Samstag, 24. Dezember 2016

WKSAL16: Frohe Weihnachten

Mein Weihnachtskleid ist schon länger fertig und deshalb habe ich auch die letzten beiden Termine geschwänzt. Insbesondere die zweite Jahreshälfte hatte es so in sich, dass ich überhaupt keine Muße zum Nähen habe und verspüre, so bin ich also mit meinem sehr einfachen Ruck-Zuck-Kleid mehr als zufrieden.
Auf dem MeMadeMittwoch Blog zeigen meine Mitnäherinnen Ihre tollen Kleider, eine wahre Inspirationsflut.
Ein besonderer Dank gebührt Dodo und Yvonne, die sich die Zeit genommen haben, uns durch den Sew-Along zu begleiten.

Genäht habe ich Raven aus der La Maison Victor. Geplant war ein Probekleid aus dem grauen Romanit, bevor ich den schönen geschenkten Crepe anschneiden wollte.

Da ich das Kleid dann doch in Originallänge (ja, auch mit den Beinen) genäht habe, da die längere Länge total trutschig an mir aussah, habe ich es jedoch bei dem Probekleid belassen. Ein Kleid in der Länge ist o.k., aber mehrere?



Ich habe ein gemütliches Weihnachtskleid mit Taschen und fühle mich trotz der Kürze des Kleides sehr wohl darin; und das ist ja die Hauptsache.
Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, so wie es Euch gefällt. Lasst es Euch und Euren Lieben gut gehen.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

MMM: Alabama Chanin Shirt

Vor fast zwei Jahren habe ich ein Alabama Chanin Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und wollte sofort ALLES ausprobieren....in meinem Herbsturlaub auf Ibiza habe ich mich dann endlich mal dran gesetzt.

Das Shirt habe ich nach meinem Basis-Shirt-Schnitt Fanö von Schnittreif zugeschnitten. Das Vorder- und das Rückenteil habe ich zweilagig verarbeitet, die Ärmel einfach. Ich habe einen ziemlich dünnen Baumwolljersey in dunkelblau und in taupigem grau oder gräulichem taupe genommen.

Das Muster habe ich freihand von einer Vorlage aus meinem Buch vergrößert abgemalt und die Musterzeichnung dann immer wieder mit Kopierpapier bzw. Kreide auf das Shirt aufgebracht. Das war nicht so optimal, denn beim späteren Handnähen musste ich teilweise raten, wo mein Muster weitergeht.

Das Muster habe ich erst mit Knopflochgarn und dann mit zweifädigem Sticktwist aufgenäht, als das Knopflochgarn "alle" war. Den Halsausschnitt habe ich mit einem Jerseystreifen eingefasst und mit dem kretischen Stich aus Alabama Chanins Buch angenäht. Die Ärmelsäume habe ich nur eingeschlagen und ebenfalls mit dem Stich genäht. Den unteren Saum habe ich unsichtbar von Hand angenäht, alles andere hätte das Muster zerstört.

Diese Art der Verarbeitung hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich finde für mein erstes Werk kann ich auch ganz zufrieden sein.

Zum letzten MeMadeMittwoch im (fürchterlichen) Jahr 2016 treffen sich heute alle hier. Claudia hat ein Dakota Kleid an, dass ich erst gar nicht als solches erkannt habe. Da sieht man mal, was der Stoff und individuelle kleine Änderungen bewirken.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Ich nähe einen Quilt #4: Quilting, Binding und Fertig!

Heute kommen wir endlich zum 4. und letzten Teil der kleinen Mini-Doku-Soap.

Die ersten 3 Teile könnt ihr hier nachlesen: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Für das Quilting meines ersten Quilts habe ich mich für ein sehr einfaches Vorgehen entschieden. Ich habe immer füßchenbreit von den farbigen Musterflächen maschinengequiltet. Das Quilten im Nahtschatten soll man wohl nicht machen, da man nicht immer so eindeutig die Naht trifft und vor allem, weil man das Quilting dann überhaupt nicht sieht; leuchtet mir ein. Es war nicht leicht, die Stoffmassen durch den doch relativ engen Durchlass meiner Nähmaschine zu bewegen, aber es hat geklappt. Vom Quilten selbst habe ich dummerweise kein Foto gemacht, aber ihr könnt das Ergebnis ja am Ende des Posts sehen (so ihr durchhaltet).

