Mittwoch, 28. Oktober 2015

Me Made Mittwoch: Burda 132 B 09/2015

Guten Morgen,

heute dürft Ihr an mir ein Kleid sehen, das mich unglaublich Nerven gekostet hat, was man dem Kleid zum Glück nicht ansieht
Es ist der Burda Plusschnitt 132 B aus dem diesjährigen Septemberheft.

Bildquelle: Burdastyle
Im Heft war mir schon das, diesmal sehr aussagekräftige, Foto aufgefallen. Ein Schnitt ohne viel Gedöns, aber mit einer tollen Musterspielerei.
Bildquelle: Burdastyle
Leider habe ich nicht so einen tollen Stoff mit einem entsprechenden Musterrapport gefunden. Aber als ich mit Karin auf dem Leverkusener Stoffmarkt war, habe ich direkt den nun verarbeiteten flanelligen Webstoff in Petrol/Ecru kariert gefunden und mitgenommen.

Wie der aufmerksamen Leserin aufgefallen sein dürfte, verfügt mein Kleid im Gegensatz zum Burdamodell nicht über lange Ärmel; und das kam so: Da ich das Karo lieber im schrägen Verlauf vernähen wollte, da es mir so von der Musterung her besser gefällt, habe ich das Kleid im schrägen Verlauf zugeschnitten und sofort (!) alle Rundungen gestaystiched. Den Ärmel musste ich trotz Plusgröße noch mit der Drehmethode etwas vergrößern. Als ich dann die Ärmel eingehalten eingenäht habe, zeigte sich die ganze Misere. Der Ärmel saß am Oberarm wirklich gar nicht. Absolute Superkatastrophe! Da ich keine Idee und keinen Nerv hatte, mich noch mit der Ärmelkonstruktion zu befassen, habe ich kurzerhand beschlossen, das das Kleid auch ohne Ärmel funktioniert. Ich habe also noch Belege für die Armausschnitte zugeschnitten und angenäht, das Futter angepasst...das hat mich ganz schön Zeit gekostet.

Den Saum habe ich von Hand genäht, müsste ihn aber wohl mal ordentlich bügeln. Die Taschen und den schlichten Schnitt finde ich nach wie vor grandios.

Meine Nähfreundin Liese (ihr Blog Rosenrabbatz ist nicht mehr öffentlich) ist überzeugt, dass meine Probleme mit dem Schnitt an dem schrägen Fadenlauf liegen. Ich habe eigentlich gedacht, dass ich den Fadenlauf je nach Geschmack auch ändern kann, wenn ich an das Staystitching denke. Keine Ahnung. Ein weiteres Problem ist der zu weite/abstehende Halsausschnitt. Hat hier jemand eine Idee, woran das liegt? Von meinen Massen passe ich übrigens genau in die entsprechende Burdagröße, so dass ich auch nicht an eine FBA gedacht habe. Bei diesem Kleid kann ich mit dem Mehr an Stoff ganz gut leben, aber ich habe schon Kleider genäht, bei denen das so gravierend war, dass ich sie nicht mehr angezogen habe.

Meike ist heute Gastgeberin im Me Made Mittwoch Blog in einem wunderbaren Wickelkleid. Ich sag doch: Wickelkleider gehen immer!

Kommentare:

  1. hmhm..der ausschnitt sieht mir nicht kompatibel mit schrägem fadenlauf aus.da kann man soviel staystitchen wie man will, es ist dann einfach zuviel bewegeung im stoff und jeder handgriff führt zu einem verziehen der stoffes.hast du den das Kleid oben mit Vlieseline bebügelt , in der Besatzbreite ? Das hätte ich gemacht, um hier eine Dehnung zu vermeiden.
    Insgesamt sieht es doch ganz stimmig aus, allerdings sieht man am dem Modellbild schon das der Ärmel in der Vorderkugel schon ein bisschen spackig sitzt..
    Aber das kenn ich schon von Burda, da muss ich auch jedes mal ran..Ärgerlich.
    Einstampfen würde ich das Projekt aber nicht. Wirst du noch eins machen ??

    Liebe Grüße
    Stella

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    1. Ich habe leider nur die Besätze mit Vlieseline bebügelt...tja, wieder was dazu gelernt. Ich finde das Kleid so tragbar, habe mir aber natürlich mehr davon versprochen. Den Schnitt habe ich noch nicht abgehakt und habe mit meinem "Stoffspürauge" immer noch einen schönen Musterrapport Blick auf der Suchliste.

      Liebe Grüße
      Luzie

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  2. Mir gefällt das Kleid auch so sehr gut! Es ist mit dem schrägen Fadenlauf so eine Sache, dass der Stoff nicht sackt. Ich habe diese Erfahrung auch gemacht. Mit Vlieseline bebügele ich keine rechten Seiten mehr (z.B. Krägen), weil sich das irgendwie doch immer zeigt. Mit diesem Kleid kannst Du mit dem Ausschnitt doch gut leben. Vielleicht kannst Du für eine Version mit langen Ärmeln einen Stoff mit etwas Stretch im geraden FL nehmen?
    Liebe Grüße, SaSa

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  3. Also mir gefällts so. Schrägen Fadenlauf finde ich auch immer schön, bequem und fällt einfach besser als anders. Besonders wenn fast keine Abnäher dran sind. Allerdings stelle ich mir Ärmeleinsetzen bei schrägem Fadenlauf auch schwierig vor. Da müsste schon alles perfekt laufen. So mit schwarzem Jerseyshirt drunter finde ich es auch alltagstauglicher. Vielleicht wären Jerseyärmel was, wenn man partout ein Kleid haben möchte?
    LG
    Martina

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  4. Hast du gut gerettet und mit Shirt oder Rolli drunter auch herbsttauglich.
    Der pure Schnitt gefällt mir; für eine Version mit Ärmeln könntest du einfach einen Stoff mit Elastananteil nehmen oder Romanit; Romanitkleider mag ich ja sehr gern in der kalten Jahreszeit.
    LG von Susanne

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  5. Schade, dass Du soviel Mühe hattest! Mit Shirt schaut es jetzt sehr gut aus und man sieht nicht, dass es anders geplant war. Mit schrägem Fadenlauf ist ist es immer so eine Sache, vor allem an Ausschnitt ergeben sich VEränderungen, die sich vorher nicht planen lassen. Ich drücke die Daumen für ein zweites Exemplar. LG Kuestensocke

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  6. Ich finde das Kleid schön! Schlicht und elegant... und mit Shirt drunter absolut herbst- und wintertauglich.
    So wie Susanne schon sagt: Romanit wäre schön für eine Winterversion. :)
    Liebe Grüße
    Katrin

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  7. Ein schöner klassisch, schlicht-lässiger Mantel! Das Nähen in Häppchen werde ich auch mal versuchen, anstatt wie ich auf die großen Zeitfenster in meinem Alltag zu warten, die sich leider doch nicht so wirklich öffnen...

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