Donnerstag, 5. März 2015

12 qm Glückseligkeit

Ich darf mich zu den Glücklichen zählen, die ein eigenes Nähzimmer haben. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, wie ich weiß. Mein Nähzimmer ist ein Kellerraum ohne Heizung. Im Winter verflixt kalt, aber ich habe ja meinen Freund hier

und warme Fleecejacken. Im Sommer ist es hier unten bei größter Hitze schön kühl.

Der Februar war für mich kein sehr produktiver Nähmonat. Als ich krank war, hatte ich keine Lust auf meinen Keller und dann reifte in mir der Wunsch, meine Räuberhöhle (wie der Mann immer sagt) mal komplett an meine Bedürfnisse anzupassen, umzustellen und richtig aufzuräumen. Da ich ja sonst ganz gerne mal Bilder von meinem Chaos zeige,

 zeige ich heute mal mein superaufgeräumtes Streber-Nähzimmer. Bitte tretet ein:

 Links stehen zwei Schränke, die voller Karnevalsrpröll und Dekokrams (Weihnachtsschmuck & Co.) sind. Davor die erste Neuerung: endlich ein Bügelbrett im Nähkeller, damit ich nicht jedesmal 4 Räume weiterlaufen muss, wenn ich mal ne Naht ausbügeln möchte. In der Ecke vor dem Fenster ist Leila mit meinem Projekt in Process (leider gerade sehr ruhend). Rechts in der Ecke mein Nähplatz.
 Über dem Nähplatz stehen alle möglichen Bänder in Kisten, Gummibänder, Taschenzubehör, Zangen und Druckknöpfe. Meine Zeitschriftensammlung, ein paar Bücher, die Overlockkonen und darauf die genähten Schutzhüllen für die Maschinen, die ich nie drüber ziehe.

Hier das ALLERBESTE!!!! Mein Vater hat mir meinen Tisch um gute 20cm hochgebaut. Endlich die perfekte Steharbeitshöhe zum Zuschneiden. In den Beinen meines (ausgedienten Kantinen-)Tisches befinden sich Schrauben zur Höhenjustierung. Die Schrauben hat er rausgeschraubt und durch eine Art Bolzen an deren Ende sich Gewinde finden ersetzt. An den Gewinden sind Füße, damit der Tisch gut stehen kann.
Unter dem Tisch ist eine Kiste mit angeschnittenen Jerseys/Reststücken, Bündchen etc.
 Hier habe ich so richtig aufgeräumt. Alle kopierten Schnitte thematisch in Ordner sortiert und die Ordner einheitlich beschriftet. Hinter den Schranktüren befinden sich die Einzelschnitte. In den kleineren Plastikkisten sind Einlagen und Futterstoffe zu finden. Darunter habe ich eine nicht mehr benötigte Hängeregistratur aus meinem Büro untergebracht, in der ich alle Download Schnitte, rechts alle Taschenschnitte untergebracht habe. Diese Idee habe ich mir bei Chrissy abgeguckt. Ich finde das sieht mega aus, so ordentlich.
Dann folgt ein neues Kellerregal, in dem ich alle Kisten mit meinen Stoffen untergebracht habe. Von oben nach unten: Winterstoffe, Sommerstoffe, Jersey hell und rot, Jersey dunkel. In der schwarzen Tüte auf der Sommerstoffkiste sind alle Quiltzutaten. Im Schrank rechts daneben, sind diverse Stoffreststücke zu finden, die noch für irgendwas gut sind (hoffentlich). Außerdem habe ich hier meine Wolle und Stricknadeln & Co. verstaut. An der Wand links vom Holzregal mit den Ordnern habe ich einen großen Spiegel, in dem ich mich komplett sehen kann.

Hach, ich bin gerade sehr froh!

Kommentare:

  1. Sieht richtig gut aufgeräumt aus. Ich zeige keine Bilder von meinem Chaosnähzimmer. Es war mal aufgeräumt. Also immer mal wieder. Langsam muss ich auch mal mehrere Ordner mit rauskopierten Schnitten anlegen. Das ist genau das, was bei mir im Zimmer rumfliegt. Und der Spiel ist auch eine super Idee. Irgendwo haben wir noch einen, glaube ich. Jetzt muss ich dafür immer ins Schlafzimmer rennen. LG

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  2. Ein eigenes Nähzimmer ist wirklich pure Glückseligkeit. Schön hast du es.Die Sortierei des Materials, das ja so unterschiedlich ist, empfinde ich auch als große Herausforderung. Da bin ich bei mir immer noch nicht ganz zufrieden. Zum Lächeln gebracht hast du mich übrigens mit deiner Nichtbenutzung der liebevoll selbstgenähten Hüllen. Genauso ist es.
    LG,
    Claudia

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  3. Danke für´s Zeigen, ein sehr schönes Zimmer und es sieht viel größer aus als 12qm!

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  4. Sehr ordentlich und ich besitze gar nicht so viele Schnittmuster, wenn ich deine Sammlung so sehe, da habe ich noch Luft. Den erhöhten Zuschneidetisch finde ich perfekt, nun muss ich mir die Idee nur noch merken bis das erste Kind weg ist und ich in ein Größeres Nähzimmer ziehen kann.
    Viele Grüße
    Sylvia

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  5. Oh, beneidenswert! Ich darf, wenn ich hinterher wieder aufräume, meine Nähmaschine auf den Esstisch stellen und fühl mich mit meinem "Nähkoffer" immer wie auf der Flucht. Außerdem bekomme ich Schimpfe, dass der Stoffstapel in der Lücke zwischen Schreibtisch und Esszimmerschrank irgendwann einmal unvorsichtige Besucher unter sich begraben könnte... Sieht super aus bei Dir! Lieben Gruß – Mrs Go :-D

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