Für die Einfassung des Quilts habe ich mich entschieden, den khakibraunen Uni-Stoff zu verwenden, der auch im Top und in der Rückseite zum Einsatz kam. Durch die verwendeten Stoffreste finde ich meinen Quilt ziemlich bunt und wollte daher mit dem Binding keinen weiteren Farbakzent setzen.

Für das Binding schneidet man Stoffstreifen im geraden Fadenlauf in 4facher Breite der späteren gewünschten Binding-Breite zu. Bei mir waren das 12cm. Da die Stoffbreite ca. 1,40m beträgt, müssen die Stoffstreifen für das Binding miteinander verbunden werden. Hierzu gibt es einen kleinen Trick, der einem später das Annähen erleichtert.
 Die Stoffstreifen werden rechtwinkling aufeinander gelegt.
 Dann knickt ihr äußere Spitze einmal in der Mitte um. Die Spitze liegt dann auf der anderen Ecke. Die Kante falzt ihr einmal gut mit dem Fingernagel nach.
Ihr knickt die Ecke wieder zurück und seht nun die gefalzte Nahtlinie.
 Nachdem ihr die Nahtlinie genäht habt, schneidet ihr mit dem Rollschneider rechts davon die Ecke ab.
 Dann sieht es so aus.
Danach bügelt ihr die Nahtzugabe auseinander.

 Von rechts sieht der Stoffstreifen dann so aus.










Diese Art der Verbindung ermöglicht ein flacheres und leichteres Annähen des Bindings.

Das Binding habe ich dann rechts auf rechts mit der Maschine angenäht. Um die Ecken schön ordentlich mit Briefecken zu nähen, habe ich auf eine der zahlreichen Anleitungen im Netz zurückgegriffen.
Danach habe ich das Binding von Hand an die linke Seite genäht, und zwar in den letzten heißen September-Tagen *puh*. Aber, ich wollte das Teil endlich fertig haben! Meine Tochter hat sich den Quilt direkt nach Fertigstellung als leichte Zudecke für ihr Bett geschnappt. Und so sieht das gute Stück fertig aus:




Obwohl der Quilt wirklich einige "Mängel" aufweist, da ich scheinbar nicht die beste und ordentlichste Zuschneiderin bin, finde ich ihn trotzdem für meinen ersten Quilt ganz o.k. Wenn ich einen weiteren Quilt nähen sollte, würde ich jedoch auf eine andere Zwischenlage als Molton zurückgreifen. Ich hätte da gerne etwas Dickeres, bei dem das Quilting dann schöner rauskommt.

Viel Backgroundwissen habe ich mir natürlich im Netz angelesen, aber sehr hilfreich fand ich auch dieses Buch:
In dem Buch gibt es einen großen Grundwissen-Teil aber auch einige Quilt-Vorlagen zur Inspiration. Eine echte Herausforderung bei der Zusammenstellung eines Quiltes finde ich die Stoffwahl. Bei meinem Quilt ging es mir darum, die zahlreichen Reststücke zu verarbeiten und so habe ich nur den Uni-Stoff dazu gekauft. Mittlerweile liegen wieder viele Reste hier herum, so dass ich mich gedanklich schon so langsam mit Quilt 2 beschäftige. Mal sehen!





Mittwoch, 23. November 2016

Fair-Isle-Strickjacke...ich habe fertig

Gerade noch rechtzeitig zum Finale der Herzen des sehr tollen Herbstjacken-Knit-Alongs habe ich gestern schnell Knöpfe gekauft und an die schon seit Wochen fertige Jacke genäht. Ich möchte mich nochmal ausdrücklich bei Sylvia und Luise für diesen Knit-Along bedanken. Schon so lange, wollte ich so eine Jacke stricken und mit dem sanften Druck und der Motivation, die von so einem netten KAL ausgehen, beisst man sich auch tatsächlich durch.
Nachdem der Knoten erstmal geplatzt war, hat das mit dem zweifarbigen Stricken wirklich gut geklappt. Ich bin sehr zufrieden mit der Fadenspannung, mit der ich sonst immer sehr gekämpft habe.
Ich habe mich gegen das Aufnähen der Ellbogen-Flicken entschieden. Irgendwie war mir das dann zu rustikal. Von den Knöpfen, die farblich den Ton des dunklen altrosa der Jacke aufgreifen, hatte ich noch 5 zu Hause und habe gestern noch die fehlenden bei Alfatex gekauft. Ein Hoch auf Standardsortimente.
Leider muss ich aber doch noch mal ran....nachdem die Knöpfe nämlich angenäht waren, musste ich feststellen, dass die Knopfleisten nicht gut aussehen. Ich neige dazu, immer weniger Maschen als die Anleitung vorsieht aufzunehmen. Hier habe ich mich jedoch an die Drops-Anleitung gehalten und die vorgesehene Anzahl aufgenommen, was sich jedoch als zuviel herausgestellt hat *argh*. Ich werde die Leisten also nochmal aufribbeln und neu stricken, was jedoch schnell gemacht sein sollte.

