Sonntag, 31. Januar 2016

Summer Shawl Knit Along: Inspiration


Ich freue mich sehr über Monikas Idee zum gemeinschaftlichen Tücherstricken. Nach dem ich das erste Stephen West Tuch bei Simone und dann die tollen Tücher von Sybille, Lucy und Monika bei der Annäherung bestaunen durfte, war es restlos um mich geschehen.

Ich mag Tücher sehr gerne; aber groß müssen sie sein. Mit so schmalen Halsschmeichlern kann ich nichts anfangen. Ich möchte mich richtig in das Tuch einkuscheln können. Bei Stephen West gefällt mir sehr die raffinierte Einfachheit. Die Tücher haben keine aufwendigen Muster, sind aber jedes auf seine Art sehr besonders. Mit den ganzen Lochstrickmustern werde ich wohl nie warm, denn da muss ich mich extrem konzentrieren beim Stricken und schaffe es zuverlässig, mir kein Muster der Welt einprägen zu können.

Ich habe auch schon eine Reihe von Tüchern gestrickt, von denen ich allerdings nur sehr wenige trage.
Mein allererstes Tuch überhaupt war Revontuli, dass aus einem Farbverlaufgarn gestrickt wird und wirklich einfach zu stricken ist. Das Tuch trage ich immer noch, wobei ich es nicht so mit dem Farbverlauf habe.

Dann habe ich ein richtiges Lace-Tuch nach einer Anleitung der Woll-Lust gestrickt (Valentina XL) und das war überhaupt nichts für mich, da es so spinnwebartig war. Mittlerweile erfreut es meine Schwiegermutter.

Nuvem habe ich auch gestrickt und liebe es sehr. Ich träume von weiteren Versionen in grau und dunkelblau. Leider ist das Tuch so derartig langweilig zu stricken, dass ich mich bislang nicht dazu aufraffen konnte.

Letzten Sommer habe ich im Zuge der Resteverwertung das einfachste Dreieckstuch der Welt gestrickt. Das Tuch ist toll für Anfänger geeignet und ich trage es fast täglich. Für meine Mutter habe ich das Tuch zum Geburtstag gestrickt aus Lana Grossa Kid Silk in ihren Lieblingsfarben. Mit der Lana Grossa Wolle ist es viel feiner geworden, als bei mir. Ich habe jeweils einen Faden Mohair von Drops und einen Faden Mohair von Stoff und Stil verstrickt. Gerade die Mohair von Stoff und Stil filzt kräftig, was mir an meinem Tuch aber gerade besonders gut gefällt.

Im Moment habe ich das Tuch The Doodler von Stephen West auf den Nadeln. Clue 1 ist fast fertig. Ich stricke es aus einem Restbestand Fabel von Drops in pflaume und kombiniere mit hellgrauer und dunkelgrauer Alpaca von Drops. Erst wollte ich das Tuch in 3 verschiedenen Grautönen stricken, aber Stephen West rät eindeutig zu Kontrasten. O.k., was der Meister sagt.....
Die Farben stimmen nicht, die obere Wolle ist hellgrau und nicht weiß.

Als nächstes habe ich das Tuch Vertice Unite von Stephen West geplant. Das finde ich einfach super! Ich habe mir 3 Stränge Wolle von Cascade bestellt, da ich diesen Hersteller einfach mal ausprobieren wollte. Entschieden habe ich mich für Ruby (kräftiges, tiefes Rot), Azules (türkises Petrol) und Cerise (klares, kräftiges Pink). Kombinieren möchte ich es mit Baby Merino in Blau, welches ich noch hier hatte. Das mittelgraue Alpaca habe ich mal dazu drapiert, weiß aber nicht, ob ich es wirklich verwenden werde. Mir schwebt ein kräftiges, kontrastreiches Tuch vor.

Welches Tuch ich auch noch irgendwann stricken möchte ist das Tuch Nord-Nordwest von Meermädchen via Ravelry. Alleine der Name...

Ich freue mich und fürchte mich vor der Inspirationslawine, die heute losgetreten wird. Ich schätze, ich brauche dringend Mrs Weasleys magische Stricknadeln.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Me Made Mittwoch: Annadress

Im Zuge meiner Brot und Butter Überlegungen hatte ich die Idee eines Allround-Kleides, das mit und ohne Shirt oder Jacke drunter oder drüber funktioniert. Schnell war ich dann beim Annadress von by Hand London gelandet, denn das Kleid habe ich schon häufig an Karin und Monika z.B. bewundert.

