Mittwoch, 10. Januar 2018

Stoffdiät?

Küstensocke hat im letzten Jahr weiterhin Stoff diätet und andere "Abnehmwillige" motiviert und zum Austausch auf ihrem Blog eingeladen.

Ich habe an der Aktion nicht teilgenommen, da ich Stoffe kaufen soooo liebe und meinen Heimbestand auch gar nicht soooo massiv empfand (haha). Nichtsdestotrotz musste ich mir aber schon die Frage stellen, wo ich all die netten Stoffe noch lagern möchte, wenn die 4 großen Ikea-Kisten für neue Stoffe nicht mehr ausreichen. Mein Kaufverhalten habe ich auch gründlich unter die Lupe genommen. Wie oft will man projektbezogen einen Stoff kaufen und packt dann direkt noch 2-3 Stoffe mehr in den Warenkorb, weil es ja a) Sale ist b) Versandkosten spart c) man so einen Stoff ja immer gebrauchen kann.....Ihr wisst, was ich meine?

In diesem Jahr habe ich meine kleine Buchhaltung weitergeführt. Das ist ein tolles, sehr unaufwändiges Werkzeug, was mir hilft, den Überblick zu behalten und mich mit meinem Stoffvorrat auseinanderzusetzen.

In 2016 habe ich eine ganz einfache Ein- und Ausgangsliste auf einem DinA4 Blatt geführt und habe mir dann angeregt durch Monika ein Heft angelegt, in dem ich mir monatsweise die Stoffeingänge (mit Kaufquelle) und die Ausgänge mit einer Auflistung der jeweiligen Projekte eintrage.



 Und siehe da:

Ich komme auf ein Minus von 28 Metern. Das ist das erste Mal, dass ich mehr genäht (und verschenkt), als eingekauft habe und das macht mich sehr froh. Ein wirklicher Verzicht war das eigentlich auch nicht für mich, denn eingekauft habe ich ja trotzdem 101,50 Meter ;-)

Außerdem habe ich im letzten Jahr einige Auf- und Umräumaktionen hinter mich gebracht und habe z.B. alles was ich noch an Kinderkram (Jerseyreste, die ja bestimmt noch für XY reichen, Applikationen, Bügelbilder, Webbänder etc.) der Frau eines Arbeitskollegen geschenkt, die für ihre 2jährige Tochter näht. Ausgelöst wurde diese Aktion übrigens dadurch, dass mir ein Stück Rotkäppchen Jersey in die Hände fiel, den ich immer aufgehoben habe. Das dazugehörige Shirt hat meine heute knapp 12jährige Tochter im Kindergarten getragen :-)))

Ebenfalls ging meine Kiste mit den Jerseyresten überhaupt nicht mehr zu. Ihr wisst schon, diese Reste, die man noch zum Mixen oder zum Unterwäschenähen oder, oder oder aufhebt. Und jetzt ratet mal, wie viel ich mixe oder Unterwäsche nähe? Genau, überhaupt nicht! Also auch hier kräftig ausgemistet.

Für meine Nähprojekte habe ich entweder projektbezogen und dann auch nur für das Projekt eingekauft bzw. ich habe versucht, Projekte für die schönen Stoffe, die in meinen überquellenden Kisten lagern zu finden. Häufig sieht man ja tolle Schnitte und sucht Online oder Analog direkt nach passenden Stoffen, anstatt erst mal im Bestand selbst nachzusehen. Passiert mir leider immer wieder.
Aber auch mit dem gezielten Einkaufsverhalten ist es mir gelungen, viele meiner Stoffe zu vernähen und so wieder Luft in den Kisten und auch für mich selbst zu schaffen.
 In den 4 Kisten links sind alle Stoffe, die ich für Bekleidung habe (kleiner zusammengefaltet und hochkant gestellt für den besseren Überblick) untergebracht. In der Kiste rechts sind noch größere Jerseyreste und Bündchen.
In den offenen Fächern sind BW-Stoffreste (für Taschenfutter, Quilting etc.), Jeansstoffe, Leder und alte Dekostoffe (Taschen etc.) In den beiden Kisten unten rechts sind aufgehobene Kleidungsstücke, die ich noch umarbeiten, nutzen möchte z.B. für die Chobe-Bag, die ich schon seit Ewigkeiten nähen möchte.
Im Zuge der Umgestaltung meines Nähkellers (noch nicht abgeschlossen) und meiner Aufräumwut habe ich mir auch mal die Arbeit gemacht und alle Bekleidungsstoffe ausgemessen und aufgeschrieben. Derzeit habe ich rund 80 Meter Stoff (nur die Bekleidungsstoffe, ist klar?). Ist ja auch mal gut zu wissen, mit was man es eigentlich so zu tun hat.