Die Jacke ist richtig warm und eignet sich daher eher als Draußen-Jacke oder für sehr verfrorene Tage im Haus.

Das restliche Outfit ist auch Me-Made. Die Hose ist eine Ginger-Skinny Hose aus dunkelblauem wenig elastischem Twill und das Langarmshirt ist nach einem Ottobre-Schnitt, uralt aber gerne getragen.

Und da heute auch noch Mittwoch ist, verlinke ich mich auch beim Me-Made-Mittwoch.








Sonntag, 20. November 2016

Weihnachtskleid-Sew-Along 2016: 2. Schnitt und Stoff

Ich habe mich entschieden Raven aus der La Maison Victor zu nähen. Da ich total unsicher bin, wie "der Sack" an mir aussehen wird, werde ich ein tragbares Probemodell aus meinem anthrazit-melierten Romanit-Jersey nähen. Vielen Dank an Frau Küstensocke, die mich auf die Idee brachte.

Wenn mir die Romanit Version gefällt, nähe ich Raven aus dem feineren Crepe.


Das Kimono-Kleid nähe ich auch noch, aber vermutlich erst später. Frau Wildnaht: die Idee, das Kleid zusammen auf der AnNäherung in Bielefeld zu nähen ist super!

Für was sich alle anderen entschieden haben, kann man hier mitverfolgen.

Freitag, 18. November 2016

Weihnachtskleid-Sew-Along 2016: 1. Inspiration

Um es vorweg zu sagen: ich weiß nicht,ob ich an diesem Sew-Along überhaupt wirklich teilnehmen kann. Es ist gerade nicht so toll bei mir und Nähzeit absolute Mangelware. An meinem Wintermantel habe ich noch nicht mal den Zuschnitt beendet...Trotzdem kann ich diesen Sew-Along nicht an mir vorbei ziehen lassen,ohne es wenigstens versucht zu haben....

Seit 2012 nähe ich mir was Schönes zu Weihnachten und auf diese Tradition möchte ich ungern verzichten.
2012 Butterick Nr.?

2012 Das Dodo-Kleid aus der Burda

2013 Babsi-Das Schöneberger-Burda-Kleid (Burda 11/2011)

2014 Die Volant-Tunika aus der Burda 11/2014

2015 Schon wieder Burda (wie konnte das passieren?)
Ich nähe eigentlich wenig nach Burda (habe ich jedenfalls den Eindruck), aber fast alle Weihachtskleider sind nach Burda-Schnitten entstanden. Die Tunika trage ich heute noch gerne und das Weihnachtskleid vom letzten Jahr mag ich, muss aber unbedingt den Seitenschlitz entschärfen, da es beim Sitzen deutlich zuviel zeigt.

Für dieses Jahr habe ich auch schon Ideen (an denen mangelt es ja meistens nie).

1. Raven aus der La Maison Victor.
Bildquelle: La Maison Victor
Für dieses Kleid habe ich einen ganz wunderbaren Crepe von Renee Lezard, den ich von einer meiner allerliebsten Nähfreundinnen geschenkt bekam. Der Stoff ist satt dunkelblau und hat einen wunderbar schweren Fall.

2. Das Kimono-Kleid von Crafteln
Bildquelle: crafteln.de

Der Schnitt gefällt mir wahnsinnig gut und auch für dieses Kleid hätte ich einen tollen Stoff im Vorrat. Einen mitternachtsblauen weichen Woll-Seide-Webstoff.

