für das Herz

Bei Karin wird es einen Beitrag mit einer Linksammlung zum Treffen geben. Ich freue mich schon auf Eure Bericht und Fotos.

Sonntag, 15. November 2015

Weihnachtskleid 2015.1: Inspiration und Rückblick

Mein liebster Sew-Along geht wieder los!  Aber, der Reihe nach: Erst haben die Kleider der vergangenen Weihnachten (wie bei Scrooge) ihren Auftritt:

1. Weihnachtskleid 2012
2. Weihnachtskleid 2012

Weihnachtskleid 2013

Weihnachtstunika 2014

Was ich schon mal weiß, ist: Dieses Jahr wird es wieder ein Kleid. Die Frage ist nur, welches?

Ich habe da ein paar Favoriten:

1. Das Wickelkleid aus der Fashion-Style. Dazu habe ich auch schon einen Stoff gekauft. Es ist ein Velourslederimitatjersey in einem Rosenholz- oder Leberwurstton. Der Stoff ist nicht dick und wird sich, hoffe ich, gut verarbeiten lassen.


2. Dieser Schnitt von Vogue. Habe ich schon länger hier liegen, aber noch nicht genäht. Ich würde mir das Kleid gerne aus einem Romanitjersey nähen.
Gestern habe ich einen tollen roten Romanit bei Stoff und Stil gekauft. Der wäre gut geeignet.

3. Dieses Kleid aus der aktuellen Burda. Hierfür hätte ich einen Stretch-Gabardine in Aubergine da, der eine leicht glänzende Seite hat.
Quelle: Burdastyle


4. Das Tina-Kleid habe ich immer noch nicht genäht. Das wäre auch eine schöne Weihnachtskleidoption.
5. Und dann habe ich doch einen sehr schönen Wollstoff. Fischgratmuster in grau mit sehr feinen pinkfarbenen Lurexstreifen. Allerdings habe ich dazu noch keine Schnittidee.

Heute gehts weiter mit dem Kölner Nähbloggerinnentreffen und heute abend werde ich mich dann mal durch die anderen Beiträge lesen.
Nina sammelt auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog alle Teilnehmerinnen der Weihnachten-soll-schöner-werden-Aktion.




14.11.2015 Teil 1- Inspiration und Rückblicke auf die Weihnachtsoutfits 2014, 2013, 2012, 2011
- Perfekt, ich weiß genau was ich nähen will und es ist schon alles da. Schnitt, Stoff, Zubehör.
- Oh weh, ich habe noch keine Ahnung und verlasse mich mal auf die Inspiration der Anderen.
- Ich weiß genau welcher Schnitt, aber keine Ahnung was für ein Stoff passt.
- Stoff ist da, aber welchen Schnitt solch ich nur nehmen?

22.11.2015 Teil 2
- Stoff- und Schnittvorstellung
- Hurra, ich habe genau den Stoff gefunden den ich mir vorgestellt habe. Der Schnitt passt auch super dazu.
- Der Stoff ist toll, aber ich nehme doch lieber ein anderes Schnittmuster. Oder doch nicht?
- Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.
- Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr.

06.12.2015 Teil 3
- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

13.12.2015 Teil 4
- Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen.
- Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht.
- Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen.

20.12.2015 Teil 5
Finale
Fertig! Wir haben es gemeinsam geschafft. Wir haben alles gegeben und sehen einfach umwerfend aus.

Mittwoch, 11. November 2015

Me-Made-Mittwoch 11.11.15: Norma und Ottobre-Shirt

Mein gestriges Büro-Outfit sah so aus:

Der Rock ist nach dem Schnitt Norma aus der Ottobre entstanden. Dieser Schnitt wird zu Recht häufig in der Blogosphäre genäht. Ein Schnitt ohne viel Gedöns, der eigentlich jeder Frau steht.

Dieses Modell habe ich aus einem auberginefarbenen Bouclé genäht. Der Stoff ist in der Verarbeitung wirklich übel. Er franst wie die Hölle und lässt sich nicht trennen. Da der Stoff über eine wirklich schöne Webkante verfügt, habe ich diese mit dem Rollschneider abgeschnitten und als Saumborte verwendet. Da der Stoff zu dick zum verstürzen war, habe ich den Rocksaum nur mit der Overlock versäubert (Fransenalarm s.o.) und die Borte auf die Saumkante angesetzt und mit einem schmal gestellten Zickzack-Stich festgenäht. Der Stich fällt überhaupt nicht auf und ich finde, dass die Borte dem Rock das gewisse Etwas gibt.