Den in 2017 eingeschlagenen Weg möchte ich so weitergehen, denn auf der einen Seite finde ich es toll, dass ich meist spontan Ideen aus dem Bestand umsetzen kann, aber ich muss auch noch Luft zum Atmen haben und will mich nicht von meinen Vorräten erschlagen fühlen.

Vielen Dank an Frau Küstensocke für den Anstoss und die vielen guten Ideen, die ich im Zuge dieser Aktion gelesen und gesehen habe!

Mittwoch, 3. Januar 2018

MeMadeMittwoch: Liebling 2017

Heute dürfen beim Me Made Mittwoch die Lieblingskleidungsstücke des vergangenen Jahres gezeigt und gewürdigt werden. An dieser Stelle direkt ein großer Dank an das Team vom Me Made Mittwoch. Die Entscheidung, den MMM nur noch monatlich stattfinden zu lassen, kann ich gut verstehen.

Ich habe zwei Lieblinge.

Zum einen das Knotenkleid aus Webstoff, dass ich im Mai bei einem wunderbaren Nähwochenende in allerschönster Gesellschaft genäht haben.

Das Kleid ist so wunderbar luftig. Die Farben und das Muster gefallen mir supergut und ich fühlte mich in dem Kleid immer sehr gut angezogen.

Mein zweiter Liebling kommt sehr unspektakulär daher. Es ist ein Hoodie nach dem Schnitt Frau Toni aus dünnem schwarzem Fleece von Polartec. Die Kapuze und die Ärmel habe ich mit auberginefarbenem elastischem Einfassband eingefasst. Diesen Pulli habe ich sehr, sehr oft bei unseren ausgedehnten Wanderungen getragen, weil er wärmt, ohne zu warm zu sein und sich bei Bedarf klein im Rucksack zusammenstopfen lässt. Ich habe allerdings nur das Foto meiner ersten Gipfelbesteigung zu bieten.

Mal sehen, welches der Liebling im Jahr 2018 wird.

Montag, 1. Januar 2018

12 x memade - Januar

Chrissy hatte die Idee zu einer monatlichen Linkparty, bei der jede vorstellen kann, was sie in dem jeweiligen Monat für sich nähen, stricken, häkeln oder sonstwie etwas für sich herstellen möchte.
Ich finde die Idee sehr gut. Im letzten Jahr habe ich sehr viel genäht und gestrickt, aber so gut wie gar nichts davon hier im Blog dokumentiert. Das finde ich sehr schade, denn ich mag meinen Blog und auch das Nachlesen, was ich wann gemacht habe. Da es unrealistisch wäre, mir hier hochtrabende Ziele zu setzen, z.B. dass ich mindestens einen Post pro Woche schreibe, kommt mir die monatliche Aktion von Chrissy sehr entgegen.

Im Januar steht die Annäherung in Bielefeld an und ich habe als ein Projekt das Kalle Shirt von Closet Case Patterns geplant.

Nachdem ich schon einige Zeit bei der Online-Stoffsuche vertan hatte, fiel mir im Zuge einer kleinen Inventur meines Stoffvorrates ein dünner Baumwollstoff von Fashion for Designers in die Hände. Ich glaube, der Stoff eignet sich sehr gut und ist in Wirklichkeit heller als auf dem Foto. Der Schnitt ist schon ausgedruckt und zusammengeklebt. Ich muss noch die passende Größe rauskopieren und zuschneiden.

Bereits zugeschnitten ist die Stella Raglan Blouse von Named. Auch hier hat der Vorrat einen (semi-geliebten) Stoff hergegeben, der sich gut für ein tragbares Probeteil eignet.

Das Wichtigste Projekt für diesen Monat ist jedoch mein Karnevalskostüm, das ich unbedingt schon am 21.01. brauche. Hier bin ich derzeit noch sehr unschlüssig, was ich eigentlich machen möchte. Wahrscheinlich fahre ich morgen mal zu DekoSchmitt und checke mal das Stoff- und Zubehör-Sortiment.