3. Stoff sucht Schnitt

Und um das Pferd mal von hinten aufzuzäumen, habe ich auch noch zwei Stoffe da, die ich gerne vernähen würde, aber noch keine Schnitt-Idee habe. Einen wunderbar weihnachtsroten und einen anthrazitfarbenen Romanitjersey. Kleider aus diesem Material sind für Weihnachten ja auch nicht die schlechteste Wahl 😉.
Hat hier vielleicht jemand eine tolle Idee?

Den diesjährigen Sew-Along moderieren Dodo und Yvonne, beide sehr stilsichere Frauen. Vielen Dank, dass Ihr Euch um diesen tollen Sew-Along kümmert.
Und so reihe ich mich noch schnell beim MMM-Blog ein, bevor die Liste schliesst.

Mittwoch, 2. November 2016

MMM: Drachenfels

Seit einiger Zeit komme ich nicht so viel zum Nähen, aber gestrickt wird sehr fleissig. Einige Teile sind so schon entstanden, die ich nach und nach zeigen werde.

Als wirksames Anti-Halsschmerzmittel zeige ich heute mein Drachenfels-Tuch nach einer Anleitung von Melanie Berg. Das Tuch ist sehr beliebt und man sieht es -zu Recht- häufig in der Blogospäre. Bei Melanie Berg gibt es noch viele andere schöne Anleitungen, nicht nur für Tücher. Da werde ich bestimmt noch mehr ausprobieren, denn Tücher kann man ja nie genug haben.....

Die Anleitung ist einfach und gut. Verstrickt habe ich Baby Merino von Drops in den Farben amethyst, seegrün hell und petrol.

Normalerweise gilt bei mir bei Tüchern die Devise, je größer desto besser, aber manchmal braucht man einfach mal etwas nicht ganz so Voluminöses, das einem den Hals wärmt. Dafür hat Drachenfels die perfekte Größe.




Und natürlich gibt es auch ein Tragefoto, wir sind ja hier beim Me Made Mittwoch und die Regeln sind uns allen (hoffentlich) gut bekannt.
Die Fotos haben wir am Sonntag bei einem Herbstpicknick gemacht. Wenn ihr auf das Foto klickt, wird es größer und ihr könnt erkennen, dass ich von einigen Marienkäfern angeflogen wurde...die schwirrten am Sonntag wie verrückt durch die Luft. Ich bin kleidungstechnisch sehr schlumpfig-gemütlich unterwegs gewesen, trage aber ausschließlich selbstgemachte Kleidung (Ginger Jeans, Bethioua Shirt, Naturally Yours Strickjacke und natürlich das Drachenfelstuch).

Noch mehr selbstgemachte Kleidung gibt es wie jeden Mittwoch beim MMM zu sehen. Meike zeigt heute, dass manchmal die ältesten (unperfekten) Kleidungsstücke die wahren Lieblinge sind. Ich kann das nur bestätigen.



Samstag, 22. Oktober 2016

Herbstjacken-Knit-Along: 2. Zwischenstand

Gestern abend bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen und habe gesehen, dass das Linktool bei Sylvia noch offen ist...Dann kann ich Euch ja noch schnell zeigen, wie weit ich bis zum Anfang der Herbstferien gekommen bin.
Es hat mich echt viele Nerven gekostet, aber irgendwann ist dann bei mir doch der Knoten geplatzt und ich habe dieses Fair-Isle-Ding zufriedenstellend bezwungen.
So sieht die Passe im Detail aus.
Den Mustersatz habe ich mir auf ein kariertes Blatt farbig aufgemalt. Die Reihen durchnummeriert und die Strickrichtung eingezeichnet. Insbesondere das Einzeichnen der Strickrichtung hat mir viel Rückwärtsstricken erspart....

In den Urlaub nach Ibiza habe ich dieses unhandliche Wollpaket lieber nicht mitgenommen und stattdessen - sehr kurzentschlossen- das Mystery Tuch von Stephen West gestrickt. Jetzt geht es hier aber weiter und ich hoffe sooo sehr, dass die Jacke passen wird.




Sonntag, 9. Oktober 2016

Wintermantel Sew-Along 2016: Stoff und Schnitt

Wenn ich es ganz kurz machen wollte, würde ich nur schreiben: "Ich mache alles so wie Karin, nur mit anderem Stoff." Aber wer mich kennt, weiß, dass ich gerne rede bzw. schreibe ;-))

Wie Karin auch hatte ich erst vor, mir Yuzu von Waffle Patterns zu nähen. Den Schnitt finde ich sehr schön und habe ihn mir deshalb direkt gekauft. Mittlerweile bin ich von dem Schnitt für mich nicht mehr überzeugt, denn ich glaube in dem Teil würde ich aussehen, wie ein unförmiges Fass auf zwei Beinen.

