Samstag, 24. Dezember 2016

WKSAL16: Frohe Weihnachten

Mein Weihnachtskleid ist schon länger fertig und deshalb habe ich auch die letzten beiden Termine geschwänzt. Insbesondere die zweite Jahreshälfte hatte es so in sich, dass ich überhaupt keine Muße zum Nähen habe und verspüre, so bin ich also mit meinem sehr einfachen Ruck-Zuck-Kleid mehr als zufrieden.
Auf dem MeMadeMittwoch Blog zeigen meine Mitnäherinnen Ihre tollen Kleider, eine wahre Inspirationsflut.
Ein besonderer Dank gebührt Dodo und Yvonne, die sich die Zeit genommen haben, uns durch den Sew-Along zu begleiten.

Genäht habe ich Raven aus der La Maison Victor. Geplant war ein Probekleid aus dem grauen Romanit, bevor ich den schönen geschenkten Crepe anschneiden wollte.

Da ich das Kleid dann doch in Originallänge (ja, auch mit den Beinen) genäht habe, da die längere Länge total trutschig an mir aussah, habe ich es jedoch bei dem Probekleid belassen. Ein Kleid in der Länge ist o.k., aber mehrere?



Ich habe ein gemütliches Weihnachtskleid mit Taschen und fühle mich trotz der Kürze des Kleides sehr wohl darin; und das ist ja die Hauptsache.
Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, so wie es Euch gefällt. Lasst es Euch und Euren Lieben gut gehen.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

MMM: Alabama Chanin Shirt

Vor fast zwei Jahren habe ich ein Alabama Chanin Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und wollte sofort ALLES ausprobieren....in meinem Herbsturlaub auf Ibiza habe ich mich dann endlich mal dran gesetzt.

Das Shirt habe ich nach meinem Basis-Shirt-Schnitt Fanö von Schnittreif zugeschnitten. Das Vorder- und das Rückenteil habe ich zweilagig verarbeitet, die Ärmel einfach. Ich habe einen ziemlich dünnen Baumwolljersey in dunkelblau und in taupigem grau oder gräulichem taupe genommen.

Das Muster habe ich freihand von einer Vorlage aus meinem Buch vergrößert abgemalt und die Musterzeichnung dann immer wieder mit Kopierpapier bzw. Kreide auf das Shirt aufgebracht. Das war nicht so optimal, denn beim späteren Handnähen musste ich teilweise raten, wo mein Muster weitergeht.

Das Muster habe ich erst mit Knopflochgarn und dann mit zweifädigem Sticktwist aufgenäht, als das Knopflochgarn "alle" war. Den Halsausschnitt habe ich mit einem Jerseystreifen eingefasst und mit dem kretischen Stich aus Alabama Chanins Buch angenäht. Die Ärmelsäume habe ich nur eingeschlagen und ebenfalls mit dem Stich genäht. Den unteren Saum habe ich unsichtbar von Hand angenäht, alles andere hätte das Muster zerstört.

Diese Art der Verarbeitung hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich finde für mein erstes Werk kann ich auch ganz zufrieden sein.

Zum letzten MeMadeMittwoch im (fürchterlichen) Jahr 2016 treffen sich heute alle hier. Claudia hat ein Dakota Kleid an, dass ich erst gar nicht als solches erkannt habe. Da sieht man mal, was der Stoff und individuelle kleine Änderungen bewirken.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Ich nähe einen Quilt #4: Quilting, Binding und Fertig!

Heute kommen wir endlich zum 4. und letzten Teil der kleinen Mini-Doku-Soap.

Die ersten 3 Teile könnt ihr hier nachlesen: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Für das Quilting meines ersten Quilts habe ich mich für ein sehr einfaches Vorgehen entschieden. Ich habe immer füßchenbreit von den farbigen Musterflächen maschinengequiltet. Das Quilten im Nahtschatten soll man wohl nicht machen, da man nicht immer so eindeutig die Naht trifft und vor allem, weil man das Quilting dann überhaupt nicht sieht; leuchtet mir ein. Es war nicht leicht, die Stoffmassen durch den doch relativ engen Durchlass meiner Nähmaschine zu bewegen, aber es hat geklappt. Vom Quilten selbst habe ich dummerweise kein Foto gemacht, aber ihr könnt das Ergebnis ja am Ende des Posts sehen (so ihr durchhaltet).

Für die Einfassung des Quilts habe ich mich entschieden, den khakibraunen Uni-Stoff zu verwenden, der auch im Top und in der Rückseite zum Einsatz kam. Durch die verwendeten Stoffreste finde ich meinen Quilt ziemlich bunt und wollte daher mit dem Binding keinen weiteren Farbakzent setzen.

Für das Binding schneidet man Stoffstreifen im geraden Fadenlauf in 4facher Breite der späteren gewünschten Binding-Breite zu. Bei mir waren das 12cm. Da die Stoffbreite ca. 1,40m beträgt, müssen die Stoffstreifen für das Binding miteinander verbunden werden. Hierzu gibt es einen kleinen Trick, der einem später das Annähen erleichtert.
 Die Stoffstreifen werden rechtwinkling aufeinander gelegt.
 Dann knickt ihr äußere Spitze einmal in der Mitte um. Die Spitze liegt dann auf der anderen Ecke. Die Kante falzt ihr einmal gut mit dem Fingernagel nach.
Ihr knickt die Ecke wieder zurück und seht nun die gefalzte Nahtlinie.
 Nachdem ihr die Nahtlinie genäht habt, schneidet ihr mit dem Rollschneider rechts davon die Ecke ab.
 Dann sieht es so aus.
Danach bügelt ihr die Nahtzugabe auseinander.

 Von rechts sieht der Stoffstreifen dann so aus.










Diese Art der Verbindung ermöglicht ein flacheres und leichteres Annähen des Bindings.

Das Binding habe ich dann rechts auf rechts mit der Maschine angenäht. Um die Ecken schön ordentlich mit Briefecken zu nähen, habe ich auf eine der zahlreichen Anleitungen im Netz zurückgegriffen.
Danach habe ich das Binding von Hand an die linke Seite genäht, und zwar in den letzten heißen September-Tagen *puh*. Aber, ich wollte das Teil endlich fertig haben! Meine Tochter hat sich den Quilt direkt nach Fertigstellung als leichte Zudecke für ihr Bett geschnappt. Und so sieht das gute Stück fertig aus:




Obwohl der Quilt wirklich einige "Mängel" aufweist, da ich scheinbar nicht die beste und ordentlichste Zuschneiderin bin, finde ich ihn trotzdem für meinen ersten Quilt ganz o.k. Wenn ich einen weiteren Quilt nähen sollte, würde ich jedoch auf eine andere Zwischenlage als Molton zurückgreifen. Ich hätte da gerne etwas Dickeres, bei dem das Quilting dann schöner rauskommt.

Viel Backgroundwissen habe ich mir natürlich im Netz angelesen, aber sehr hilfreich fand ich auch dieses Buch:
In dem Buch gibt es einen großen Grundwissen-Teil aber auch einige Quilt-Vorlagen zur Inspiration. Eine echte Herausforderung bei der Zusammenstellung eines Quiltes finde ich die Stoffwahl. Bei meinem Quilt ging es mir darum, die zahlreichen Reststücke zu verarbeiten und so habe ich nur den Uni-Stoff dazu gekauft. Mittlerweile liegen wieder viele Reste hier herum, so dass ich mich gedanklich schon so langsam mit Quilt 2 beschäftige. Mal sehen!