Auf den Nadeln habe ich gerade die Soxx No. 11 aus dem SoxxBook von Stine & Stitch, welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Das Stricken macht mir sehr viel Spaß und wenn ich es schaffe, werde ich noch die Soxx No. 8 stricken.

 
 
Soweit also meine Januar-Pläne. Chrissy sammelt hier die Januar-Pläne der anderen Teilnehmerinnen. Danke!

Sonntag, 24. Dezember 2017

WKSA 2017 Finale

Seit gestern findet das Finale des diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Alongs auf dem MeMadeMittwoch-Blog statt. Ein herzliches Dankeschön an die gesamte Crew und im speziellen für diesen Sew-Along an Claudia, Nina und Katharina.

Ich habe mir kein Kleid genäht, sondern eine Kombi aus Hose und Top.


Die Hose ist nach dem Schnitt Ginger Midrise mit geradem Bein genäht. Mir gefallen die Cropped-Hosen sehr gut, daher habe ich hier direkt kürzer zugeschnitten. Ich habe die Po-Taschen weggelassen und weitestgehend auf das Topstitching verzichtet.
Der Stoff ist der Stretch-Twill von Stoff&Stil, der mit 20,- Euro den Meter nicht gerade günstig ist, aber er macht bisher einen sehr guten Eindruck von der Stabilität her.

Das Top habe ich aus einem Spitzenstoff genäht, den ich mal vom Bielefelder Tauschtisch mitgenommen habe. Die Spitze ist elastisch und nicht so plastikmäßig, sondern eher baumwollig.

Ich habe mich für den überarbeiteten kostenlosen Sorbetto-Top Schnitt von Colette Patterns entschieden. Die vordere Falte habe ich bei dem Spitzenstoff weggelassen.






Man sieht es schon: das Top ist gut und gerne eine Nummer zu groß. Der Schnitt fällt sehr reichlich aus. Zum ersten Mal habe ich eine Anpassung für meinen Rundrücken gemacht, was ich selbst jetzt, wo das Top zu groß ist, als positiv beurteilen möchte. Ich möchte den Schnitt nochmal eine oder ggf. zwei Nummern kleiner mit den entsprechenden Anpassungen nähen, denn an und für sich ist das ein netter Basic-Schnitt.






Passend zu dem Outfit habe ich mir auch ein paar neue Schuhe gegönnt. Meine hohen Schuhe verstauben im Schrank, weil ich sie meist zu unbequem finde und ich auch wirklich sehr viel zu Fuß unterwegs bin, daher war es Zeit, dass ich mir mal andere, flachere Schuhe zulege.


Ich mag den Look sehr gerne. Dass das Top zu groß ist, stört mich auch nicht wirklich. Weihnachten ist bei uns gemütlich und da passt es perfekt.


Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, ganz so, wie ihr es gerne mögt. Macht Euch ein paar schöne Tage mit der Familie und kommt gut ins neue Jahr!
 



Montag, 27. November 2017

WKSA 2017.2 Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff

Vielen Dank für Eure tollen Ideen zu meinem Spitzenstoff, den ich in Teil 1 gezeigt habe. Die Ideen haben mir tatsächlich geholfen, einen konkreten Plan zu fassen und der sieht so aus:

Ich werde den überarbeiteten Sorbetto Top Schnitt von Colette Patterns ausprobieren. Mir schwebt eine Mischung aus View 2 (längeres Modell mit Vokuhila) und View 3 (kurze Ärmel) vor.

Quelle: Colettepatterns.com

Quelle: Colettepatterns.com
Ich habe mir bei Stoff und Stil ganz einfache schwarze Viskose gekauft, mit der ich die Spitze unterlegen werde. Je nachdem, wie der Spitzenstoff reicht, werde ich die Länge bestimmen.

Dann habe ich mir schwarzen Stretch-Twill bei Stoff und Stil gekauft, aus dem ich eine neue schwarze Ginger nähen möchte. Mein altes Modell war leider so derartig abgetragen, dass ich es aussortieren musste. Ich möchte den Schnitt etwas modifizieren, so dass die Hose eine Cropped-Länge mit kleinen Seitenschlitzen und insgesamt eine etwas "schickere" Anmutung bekommt.

Damit hätte ich dann Weihnachtsoutfit 1 aufgeplant.