Da ich keinen langen Mantel, sondern eher eine längere Jacke bzw. einen pobedeckenden Kurzmantel brauche, war ich von Clare von Closet Case direkt angetan. Der Schnitt liegt schon geplottet bereit. Geplant ist die Variante A. Einen Mantel ohne Kragen kann ich mir für den Winter gar nicht vorstellen.
Quelle: Closet Case Patterns

Den Stoff habe ich schon vor einigen Wochen bei Stoffe.de im Sale gekauft.

Ob meine Clare sichtbare Knöpfe kriegt, weiß ich noch nicht. Und zur Frage der Einlage: auf jeden Fall Einlage! Immer auf die Vorderteile, Belege, den rückwärtigen Schulterbereich und alle Säume. Der Wollstoff bekommt dadurch eine viel bessere Stabilität; so ein Mantel wiegt ja auch ein bisschen was. Bisher habe ich das noch nie bereut.

Beim nächsten Termin werde ich noch nichts vorweisen können, denn ich bin jetzt erstmal in südlichen Gefilden unterwegs und schiebe Gedanken an Wintermäntel weit weg. Den Mantel werde ich dann im November nähen.

Die konkreten Pläne sammelt Karin ab heute auf dem Me Made Mittwoch Blog

Mittwoch, 5. Oktober 2016

MeMadeMittwoch: Leo-Pam

Ich bin frischgebackenes Mitglied im PAM-Fanclub. Pam ist ein Blusenschnitt aus der La Maison Victor (LMV), der schon sehr oft genäht wurde und auch hier beim Me Made Mittwoch oft zu sehen war, zu Recht.

 Der Schnitt ist sehr schnell genäht. Die Passform finde ich prima. Ich habe lediglich an den Ärmeln etwas mehr Platz schaffen müssen (das muss ich aber meistens).
Gestern habe ich die Bluse den ganzen Tag getragen und musste feststellen, dass sie an den Schultern nach hinten verrutscht. Weiß eine, woran das liegt und was man dagegen tun kann?
Ich kombiniere Leo-Pam hier mit meiner schwarzen Ginger vom letzten Winter; ein gutes Team.
Und hier noch ein Close-up vom Leostoff. Wenn mir einer noch vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich mal Leomuster trage, hätte ich ihn für bekloppt erklärt....aber wie war das noch mit dem Geschwätz von gestern?

Heute ist Susanne Gastgeberin beim Me Made Mittwoch und sie trägt ein Outfit ganz nach meinem Geschmack.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Herbstjacken-Knit-Along: Jetzt geht die Party richtig los!

So sieht es im Moment bei meiner Herbstjacke aus:
Der Korpus bis zu den Armausschnitten ist fertig (und war ätzend langweilig zu stricken). Dann kamen die Ärmel...der erste Ärmel hat mich mit der kleinen Fair-Isle-Passage schon echt an den Rand der Verzweiflung gebracht.
Ich habe mehrere Anläufe gebraucht für das blaue Einstrickmuster. Ich hatte erst versucht nach dieser Methode zu stricken, bin dann aber doch dazu übergegangen zweihändig zu stricken. Mit zweihändig meine ich den grauen Faden links und den blauen Faden auf der rechten Hand und dann gleichzeitig. Beim zweiten Ärmel ging das dann auch schon viel schneller und einfacher.

Jetzt muss ich mit der Muster-Rundpasse anfangen - und jetzt wisst Ihr auch von welcher Party im Titel die Rede war- und probiere mich gerade an einem Probestück durch die Techniken. Da ich bei der Passe mit Hin- und Rückreihen stricke, erscheint mir das beidhändige Stricken bei den Rückreihen sehr kompliziert. Ich probiere daher nochmal beide Methoden und werde dann entscheiden, was für mich die einfachere Lösung ist.

Sylvia hat vorgeschlagen, noch ein paar Fragen rund ums Stricken zu beantworten, wenn man mag und ich finde das eine sehr schöne Idee.

