Mittwoch, 29. Juli 2015

MMM: Ich packe meinen Koffer

Heute findet der MMM unter dem Motto "Ich packe meinen Koffer" statt (Gibts eigentlich irgendwas, das Frau Kreuzberger nicht steht? Unfassbar!). Dieses Motto versäume ich nach Möglichkeit genauso wenig, wie meinen anderen Liebling "Liebling des Jahres XY".

Mein Urlaub liegt schon zurück und ich bin seit dieser Woche wieder Teil der arbeitenden Bevölkerung. Wir waren 10 Tage in der Toskana. Einen separaten Me-Made-Urlaubspost werde ich in den nächsten Tagen noch schreiben. Kurz vor dem Urlaub habe ich mir noch ein Vogue1027 genäht.

Das Kleid war einer der Lemmingschnitte im letzten Sommer, zusammen mit Tiramisu von Cakepatterns, die Jerseykleider 2014 würde ich sagen. Vogue sticht bei mir jedoch Tiramisu aus. Der Schnitt ist einfach klasse.

Den wunderbaren Jersey habe ich auf dem Leverkusener Stoffmarkt erstanden; ein Traumstoff. Stoffe dieser Art, farbig aber nicht kreischend und mit erwachsener Musterung sind nicht so häufig zu finden.

Diesmal habe ich das Taillenband anders genäht. Ich habe das rückwärtige Taillenband zweimal zugeschnitten und eines für vorne verwendet. Die Bindebänder habe ich dann einfach in den Seitennähten mitgefasst und fertig.

Bei diesem Kleid mag ich, entgegen meiner sonstigen Vorliebe, auch die längere Rocklänge; das hat so was Beschwingtes.
Einmal hin...

.....einmal her
Kleiderspaß ist gar nicht schwer!

Das Kleid war im Urlaub dann nicht mein Liebling, sondern ein ganz anderes....das ich nach der Sommerpause des MMM am 02.09.2015 ausgiebig vorstellen werde.

Allen, die Ihren Urlaub noch vor sich haben, wünsche ich wunderbare Ferien und uns Daheimgebliebenen einen hoffentlich sommerlichen August, damit unsere Sommerkleider an die Luft dürfen.

Sonntag, 26. Juli 2015

Shirts nähen ist langweilig und lohnt sich nicht?

Häufig liest man, dass sich Shirts nähen überhaupt nicht lohnen würde, da man sie ja auch für nen Appel und ein Ei kaufen kann und außerdem der Langweilefaktor sehr groß sei. Ich kann dem überhaupt nicht zustimmen.

1. Den Preis für "billige" Shirts zahlt immer jemand. Ich möchte das gar nicht vertiefen, Ihr wisst von was ich spreche. Ich bin nicht bereit, das zu unterstützen und nähe auch deshalb lieber selbst für mich. Außerdem ärgere ich mich bei Kaufshirts über verzogene Seitennähte, aufgehende Säume usw.

2. Shirts zu nähen ist natürlich deutlich schneller als das Nähen eines Kleides, einer Hose oder einer Jacke/Mantel. Aber a) ist es ein herrliches Zwischendurch-schneller-Erfolg-Projekt und b) kommt es auf das Shirt an.

Für passionierte Kleiderträgerinnen sind Shirts natürlich nicht sonderlich interessant. Wer aber wie ich gerne auch Hosen oder Rock trägt, kommt an Shirts kaum vorbei.

Ich zeige heute mal eine Auswahl von Shirts, die ich in den letzten Monaten genäht habe.

Den Anfang macht mein Discokugel-Shirt. Genäht habe ich es aus einem Pailetten-Jersey und einem farblich passenden Baumwolljersey. Die Farbe ist in echt mehr rauchig-taubenblau. Der Schnitt ist aus der Ottobre 05/2008 und ich habe ihn bereits mehrfach genäht. Als das Shirt fertig war, war ich erst etwas geschockt. Nichts gegen Glitzer, aber DAS war mir dann doch ein bisschen viel. Als Shirt für Parties und zum Weggehen ist es jedoch super.