Wenn dann noch Zeit ist, wovon ich mal stark ausgehe, werde ich auch noch eine rote Harriet nähen. Weihnachten wird ja 3 Tage lang gefeiert ;-)

Wer sich wofür entschieden hat, kann man gesammelt hier lesen.

Montag, 20. November 2017

WKSA 2017.1 Wir haben so viele Ideen...

...also hoffentlich habt Ihr viele Ideen, denn ich möchte in diesem Jahr den WKSA mal anders gestalten.

Ich habe vom Bielefelder Tauschtisch ein Stück elastische (Baumwoll?) Spitze. Das Stück ist ca. 90cm breit und 1,80 lang.


Da ich mir diesen Herbst bereits 4 Kleider genäht habe, möchte ich mir kein klassisches Weihnachtskleid nähen. Ich möchte gerne etwas aus der Spitze nähen und hier seid ihr gefragt:
Was kann ich daraus nähen? Röcke nähe ich nicht mehr, weil sie mir nie passen und ein Loop scheidet auch aus (falls du das vorschlagen wolltest, liebe Frau Fädchen). Ich könnte mir gut eine Art Shirt oder Top vorstellen, dass ich z.B. über einem engen Langarmshirt tragen kann, gerne auch Vokuhila. Habt ihr spontan eine Idee? Oder evtl. etwas mit einem seidigen Stoff, das dann doppellagig verarbeitet ist...Spitze habe ich noch nie verarbeitet, so dass also alle Verarbeitungsschritte für mich Neuland sind.

Falls mich aber doch noch die Lust auf ein 5. Kleid überkommt, könnte ich mir eine Harriet aus der LMV nähen. Das war glaube ich der Weihnachtskleid-Renner von vor 2 Jahren.


Für das Kleid habe ich noch Romanit Jersey von Stoff&Stil in meinem perfekten Rot im Vorrat. Bisher habe ich mich nie getraut, ein rotes Kleid zu nähen, aber hey es ist Weihnachten, oder? Kurze Ärmel sind übrigens gar kein Problem, da wir die letzten Jahre in Köln an Heiligabend Temperaturen um die 15 Grad hatten :-(

Der Treff der Weihnachtskleid-Näherinnen findet auch in diesem Jahr wieder auf dem MeMadeMittwoch Blog statt, vielen Dank dafür und für noch viel mehr Ihr Lieben.
Am nächsten Sonntag, dem 26.11. geht es dann weiter mit unseren Entscheidungen.

Mittwoch, 8. November 2017

Wickelkleid Vogue8379 und Jacke Amber

Hurra, ich lebe noch!
Ich kann es kaum glauben, dass ich seit fast 5 Monaten nicht gebloggt habe. Genäht habe ich sehr viel, aber für das Bloggen blieb leider keine Zeit.

In meinen Herbstferien habe ich ganz besonders viel genäht. Gestern trug ich ein neues Fake-Wickelkleid nach dem Schnitt Vogue 8379. Den Schnitt habe ich mir etwas abgeändert. Das Oberteil habe ich zur vorderen Mitte jeweils etwas verbreitert, was enorm gegen unerwünschte Einblicke hilft. Den Rock habe ich als einfachen Rock genäht, da ich nicht mag, wenn der Wind mehr freilegt, als er soll. Hierzu habe ich das rückwärtige Rockteil einfach zweimal im Bruch zusammengeschnitten und an das Oberteil genäht.

Mein Kleid hat einen schönen Kragen und dreiviertel-Ärmel mit Manschetten. Diese kleinen Features werten so ein einfaches Jersey-Wickelkleid gleich sehr auf.

Dann habe ich einen meiner größten Platzfresser im Stoffschrank zu einer Amber Jacke aus der La Maison Victor vernäht. Der Schnitt war in der Ausgabe, in der auch die Bluse Pam war. Der Stoff ist ein wirklich richtig tolles schwarzes Lammfellimitat mit einer wildlederartigen Rückseite. Das Fellimitat sieht ein wenig persianermäßig aus. Die Jacke soll eigentlich nicht gefüttert werden, da die Rückseite des Stoffes aber brutal abfärbt, habe ich die Jacke komplett gefüttert. Da der Stoff etwas knapp war- ich hatte nur einen Rest von gut 1,50 beim Stoffschrottplatz gekauft - habe ich die Belege aus festem schwarzem Breitcord genäht.

Und so reihe ich mich heute endlich mal wieder in den MeMadeMittwoch unter stylisher Leitung von Sybille ein.