1. Wie lange strickst du schon ?
 Angefangen habe ich mit 11 oder 12 und habe in meiner Jugend viel gestrickt. Dann habe ich ewig nicht gestrickt und wieder angefangen (mit Socken stricken) als ich mit dem Rauchen aufgehört habe, da ich eine alternative Beschäftigung beim Fernsehgucken brauchte. So richtige Bekleidung stricke ich erst wieder seit ca. 5 Jahren. 
2. Wer hat dir das Stricken beigebracht?
Die erste bewusste Strickerinnerung habe ich an ein Stück aus dem Handarbeitsunterricht. s.Frage 3. Ich weiß aber, dass meine Mutter mir das Stricken gezeigt und mir geholfen hat.
3. Kannst du dich an dein erstes Strickstück erinnern und was war es ?
Allerdings! Im Handarbeitsunterricht 1980 (damals tatsächlich nur für die Mädchen, die Jungs hatten Werken) wollte ich eine dunkelblaue Krawatte stricken. Da ich das Stricken so ätzend fand, ist es nur ein Stirnband geworden, mit dem ich mir dann noch jahrelang die Haare bei der Gesichtspflege aus dem Gesicht gehalten habe.
4. Wie alt ist das älteste Strickstück, welches du noch besitzt? Hast du ein Foto davon?
Ich habe als Jugendliche viele ärmellose Sommerpullis und später riesige Mohairungetüme in Pastelltönen gestrickt. Von den Sachen habe ich keine Fotos. Allerdings habe ich zusammen mit meiner Mutter in den sehr frühen 90er Jahren eine Decke gestrickt. Wir haben dazu Schals aus naturfarbener Baumwolle in unterschiedlichen Mustern gestrickt. Meine Mutter hat sie später alle zusammengenäht und die Strickdecke mit einem Biber-Bettlaken als Rückseite und einer Satineinfassung versehen. Diese Decke wird sehr viel von uns benutzt. Ich müsste mich mal um das ein oder andere Loch kümmern....

5. Wird bei dir in der Familie gestrickt ?
Meine Mutter strickt leider gar nicht mehr. Meine Schwiegermutter aus gesundheitlichen Gründen auch nicht, allerdings ist sie in meinen Augen der totale Stricknerd gewesen. Sie ist einer Frau in der Stadt hinterhergegangen, um sich das Muster ihres Strickmantels einprägen zu können und dann hat sie den Mantel nachgestrickt! 
6. Strickst du nur für dich oder auch für Andere ?
Ich stricke meistens für mich. Meine Tochter freut sich auch immer über gestrickte Sachen. Kürzlich habe ich meinem Mann einen Stephen West Schal gestrickt und ab und zu schon mal Socken oder ein Tuch für sehr liebe Familienmitglieder als Geschenk.
7.Wie reagiert deine Umgebung auf dein Hobby ?
Total normal. Ich stricke und gut ist.
8. Hast du Lieblingswolle oder Lieblingsnadeln ?
Ich stricke meistens aus Drops Wolle. Am Anfang wollte ich nicht soviel Geld ausgeben, weil ich meinen Strickfähigkeiten nicht so weit traute und mittlerweile finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach unschlagbar. Sehr schön war auch die Noro Wolle, die ich für meinen Askews Me Schal verstrickt habe. Meine Nadeln sind meistens Symphonie von Knitpro, allerdings bin ich noch auf der Suche nach einer guten Alternative für die kleineren Nadelgrößen. 


Wie es um die anderen Herbstjacken bestellt ist, kann man ab heute bei Sylvia sehen.

Donnerstag, 15. September 2016

Ich nähe einen Quilt #3: Das Sandwich wird zusammengesetzt

Wahrscheinlich erinnert sich niemand mehr daran, dass ich vor fast 2 Jahren eine Mini-Doku-Soap über die Entstehung meines ersten Quilts begonnen habe.

Teil 1 beschäftigt sich mit Planung und Zuschnitt. In Teil 2 ging es um das Nähen des Tops.

Da andere Projekte immer dringlicher waren und wir uns dann auch noch im letzten Jahr eine neue Couch gekauft haben und ich keine Lederrisse mehr verdecken musste, geriet mein Quilt-Projekt immer mehr ins Hintertreffen; vergessen habe ich es nicht. Um genau zu sein, handelt es sich bei dem Quilt um mein einziges Ufo (!) und dem geht es jetzt an den Kragen!
Nicht unerwähnt sollte hier bleiben, dass mich die Quilts von Frau Küstensocke und Julia mächtig angespornt haben, meinen Quilt endlich zu beenden.