Kurz vor der AnNÄHerung in Bielefeld habe ich dann aus einem wirklich gut abgelagerten Baumwollstretchstoff Anna als Probe- und "Arbeitskleid" für Bielefeld zugeschnitten und genäht und das geht bei diesem Kleid erfreulich schnell.

Die Abnäher/Falten habe ich dann noch jeweils einige cm wieder aufgetrennt, da mein Brustpunkt tiefer liegt, als im Schnitt vorgesehen und den Reißverschluss habe ich wieder rausgetrennt und das Kleid einfach zugenäht, denn ich kann es auch ohne RV an- und ausziehen.

Bei der AnNÄHerung habe ich mir noch fachkundiges Feedback und Passformtips von Karin und Mema geholt und weiß, was ich bei der nächsten Anna (und die wird es geben!) noch verändern werde.
Ich bin jetzt schon sehr zufrieden mit dem Kleid.

Wer noch zufrieden mit seiner Kleidung ist oder hadert, hat sich auf dem Me Made Mittwoch Blog versammelt.


Mittwoch, 20. Januar 2016

Me Made Mittwoch: Schwarze Ginger und Fashion Style Cardigan

Brrrr, ist das kalt!
Heute zeige ich Euch meine neue schwarze Ginger, die ich bei der AnNÄHerung am letzten Wochenende in Bielefeld genäht habe.

Den Schnitt habe ich zum 4. Mal genäht; dieses Mal aus einem Viskose-Stretch-Twill mit gecoateter Oberfläche. Der Stoff ist extrem stretchig. Man hätte auch gut eine Leggins daraus nähen können, so man Leggins trägt... Das Gute ist, dass der Stoff eine gute Rücksprungkraft hat, d.h. er beult nicht und weitet sich aus, wie das bei Baumwoll-Stretch der Fall ist. Ich bin sehr zufrieden mit der Hose und hoffe mit ihr eine Lücke im Kleiderschrank geschlossen zu haben.

Dazu kombiniere ich heute meinen Woll-Sweat-Strick-Cardigan nach einem Schnitt aus der Fashion Style von September 2015. Den Stoff habe ich beim Nähbloggerinnentreffen in Köln bei Stoff und Stil gekauft und somit hat dieses Teil alleine deshalb einen besonderen Wert für mich.
Geschlossen wird der Cardigan nur mit einem Haken mit Öse. Ich überlege jedoch, diese wieder zu entfernen, da ich den Cardigan eh meist offen trage und mir an dem Haken nur Fäden ziehe.

Auf dem Me Made Mittwoch Blog wird sich zeigen, wer sich heute noch nach draußen getraut hat oder mit Indoor Fotos dabei ist.





Mittwoch, 13. Januar 2016

Me Made Mittwoch: Liebling 2015

Heute werden die Lieblingskleidungsstücke des Jahres 2015 auf dem MMM-Blog gezeigt.

Claudia singt heute das Loblied auf die Ginger Jeans von Closet Case Files (und den dazugehörigen Sew-Along) und ich stimme gerne mit ein. Das Nähen von Jeans ist für mich DER Durchbruch im letzten Nähjahr gewesen. Ich liebe meine 3 Hosen, die nach dem Gingerschnitt entstanden sind. Leider habe ich nur von zweien ein Foto.


 Meine erste Ginger: High Waist und etwas verbreitertes Bein.

 
 Mein Lieblingskleid ist Vogue 1027. Den Stoff liebe ich sehr und das Kleid verleiht mir so ein beschwingtes Gefühl.
Mein Überraschungsliebling ist der knallgelbe Fake-Wickelrock. Kombiniert wie hier mit einem Ringelshirt ein totales Gute-Laune-Outftit.

















Mein Frühlingsjäckchen der ZigZag-Cardi von Hanna Maczieweska. Die Jacke ziehe ich oft und gerne an. Die Strickanleitung ist super und ich habe gerade eine weitere Jacke von Hanna auf den Nadeln (Naturally yours).














Ich bin mal gespannt, welche Kleidungsstücke im Laufe dieses Jahres entstehen, die ich dann in einem Jahr zum Liebling küre.

Euch allen einen schönen Mittwoch!