Leider ist der Rock doch einen Ticken zu lang geraten. Auf den Fotos habe ich den Bund einmal umgeschlagen; auch nicht gerade eine elegante Lösung. Von unten kürzen geht nicht und auftrennen ist auch sehr problematisch. Ärgerlich, aber vielleicht versuche ich doch den RV raus zu trennen, den Bund abzuschneiden und neu anzusetzen.

Das Shirt bzw. der Pulli den ich trage, ist ebenfalls nach einem Ottobreschnitt entstanden. Es ist der Schnitt für das "gewickelte" Shirt aus der Ottobre 05/2008, nach dem auch schon mein Discokugel-T-Shirt und zwei weitere Oberteile, die es noch nicht in den Blog geschafft haben, entstanden. Der Stoff ist ein sehr feiner, weicher anthrazitfarbener Feinstrick. Der Pulli trägt sich sehr gut und ich finde, dass er ein toller Kombipartner zum Rock ist.

So gekleidet habe ich gestern eine sehr wichtige Besprechung, vor der ich etwas Magengrummeln hatte, erfolgreich bestritten. Meine Deeskalations-Skills waren zum Glück nicht erforderlich (winke winke zu Karin). Meinen Wintermantel habe ich gestern fertig genäht und freue mich jetzt auf das Bloggerinnentreffen am Wochenende in Köln. Evtl. schaffe ich es noch, ein Probekleid für das Weihnachtskleid als Treffenkleid zu nähen. Das wäre toll.

Ebenfalls fertig geworden ist Petras Walkmantel, den sie heute als Gastbloggerin beim
Me-Made-Mittwoch zeigt. Manchmal will gut Ding einfach Weile haben.

Sonntag, 1. November 2015

Winterjacken Sew-Along 2015.4: Zwischenstand

Den letzten Termin habe ich ausfallen lassen, denn ausser zugeschnittenem Oberstoff hatte ich nichts vorzuweisen.
Aber jetzt:
Der Oberstoffmantel ist fertig und auch der Futtermantel ist bis auf die Ärmel genäht. Dann kommt noch das Zusammenfügen, Heftfäden entfernen und 5 Knöpfe wollen angenäht werden.

Das Nähen hat sehr gut geklappt bisher. Ich nähe zum ersten Mal ein Teil mit verdeckter Knopfleiste.
Nachdem ich mich sehr lange selber blockiert habe, mit meinen Überlegungen den Mantel wärmer zu bekommen, habe ich mich dann doch dazu entschieden, den Mantel nicht mit Watteline oder Membran zu pimpen. Mir fehlt definitiv noch ein Mantel/eine Jacke für die wärmeren Winter- und kühleren Herbsttage. Die Winter in Köln sind ja leider nicht ganz so kalt...Und für die wirklich kalten Tage habe ich meinen Peppernoot und einen Kaufparka.

In einem Blog (ich weiß nicht mehr bei wem) habe ich gelesen, dass die Bloggerin jeden Tag 45 Minuten Nähzeit einplant, damit das Nähen nicht zu kurz kommt. In den letzten 1-2 Wochen habe ich versucht, das für mich umzusetzen. Oft war es auch nur eine halbe Stunde. Für mich ist das eine tolle Sache - wenn man sich darauf einlässt, nur kurze Nähsessions zu haben - denn in kleinen Schritten kommt man dann auch irgendwann mal weiter. Besser kleine Häppchen, als gar kein Nähen.

Lucy führt durch den heutigen Teil des Sew-Alongs, bei dem alle zeigen, wie es um ihre Mäntel/Jacken steht. Meike hat ein prima Tutorial für Paspelknopflöcher beigesteuert, dass ich beim ersten Lesen direkt verstanden habe. Danke!

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Me Made Mittwoch: Burda 132 B 09/2015

Guten Morgen,

heute dürft Ihr an mir ein Kleid sehen, das mich unglaublich Nerven gekostet hat, was man dem Kleid zum Glück nicht ansieht
Es ist der Burda Plusschnitt 132 B aus dem diesjährigen Septemberheft.