Das nächste Shirt ist die "Discokugel-light". Der Schnitt ist Summer-Basic aus der Ottobre 02/213. Die Ärmel sind angeschnitten (es näht sich also noch schneller) und die Passform ist um die Mitte rum locker und umspielt die Polster und Röllchen. Verarbeitet habe ich einen dunkelblauen Baumwolljersey und habe aus dem Rest des Pailettenjerseys drei Sterne mit der Negativ-Applikationstechnik integriert, ein schönes Detail. Eine Anleitung für diese Technik gibt es auf der Farbenmix-Seite.

Und um zu zeigen, dass der gleiche Schnitt mit anderen Stoffen/Details immer anders wirkt folgen jetzt noch drei Shirts nach dem Summer-Basic-Ottobre-Schnitt.

Ganz schlicht aus einem beerenfarbenen Baumwolljersey mit Pünktchen.
Hier aus einem silbrig grauen Viskosjersey mit aufgenähtem Faltenband aus dem gleichen Jersey. Das Foto zeigt das Shirt im ungewaschenen Zustand. Nach dem Waschen hat sich das Band, wie gewünscht, ganz wunderbar eingerollt und verpasst dem Shirt einen echten Hingucker.
Und hier nochmal ganz schlicht, aber aus einem Hammerjersey, schwarz mit weißen, grauen, türkisen und blauen Punkten. Die Bündchen sind aus schwarzem Jersey.

Bei dem Schnitt habe ich nach dem ersten Shirt den Ausschnitt verschmälert, da es sonst die BH-Träger zeigt.

Und zu guter letzt noch ein Shirt nach meinem Basis-Shirt-Schnitt Fanö von Schnittreif. Hier habe ich einen rosa Häkelspitzenstoff mit passendem Jersey kombiniert. Ich habe den Spitzenstoff anhand der Passe, die man bei dem Schnitt nähen kann, zugeschnitten. Die Spitze dann auf den Jersey gelegt und als eine Lage verarbeitet. Das Shirt sieht sehr schön zu Jeans und auch in Kombi mit meinem dunkelblauen Blazer aus.

Vielleicht konnte ich Euch ein wenig inspirieren. Es lohnt sich wirklich ein paar Shirtschnitte für sich herauszusuchen und anzupassen. Mit wenig Zeitaufwand lassen sich dann tolle Ergänzungen für die Garderobe nähen.




Mittwoch, 1. Juli 2015

MeMadeMittwoch: Dolce Vita Burdastyle 138-05/2010

Meine liebe Nähfreundin Frau Fädchen und ich haben da so ein Faible für die sogenannten Dolce Vita Fotostrecken in der Burda. Meist sind es sehr feminine Kleider. Und es traf sich gut, dass ich den Schnittbogen von ihr leihen konnte, da ich meinen leider verbummelt habe. Das ist mir jetzt schon zum zweiten Mal passiert und ich frage mich, wo die Bögen geblieben sind. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich sie weggeworfen habe...
Der Stoff ist ein Viskoseprint, von dem ich mir auf dem Frühlingsstoffmarkt im Mediapark direkt zwei Coupons gesichert habe. Ich konnte den Farben und dem Print nicht widerstehen. So schön der Stoff ist, so zickig war er bei der Verarbeitung; und ich bin nicht unerfahren mit Viskose. Es war nicht möglich, den Rock abzupüstern, da der Stoff die Kreide regelrecht abgestossen hat.


Am Schnitt habe ich den Ausschnitt verändert sprich entschärft. Das wäre dann doch etwas zuviel des Guten gewesen. Den rückwärtigen Reissverschluss habe ich wieder rausgetrennt, da ich ihn in den Stoff nicht sauber einnähen konnte und nicht brauche, um das Kleid anzuziehen. Das vordere Oberteil habe ich übrigens gedoppelt und auf die Belegverarbeitung verzichtet.

Das Kleid sitzt schön locker und luftig, ist aber kein Sack und ich fühle mich in ihm sehr sommerlich, italienisch *haha*. So ein Viskosekleid ist einfach das ideale Kleidungsstück für so heiße Temperaturen.

Aus dem Rest des Stoffes habe ich mir, weil ich so verliebt in die Farben bin, noch einen schnellen Loop genäht.

Auch Monika, die heute beim Me Made Mittwoch vortanzt, hat sich für ein luftig leichtes Viskosekleid entschieden, das mir sehr gut gefällt.