Freitag, 8. Januar 2016

Brot und Butter?

Siebenhundertsachen (ich habe das Frau davor weggelassen. Magst Du nicht so gerne, oder?) ruft zum kollektiven Brot und Butter nähen auf.

Da ich mittlerweile fast nur noch Brot und Butter nähe, fragte ich mich, ob und warum ich mich daran beteiligen soll. Wie Ihr an diesem Post seht, habe ich mich aber zur Teilnahme entschlossen, denn gemeinschaftliche Aktionen ohne Zeitdruck mag ich.

Warum eigentlich Brot und Butter?

Vor ca. 1 1/2 Jahren fing ich an mit meiner selbst genähten Garderobe zu hadern. Nicht, dass mir nicht gefiel, was ich nähte, aber vieles davon blieb einfach nur im Schrank hängen und ich hatte immer noch das Gefühl, eigentlich nie was zum Anziehen zu haben. Wie konnte das denn sein? Angefixt durch den optischen Overload an schicken Kleidern, tollen Schnitten, ausgefallenen Stoffen, die mir im Netz begegneten, habe ich einfach darauf los genäht. Die genähten Kleider haben dann nicht immer etwas mit mir und meinem Leben zu tun gehabt. Aber selber machen ist auch ausprobieren.

In meinem Alltag gehe ich an zwei Tagen in der Woche ins Büro. Wenn hier nicht gerade "wichtige" Meetings und Besprechungen anstehen, ist casual chic angemessen. Meistens trage ich im Büro Kleider, Rock oder eine schickere Jeans-Kombi (Jacket etc.). An den drei anderen Wochentage arbeite ich vom Homeoffice aus. Zu Hause möchte ich es bequem und warm. Meistens sitze ich stundenlang vor dem Rechner und dann fährt der Kreislauf auf Sparflamme und ich fange an zu frösteln.

Ein wahrer Durchbruch war für mich das Entdecken des Ginger-Jeans-Schnittes. Damit konnte ich mir endlich meine heißgeliebten Jeanshosen selber nähen und sie passen einfach perfekt. Kombiniert mit selbst genähten Oberteilen ist so meine Übergangs-Alltags-Kombi entstanden. Wenn wir hier Übergangswetter haben - und das haben wir ja so ca. zu 80% des Jahres - ziehe ich lieber Hosen an. Im Sommer trage ich auch zu Hause überwiegend Kleider und Röcke, denn im Sommer brauch ich keine Strumpfhose. Leggins zu Rock oder Kleid mag ich an mir nicht.

Jetzt ist es aber so, dass Jeans-Oberteil-Kombis auch schnell langweilig sein können. Und langweilig und unschein- oder gar unsichtbar möchte ich nun wirklich nicht sein. Andererseits möchte ich auch nicht, DIE mit der kreischig, ausgefallenen Garderobe sein, die SEHT HER schreit (vielleicht nur manchmal ein bisschen).

Was fehlt mir denn noch?

1 schwarze schmale Ginger

1 Low-Waist Ginger-Jeans, damit man weitere Oberteile auch mal leicht in den vorderen Bund stecken kann (ich altes Fashion-Victim) und das sieht an den anderen Highwaist-Jeanshosen nicht gut an mir aus.

1 Allround-Kleid, dass ich sowohl mit Shirt drunter, als auch mit Cardigan drüber und auch ohne wärmende Zusatzschichten tragen kann. Hier denke ich an das Anna-Dress.

1 schöne (!) Übergangsjacke oder einen Trench. Ich habe nur Wollmäntel unterschiedlicher Wärmestufen und eine Funktionsjacke (aber selbst genäht). Mir schwebt ein dunkelblauer Trench mit weißen oder roten Details vor.

Und Oberteile natürlich! Wieviel oder was....ich weiß es noch nicht.

Für die Annäherung am nächsten Wochenende ist schon mal die schwarze Ginger eingeplant.

Was ich auch mal gerne machen möchte ist, mir einen Tag Zeit nehmen - vielleicht auch nur ein halber - und meinen Kleiderschrank mit allen Schuhen durchzuforsten und verschiedene Kombis von jedem Kleidungsstück anzuprobieren und zu fotografieren. Ich glaube, dass das sehr hilfreich sein kann bei der weiteren Planung und etwaige Lücken aufzeigt. Jetzt muss ich nur noch Zeit dafür finden....