Bildquelle: Burdastyle
Im Heft war mir schon das, diesmal sehr aussagekräftige, Foto aufgefallen. Ein Schnitt ohne viel Gedöns, aber mit einer tollen Musterspielerei.
Bildquelle: Burdastyle
Leider habe ich nicht so einen tollen Stoff mit einem entsprechenden Musterrapport gefunden. Aber als ich mit Karin auf dem Leverkusener Stoffmarkt war, habe ich direkt den nun verarbeiteten flanelligen Webstoff in Petrol/Ecru kariert gefunden und mitgenommen.

Wie der aufmerksamen Leserin aufgefallen sein dürfte, verfügt mein Kleid im Gegensatz zum Burdamodell nicht über lange Ärmel; und das kam so: Da ich das Karo lieber im schrägen Verlauf vernähen wollte, da es mir so von der Musterung her besser gefällt, habe ich das Kleid im schrägen Verlauf zugeschnitten und sofort (!) alle Rundungen gestaystiched. Den Ärmel musste ich trotz Plusgröße noch mit der Drehmethode etwas vergrößern. Als ich dann die Ärmel eingehalten eingenäht habe, zeigte sich die ganze Misere. Der Ärmel saß am Oberarm wirklich gar nicht. Absolute Superkatastrophe! Da ich keine Idee und keinen Nerv hatte, mich noch mit der Ärmelkonstruktion zu befassen, habe ich kurzerhand beschlossen, das das Kleid auch ohne Ärmel funktioniert. Ich habe also noch Belege für die Armausschnitte zugeschnitten und angenäht, das Futter angepasst...das hat mich ganz schön Zeit gekostet.

Den Saum habe ich von Hand genäht, müsste ihn aber wohl mal ordentlich bügeln. Die Taschen und den schlichten Schnitt finde ich nach wie vor grandios.

Meine Nähfreundin Liese (ihr Blog Rosenrabbatz ist nicht mehr öffentlich) ist überzeugt, dass meine Probleme mit dem Schnitt an dem schrägen Fadenlauf liegen. Ich habe eigentlich gedacht, dass ich den Fadenlauf je nach Geschmack auch ändern kann, wenn ich an das Staystitching denke. Keine Ahnung. Ein weiteres Problem ist der zu weite/abstehende Halsausschnitt. Hat hier jemand eine Idee, woran das liegt? Von meinen Massen passe ich übrigens genau in die entsprechende Burdagröße, so dass ich auch nicht an eine FBA gedacht habe. Bei diesem Kleid kann ich mit dem Mehr an Stoff ganz gut leben, aber ich habe schon Kleider genäht, bei denen das so gravierend war, dass ich sie nicht mehr angezogen habe.

Meike ist heute Gastgeberin im Me Made Mittwoch Blog in einem wunderbaren Wickelkleid. Ich sag doch: Wickelkleider gehen immer!

Sonntag, 4. Oktober 2015

Winterjacken-Sewalong 2015.2: Stoffauswahl

Mein ausgewählter Stoff, den ich mir noch unter den Nachwirkungen eines Sonnenstiches unmittelbar nach der Rückkehr aus Italien gekauft habe, ist ein dunkelblauer Wollstoff. Die Zusammensetzung ist abenteuerlich: Alpaca, Leinen, Viskose. Der Stoff ist kuschlig, aber eher lockerer gewebt, also keineswegs vergleichbar mit einem Loden oder Wollvelours.

Dazu möchte ich dieses wunderschöne Futter kombinieren. Die Farbe ist in Wirklichkeit eher fuchsia-pink. Es handelt sich um ein wirklich feines, hochwertiges Viskosefutter, welches ich bei Alfatex zu einem Superpreis im Sale ergattern konnte.

Der Schnitt stand ja schon beim letzten Mal fest: Burda Einzelschnitt
Im Moment stehe ich jedoch vor zwei Problemen:

1. Sollte ich sicherheitshalber den kompletten Mantel mit Bügelvlies bebügeln, um den Stoff stabiler zu bekommen und zu erhalten?
2. Packe ich noch eine wärmende Einlage rein?