Als ich im Dezember 2014 das Top zusammengenäht habe, musste ich feststellen, dass es mir zu klein war. Dieses Problem habe ich dadurch gelöst, dass ich einfach noch Musterreihen dazu gefügt habe, sowohl in der Breite als auch in der Länge.

Dann ging es darum, die Rückseite des Quilts zu gestalten. Hierzu habe ich aus überschüssigen Blöcken zwei Reihen genäht und diese mit Stoffresten zu einer großen Fläche vernäht.

Die Rückseite liegt mit der schönen Seite nach unten festgeklebt auf dem Boden, damit ich darauf das Quilt-Sandwich zusammen fügen kann. Bei den Uni-Stoffen handelt es sich um Baumwoll-Leinen von Stoff und Stil. Beide Stoffe sind vorgewaschen und haben doch unterschiedliche Stoffbreiten.

Auf der Rückseite habe ich dann die Zwischenlage ausgelegt. Hier habe ich mich für eine einfache Baumwoll-Molton-Einlage entschieden. Auf der Einlage habe ich dann das Top ausgerichtet.

Hier sieht man gut, dass durch das nachträgliche Annähen von Musterreihen, die ich scheinbar nicht exakt so zugeschnitten hatte, wie die ersten Blöcke, Versätze entstanden sind. Für meinen ersten Quilt finde ich das jedoch nicht so schlimm. Die Hauptsache ist, dass Einlage und Rückseite größer als Vorderseite sind und sich keine Lücken auftun.

Das Quiltsandwich habe ich dann mit Sicherheitsnadeln geheftet. Die Sicherheitsnadeln habe ich bei Buttinette bestellt. Sie sind ganz leicht gebogen und liessen sich gut durch alle drei Schichten führen.

Ich habe die Nadeln jeweils in jedem zweiten Musterblock angebracht. Das hat gut geklappt und es hat sich nichts beim Quilten verschoben. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.



Mittwoch, 14. September 2016

MMM: Anna geht schwimmen mit Meike

Was ist das denn für ein bescheuerter Titel für einen Post??? Hört sich an wie ein Satz aus einer Erstklässler-Schreib-Fibel.
Ja, der Titel mag merkwürdig erscheinen, ist aber ganz logisch. Warum? Na, dann lest mal weiter!

Im Frühjahr diesen Jahres erstand Meike alias Frau Crafteln einen wunderschönen Stoff auf einem Hamburger Wochenmarkt und präsentierte diesen bei Twitter. Ich war direkt verliebt und bat Meike, mir bei Gelegenheit etwas von diesem schönen Stoff zu besorgen.

Meike hat den Stoff nicht nur für mich besorgt, sondern mir auch noch geschenkt. Wie nett ist das denn? Ehrensache, das der Stoff dann auch zu etwas Besonderem verarbeitet werden will. Ich hatte zunächst an einen Rock gedacht, aber der weiche Fall des Stoffes und der schöne Print überzeugten mich, endlich meine lang geplante Sommer-Anna zu nähen.

Den Schnitt Anna von ByHandLondon habe ich im Winter schonmal genäht und hatte da schon beschlossen, dass ich noch ein Modell mit V-Ausschnitt und aus einem gemusterten Sommerstoff haben möchte. Stoff und Schnitt passen ganz hervorragend zueinander.
Das Kleid trage ich sehr gerne. Es ist schön luftig und bürotauglich. Einen Reißverschluss brauchte ich wieder nicht, was das Kleid direkt nochmal beliebter bei mir macht, da ich mich morgens nicht verrenken muss ;-)
Verzeiht den leidenden Gesichtsausdruck; ich habe einen Tag im brütend heißen Büro und eine Fahrt in der nicht klimatisierten Straßenbahn hinter mir *uff*. Aber das Kleid sieht immer noch taufrisch aus, oder?

Vielen Dank liebe Meike, dass ich mir wieder ein Lieblingsstück nähen konnte!

Monika verabschiedet sich heute auch in einer Anna als Moderatorin des MMM. Ich kann das gut verstehen, denn das ist mit ganz schön viel Arbeit verbunden. Ein ganz großes DANKE an Monika und auch die anderen Gastgeberinnen. Schön, dass es diese Plattform gibt.