Auf eine Klimamembran habe ich irgendwie diesmal keine Lust. Ich habe sie schon beim Peppernoot in Kombi mit einem Steppfutter verwendet. Das Rascheln stört mich übrigens kein Stück.
Z. Zt. überlege ich, ob ich mir Thinsulate oder Wollvlies bestellen soll.

Und noch ein klitzekleines "Problem" hat sich aufgetan. Diese Woche habe ich mir den Schnitt Yuzu von Wafflepatterns gekauft, spontane Schockverliebung. Und eigentlich würde ich jetzt viel lieber den Yuzu nähen...aber mein Wollstoff ist dafür eher nicht geeeignet. Ich denke für Yuzu wäre ein etwas standhafterer, festerer Wollstoff vorteilhafter. Außerdem frage ich mich ernsthaft, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, über noch einen Mantel nachzudenken und schon Stoffe zu recherchieren. Wann soll ich das denn alles nähen? 

 Karin führt heute auf dem MMM-Blog durch den zweiten Teil. Dort können wir heute sehen, für welche Schnitte sich entschieden wurde und welche Stoffe verarbeitet werden sollen.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ein schnittreifes Herbstoutfit

Erstmal ein dickes Dankeschön von mir für Eure lieben Kommentare zu meinem letzten Jammerposting. Es tut gut zu wissen, dass jede mal so eine angespannte Zeit hat, in der kaum Zeit zum Nähnerden ist.

Ganz spontan habe ich heute nach der Arbeit die Herbstsonne genutzt, und schnell zwei Fotos von meinem heutigen Outfit schiessen lassen.

Ich trage einen karierten Römö aus einem ganz und gar widerlichen Stoff. Wenn man ein Feuerzeug dranhält, schmilzt der wahrscheinlich in Sekundenschnelle. Aber: die Farbe und die "Karierung" sowie der attraktive Preis überzeugten mich, einen schnellen, einfachen Rock daraus zu nähen. Irgendwie liege ich zwischen zwei Größen und der Rock rutscht. Auf dem Bild ist der Bund einmal umgeschlagen, damit es nicht so omihaft aussieht. Ich müsste da nochmal ran, aber erstmal sehen, wie sich der Stoff so bewährt.

Dazu trage ich mein erstes Fledermausshirt nach dem Schnitt  Usedom von Schnittreif aus grauem Feinstrick. Der Schnitt ist super. Man hat zwei Möglichkeiten, wie "fledermausig" man es möchte. Ich habe mich für die gemässigtere Version entschieden. In einer Stunde hat man ruckzuck ein nettes, neues Shirt, was sich gut mit Hosen und (schmalen) Röcken tragen lässt.
Und hier seht Ihr auch noch meine aktuelle Lieblingshandtasche nach dem Schnitt Anna von Machwerk. Frau Dreikah hat mich dazu inspiriert, den Schnitt zu verkleinern. Meine ist jetzt fast etwas zu klein und da ich extremes Use-what-you-have betrieben habe, und zum verstärken Bodentücher benutzt habe, war die Tasche an manchen Stellen so dick, dass ich nicht drüber nähen konnte. Macht mir aber nichts. Verarbeitet habe ich ein graues Wildlederimitat. Das Gurtband habe ich noch mit einem grauen Samtband verziert, welches ich noch hatte.

Ich habe also heute komplett Schnitte von deutschen Indie-Labels an und ich denke manchmal, dass ich die oft bei der Schnittmustersuche/-wahl völlig zu Unrecht vergesse oder übersehe. Warum in die Ferne schweifen und mich durch die englischen Anleitungen quälen? Wobei ich vielleicht erwähnen sollte, dass diese Woche noch Yuzu von Wafflepatterns und ein Butterick-Blusen-Schnitt, den ich bei Frau Küstensocke gesehen habe, hier eingezogen sind. Aber Vielfalt ist ja was Tolles!

Das wären dann schon mal die ersten zwei Teile meiner geplanten Herbstgarderobe (für die, die mitzählen). Ebenfalls fertig ist der Boucle-Norma und fast fertig das Coco-Jäckchen aus Boucle. Bei der Jacke muss ich die Ärmelsäume noch von Hand annähen, bin aber abends zu blind und zu müde dazu. Ausser der Reihe habe ich noch ein Fledermausshirt in brombeer-schwarz gemustert genäht, was perfekt zur Boucle-Norma passt. Läuft also doch ein bisschen bei mir!